Weltpremiere VW Golf GTI: Rasen verpflichtet

Von Tom Grünweg

VW Golf GTI: Im Zeichen der Naht Fotos
Volkswagen

Seit beinahe 40 Jahren krönt der GTI jede Golf-Baureihe - beim Autosalon in Paris zeigen die Wolfsburger jetzt die Rasant-Variante ihres neuen Golf VII. Erstmals in der Firmengeschichte bieten sie dafür auch ein Werkstuning-Paket an.

Groß war das Tamtam um den neuen Golf VII, als der Wagen Anfang September erstmals vorgestellt wurde. Schnell hat es sich danach wieder gelegt. Weil der neue im Grund ganz der alte Golf geblieben ist. Ein bisschen leichter zwar, hie und da um ein paar Zentimeter verändert - im Prinzip jedoch wie ein Überraschungsei ohne Überraschung drin.

Jetzt, auf dem Autosalon in Paris, kommt wieder ein bisschen Schwung in die Angelegenheit. Dort enthüllten die Wolfsburger den neuen Golf GTI. Offiziell ist das Auto noch ein Prototyp, doch man darf sicher sein: Genau so, jedenfalls ohne große Veränderungen, wird das Auto in Serie gehen.

Weil das Label GTI inzwischen für VW praktisch unbezahlbar ist und eine Tradition, die penibel gepflegt wird, trägt auch das neue Modell die Insignien, die bereits den ersten GTI von 1975 auszeichneten. So zeigen beispielsweise die Lüftergitter unter dem Stoßfänger und der Kühlergrill das klassische Wabenmuster, der Kühlergrill ist wie immer rot eingerahmt und die Linie läuft diesmal sogar durch die Scheinwerfer; und es gibt spezielle GTI-Felgen, die an die legendären Räder im "Denver"-Design erinnern.

Auch innen gibt sich der neue GTI sportlich-sentimental: Rote Ziernähte um Lenkrad und Konsolen sind zu sehen, das Dreispeichenlenkrad hat in der Nabe eine kleine Delle und die deutlich konturierten Sportsitze sind mit dem klassischen, grau-schwarz-roten Jacky-Karo bezogen. Es ist ein bisschen so, als schreie die ganze Ausstattung: "Hallo, wir sind Kult, merkt das auch jeder!" Ja doch.

Nur mit optischen Reminiszenzen kann man der GTI-Fangemeinde natürlich nicht kommen. VW weiß das, und hat das stärkste Modell der Kompaktwagenbaureihe deshalb technisch aufgerüstet. Die Vorderachse erhält eine Quersperre, die das Untersteuern ausschließen und das Auto schneller um die Kurven bringen soll. Die Lenkung verfügt über eine variable Übersetzung, so dass man beim Rangieren weniger kurbeln muss, bei flotter Fahrt jedoch etwas mehr Spiel hat.

Und der Motor legt abermals in der Leistung zu. Unter der Haube steckt, wie bisher auch, ein zwei Liter großer Vierzylinder-Turbobenziner mit Direkteinspritzung, der jetzt jedoch auf 220 statt 210 PS kommt. Dazu kommt gleich ein Viertel mehr Drehmoment: Bis zu 350 Nm zerren ab sofort an der Vorderachse, wenn der Fahrer das Gaspedal durchtritt. So schnellt der GTI in 6,6 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht maximal 246 km/h.

Weil das gewiss für manche noch nicht ausreichend erscheint, bietet VW sozusagen in vorauseilender Geschäftstüchtigkeit ein "Performance-Paket" an. Damit gibt es erstmals in der Geschichte des GTI eine Art Werkstuning für das Auto. Wer es bestellt, erhält den Wagen mit 230 PS und der schafft dann eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Man kann das für Irrsinn halten, für einen Marketingtrick oder sonstwas - dass es angenommen wird, scheint jedoch gewiss.

Einen Verbrauchswert hat VW auch schon mitgeteilt. Im Schnitt soll der GTI 6,0 Liter schlucken, was immerhin 1,3 Liter weniger sind als beim bisherigen Modell. Wie viel das Auto dann tatsächlich verbraucht, müssen erste Fahrerprobungen ergeben, denn Normrunde und GTI, das ist ähnlich kompatibel wie ein strikter Veganer und ein deftiges Barbecue.

Wer wirklich Sprit sparen möchte, wird ohnehin nicht zum Vollgas-Golf greifen, sondern eher zum neuen Golf Blue Motion, der ebenfalls in Paris debütiert. Das Auto ist windschnittiger als die anderen Modelle, wird von einem 1,6-Liter-Dieselmotor mit 110 PS angetrieben und schafft 202 km/h Höchstgeschwindigkeit. Der Durchschnittsverbrauch bei diesem Auto liegt bei 3,2 Liter. Damit fährt der Wagen zumindest auf dem Papier einen Superlativ ein: VW feiert ihn als "sparsamsten Golf aller Zeiten".

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    Seite 1    
1. A-saeule......
77tomas 27.09.2012
...dieses bloede fensterchen in der a-saeule ist unglaublich !!!! ...wie kann man so einen klassiker damit billiger aussehen lassen......
2.
cor 27.09.2012
Mir persönlich hat der Golf VI GTI etwas besser gefallen. Diese Schlitze links und rechts an der Front zB sagen mir nicht so recht zu.
3. keine
ctrlaltdel 27.09.2012
Der GTI verbraucht genausoviel Sprit, wie ich Pferdchen aus ihm raushole, oder anders gesagt wie weit ich das Gaspedal durchtrete. Alles andere ist Blödsinn. Bei konstant 100PS sind das ca. 22L/Stunde. Muss ja mal gesagt warden....
4. ...
schnuffschnuff 27.09.2012
Na das nenne ich ja mal ein brutales Tunigpaket. Die Leistung steigt um 4,5% und die Endgeschwindigkeit um atemberaubende 1,6%. Letzteres bekommt man auch hin, wenn man den Reifendruck leicht anhebt.
5. Überzüchteter Brontosaurus
smartphone 27.09.2012
Wie die Überschirft schon aussagt , handelt es sich um ein Vehikel ,welches ggüb dem Golf1 GTI sich aus der jeweiligen Autolandschaft nict heraushebt Faktisch müßte dieses Raummobil mind 400 PS haben ... und auf die Straße bekommen .... Das heißt angesichts der Spritpreise udn der Tatsache der weitgehend mit Spezialreifen , Sonderölen exakte Umgebungstemperatur ingefakten Verbrauchswerte ,dürfte 12-17 l 100km eher realistisch sein . Btw ein Golf L bj 77 verbrauchte knapp 9l bei optimalen Bedingungen konnt schon mit diesem Serienauto mit 5l /100km gefahren werden . Benziner wohlgemerkt mit normalem Vergaser. d.h. es findet effektiv keine wirkliche Verbesserung statt ,was auch nicht verwundert , weil fachgelevante Ingenieure nie in solchen Firmen eingestellt werden ( zu teuer etc )
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  • Donnerstag, 27.09.2012 – 09:38 Uhr
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