Limousine Kortezh Putins Protzkarosse

Bei seiner vierten Amtseinführung überraschte Wladimir Putin mit einer neuen Staatslimousine. Das russische "Beast" hat es in sich - auch dank eines deutschen Zwölfzylinders.

SERGEY BOBYLEV/KREMLIN POOL/SPUTNIK/POOL/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Zur vierten Amtseinführung gab es ein neues Auto: Zum ersten Mal ließ sich der russische Präsident Wladimir Putin am Montag nicht in einem Mercedes, sondern in einer russischen Limousine über den Roten Platz fahren. Die nagelneue Edelkarosse namens Kortezh (Gefolge) sei "in Russland gefertigt, aus russischen Komponenten und von russischen Arbeitern", sagte ein Reporter des Fernsehsenders "Rossija 24".

Das Design erinnert entfernt an den Rolls Royce Phantom, die Front könnte jedoch auch von einem aufgepumpten Chrysler 300C stammen, der hierzulande als Lancia Thema verkauft wurde. Entwickelt wurde das Fahrzeug vom Nationalen Zentrum für Automobil- und Motorenforschung NAMI. Allerdings, ergänzte der Reporter, habe das Auto auch von "internationaler Erfahrung" profitiert, so wurde beispielsweise der V12-Motor mit Hilfe des deutschen Sportwagenherstellers Porsche entwickelt. Es gibt keine übereinstimmende Berichterstattung zu den Leistungsdaten, je nach Medium schwanken diese zwischen 600 und mehr als 800 PS.

Auch als Geländewagen erhältlich

Die Entwicklung der Limousine begann laut Nachrichtenagentur "Tass" im Jahr 2013, die Produktion aber erst im vergangenen Jahr. Der Staat habe das Projekt mit 12,4 Milliarden Rubel (164 Millionen Euro) subventioniert. Die mehr als sechs Meter lange Präsidenten-Limousine ist preislich vergleichbar mit Modellen von Bentley oder Rolls Royce. Sie gehört zur "Aurus"-Serie, die auch als normale Limousine, Geländewagen oder Kombi zu haben ist, bis 2020 sollen 5000 Stück erhältlich sein.

Bei seinen ersten drei Amtseinführungen war Putin in einem Mercedes-"Pullman" über den Roten Platz gerollt. Am Montag zeigten die Fernsehkameras, wie er sein Büro im Kreml verließ, in seine neue Limousine stieg und sich darin zu seiner Vereidigung im Großen Kremlpalast fahren ließ. Der Auftritt erinnerte an alte Zeiten, als Politiker ausschließlich die sowjetische Luxuslimousine ZIL oder einen Tschaika (Möwe) fuhren.

ene/AFP/rtr



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