Wunschautos Schröder und Stoiber träumen von Jaguar und BMW

Kanzler wie Kandidat lieben schnelle Autos. Während CSU-Chef Stoiber dem heimischen Autobauer die Treue hält und sich bei freier Wahl für einen legendären BMW entscheiden würde, blickt Schröder als "Kanzler aller Autos" schon mal über Wolfsburg hinaus.


Konkurrenten: Schröder im Jaguar E-Type (vorn) gegen Stoiber im BMW 507
ADAC

Konkurrenten: Schröder im Jaguar E-Type (vorn) gegen Stoiber im BMW 507

München - In Interviews mit der "ADAC Motorwelt" verrieten Gerhard Schröder und Edmund Stoiber ihre Traumautos: Für den SPD-Chef ist demnach der englische Jaguar E-Type der Wagen schlechthin. Kaufen würde sich Schröder allerdings eher einen schwarzen Porsche.

Der bayerische Ministerpräsident wählte den legendären Oldtimer-Roadster BMW 507 von 1955 zum tollsten Auto aller Zeiten. Die Kaufentscheidung fiele Stoiber am leichtesten bei einem BMW Roadster Z8.

Schröder und Stoiber bedauerten beide, dass sie selbst kaum noch am Steuer sitzen können und dürfen. Wenn sie privat unterwegs sind, steuern nämlich auf Wunsch der Sicherheitsberater meist die Gattinnen Doris Schröder-Köpf beziehungsweise Karin Stoiber die Autos.

Ökologisch korrekt gaben zudem beide Parteiführer an, ganz gerne auch einmal auf die Bahn umzusteigen, falls es die Entfernung erlaube. Motorradfahren dagegen ist beiden schon aus Sicherheitsgründen strikt verboten.

Das Ende der Gemeinsamkeiten markiert allerdings die Verkehrspolitik: Der Bundeskanzler verteidigte erneut die Ökosteuer, die er zum Januar 2003 zum letzten Mal anheben will. Stoiber dagegen bekräftigte, die fünfte Stufe der Ökosteuer aussetzen und die ganze Abgabe abschaffen zu wollen, sobald "finanzielle Spielräume" dafür vorhanden seien. Einig zeigten sich aber beide in der Ablehnung von Autobahngebühren für Pkw.



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