Straßennetz Städtebund fordert Schlaglochgebühr für Lkw

Ein Lkw belastet die Straßen so wie etwa 10.000 Pkw, sagt der Deutsche Städtebund - und fordert eine Lkw-Maut. Das Geld könnten die Kommunen für die Sanierung der Straßen brauchen.

Schlagloch vor dem Brandenburger Tor: "Mehr geflickt als saniert"
dpa

Schlagloch vor dem Brandenburger Tor: "Mehr geflickt als saniert"


Passau/Hamburg - Mit einer "Schlaglochgebühr" für Lastwagen will der Deutsche Städte- und Gemeindebund die kommunalen Kassen entlasten. "Ein Lkw belastet die Straßen pro Jahr so viel wie etwa 10.000 Pkw. Deswegen halten wir eine flächendeckende LKW-Maut, von der auch die Kommunen profitieren müssen, für erforderlich", sagte Verbandsgeschäftsführer Gerd Landsberg der "Passauer Neuen Presse".

Das kommunale Straßennetz mit rund 460.000 Kilometern Länge befinde sich laut Landsberg in vielen Städten und Gemeinden in einem schlechten Zustand, weil wegen der Unterfinanzierung seit Jahren mehr geflickt als grundlegend saniert werde.

"Bei einem harten Winter wie jetzt brechen die Löcher in den Straßen wieder auf und verursachen große Schäden", erläuterte er. Dabei sei in vielen Kommunen die Finanzlage weiterhin sehr angespannt, das Geld für dringend notwendige Reparaturen beziehungsweise Sanierungen fehle. "Löcher in den Straßen führen auch zu Löchern im Haushalt", so lautet Landsbergs Fazit.

boj/dpa

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insgesamt 78 Beiträge
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Emmi 09.02.2013
1. Es würde ja auch Sinn machen...
Es würde ja auch Sinn machen, LKW über z. B. 4,5t gar nicht erst in die Städte und Gemeinden hinein zu lassen. Lieferungen in innnerörtliche Lagen müssen eben dann in GVZs am Ortsrand umgeladen werden. Oft nutzen LKW Städte auch als "Abkürzungen" weil ihr Navi ihnen erzählt, dass die Strecke dann 10km kürzer ist...
G.Dacht 09.02.2013
2. Zwiespältig
Zitat von sysopdpaEin Lkw belastet die Straßen so wie etwa 10.000 Pkw, sagt der Deutsche Städtebund - und fordert eine Lkw-Maut. Das Geld könnten die Kommunen für die Sanierung der Straßen brauchen. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/zustand-der-strassen-staedtebund-fordert-schlagloch-gebuehr-fuer-lkw-a-882427.html
Also, wenn der Faktor tatsächlich 10.000 sein sollte (kann ich auf die Schnelle nicht verifizieren) betrifft dies doch wohl auch Land- und Bundesstraßen sowie Bundesautobahnen. Dann sollte man zunächst einmal fragen: Ist überhaupt das System der Kfz.-Steuer in der jetzigen Form sinnvoll? Und deren Verteilung? Und wie beteilige ich nicht der dt. Kfz.-Steuer unterworfene Fahrzeuge an den Kosten? Ungeachtet ob LKW oder PKW!
EchoRomeo 09.02.2013
3. Wie wäre es mit einem Schlaglochausgleich
einer Schlaglochquote oder Schlagloch-Zertifikaten die an einer Schlaglochbörse gehandelt werden können? Bestimmt würde sich auch ein Wording finden, die den Autofahrern zusätzlich aufs Auge zu drücken. Wie wäre es mit einer Schlaglochnutzungsgebühr oder einem Achsbruch-Cent?
silenced 09.02.2013
4.
Finanzielle Mittel sind genug vorhanden, sie werden nur falsch eingesetzt.
fuzzi-vom-dienst 09.02.2013
5. noch ne Gebühr!
Statt noch ne Gebühr, folgender Vorschlag: Abschaffung der "Entwicklungshilfe" für die Atommächte Pakistan, Indien, China. Generelle Reduzierung der Entwicklungshilfe auf wenige, sinnvolle, effiziente Projekte. Abschaffung der Finanzierung von atomwaffenfähigen Ubooten für die Kriegstreiber im Nahen Osten. Überprüfung sämtlicher EU-Zahlungen. Einstellung jeglicher Hilfe an Länder wie Griechenland, von denen wir uns auch noch beschimpfen lassen müssen! Einstellung SÄMTLICHER Zahlungen von Besatzungskosten, die nach unterschiedlichen Angaben pro Jahr zwischen 10 und 20 Mrd. EUR betragen. U.a bezahlen wir gerade das neue USAREUR-HQ in Wiesbaden allein mit etwa 1 Mrd. € - zuätzlich zu den sonstigen Kosten! Ehe wieder die üblichen dummen Fragen kommen: Nein, ich habe kein LKW-Unternehmen! Aber es sind die LKWs, die die Wirtschaft am Laufen halten, nicht aber die Guttenbergs, die Schavans und neuerdings auch noch Rösler! Es reicht mit der Abzocke!
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