Zustellservice Cardrops: Das Auto als Päckchenstation

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Webseite von Cardops: Lieferung frei Fahrzeug

Paket-Lieferungen haben einen großen Nachteil: Man muss zu Hause sein, um die bestellte Ware in Empfang zu nehmen. Ein belgisches Unternehmen will die Zustellung nun flexibler machen - und die Päckchen im Auto des Empfängers abladen.

Es könnte alles so einfach sein: Das Geschenk für den Partner ist bestellt, bezahlt und als Päckchen verschickt - jetzt muss es nur noch in Empfang genommen werden. Und genau hier liegt meistens das Problem. Denn wenn der Paketdienst zu Hause klingelt, ist man in der Regel bei der Arbeit. Zu seiner heiß ersehnten Bestellung kommt man dann erst verspätet und über einen Umweg zur Post oder Paketstation.

Das Unternehmen Cardrops will diese umständliche Zustellung jetzt radikal vereinfachen. Der Service hört sich simpel an - alles was man dazu braucht, ist ein Auto. Das Paket wird einfach dorthin geliefert, wo der Wagen parkt. Der Kofferraum wird zum Briefkasten.

Dazu wird ein GPS-Gerät im Fahrzeug installiert, über das der Zustellservice dessen Standort findet. Es spielt also keine Rolle, ob das Auto vor dem Arbeitsplatz steht, vor der Wohnung oder auf dem Supermarktparkplatz. Durch einen Code können die Boten den Wagen öffnen und das Päckchen abladen. Ist das Paket geliefert, erhält der Empfänger eine SMS und darf sich beim Einsteigen in seinen Wagen auf seine Bestellung freuen.

Flatrate für Dauerkunden

Cardrops liefert nach eigenen Angaben rund um die Uhr. Misstrauischen Kunden verspricht das Unternehmen, nur vertrauenswürdiges Personal mit der Zustellung zu beauftragen. Außerdem soll für Gegenstände im Auto eine Versicherung ähnlich wie in Hotelzimmern gelten. Die Hardware kostet nach Angaben auf der Webseite des Unternehmens rund 100 Euro, pro Lieferung werden etwa fünf Euro fällig. Für monatliche rund 25 Euro wird außerdem eine Zustellungs-Flatrate angeboten.

Das klingt alles vielversprechend - wann es mit dem Autolieferservice los geht, steht allerdings noch nicht fest. Hinter Cardrops steht die Innovationsmanagement-Firma Board of Innovation, die nach eigenen Angaben bereits mit Unternehmen wie Ebay, Volkswagen und der Otto Group zusammengearbeitet hat. Einer der Geschäftsführer wollte auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE noch keine Details zum Start von Cardrops preisgeben. Derzeit sei man noch auf der Suche nach Kooperationspartnern.

cst

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insgesamt 32 Beiträge
Flari 18.03.2013
Ich stelle mir gerade vor wie das ist, wenn der Kunde/Empfänger selber Taxi- oder Auslieferungsfahrer ist, oder gerade in einem Megastau steht, gerade einen Trip in die Schweiz unternimmt, etc.. Wer sein Auto meist vor der [...]
Zitat von sysopPaket-Lieferungen haben einen großen Nachteil: Man muss zu Hause sein, um die bestellte Ware in Empfang zu nehmen. Ein belgisches Unternehmen will die Zustellung nun flexibler machen - und die Päckchen im Auto des Empfängers abladen. Zustellservice Cardrops liefert Pakete ins Auto - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/auto/aktuell/zustellservice-cardrops-liefert-pakete-ins-auto-a-889597.html)
Ich stelle mir gerade vor wie das ist, wenn der Kunde/Empfänger selber Taxi- oder Auslieferungsfahrer ist, oder gerade in einem Megastau steht, gerade einen Trip in die Schweiz unternimmt, etc.. Wer sein Auto meist vor der Tür hat, braucht den Service kaum. Und dieses Beispiel: "Das Geschenk für den Partner ist bestellt, bezahlt und als Päckchen verschickt - jetzt muss es nur noch in Empfang genommen werden." halte ich für reichlich naiv..
onkel_apollo 18.03.2013
Die Idee ist top! Ich kenne das; ich bin zwischen 9 und 21h nicht zu Hause. Keine Chance auch nur ansatzweise Pakete entgegen zu nehmen! Dabei steht mein Auto hier auf dem Mitarbeiterparkplatz die ganze Zeit herum und könnte [...]
Die Idee ist top! Ich kenne das; ich bin zwischen 9 und 21h nicht zu Hause. Keine Chance auch nur ansatzweise Pakete entgegen zu nehmen! Dabei steht mein Auto hier auf dem Mitarbeiterparkplatz die ganze Zeit herum und könnte wirklich als Abgabestelle für Lieferungen dienen. Wenn ich dann zum Auto komme, liegen die Päckchen bereits im Kofferraum! Ist doch ein Traum! Urlaube meldet man natürlich und im Stau steht der Durchschnittsbürger dann wieder zu Zeiten, zu denen kein Paketdienst liefert. Ich habe jedenfalls noch nie ein Paket vor 9 und nach 18h bekommen! Mein Vorredner hat wohl nicht kapiert, dass der Vorteil darin besteht, dass man die Lieferung auf diesem Wege quasi problemlos an seinen Arbeitsplatz geliefert. bekommt. Anders ginge das z.B: bei mir nicht. Hier arbeiten 3.000 Menschen am Standort und Externe dürfen das Gelände nur in begründeten Ausnahmefällen mit Genehmigung betreten. Die Security würde sich freuen, wenn jeder den Paketdienst zur Pforte bestellen würde. Die hätten den ganzen Tag nichts anderes zu tun, wie die Mitarbeiter anzurufen und ihnen mitzuteilen, dass ein Paketzusteller an der Pforte auf sie wartet!
bluebill 18.03.2013
haben die Boten dann auch die Schlüssel für Parkhäuser und Garagen. Und wenn das Auto des Empfängers gar nicht parkt, sondern unterwegs ist, müssen sie schon verdammt flott unterwegs sein. - Aber die Idee an sich ist nicht [...]
haben die Boten dann auch die Schlüssel für Parkhäuser und Garagen. Und wenn das Auto des Empfängers gar nicht parkt, sondern unterwegs ist, müssen sie schon verdammt flott unterwegs sein. - Aber die Idee an sich ist nicht schlecht.
Zu Aufwendig für den Paketempfänger. Wer läßt dazu sein Auto umrüsten? Wird sich nicht durchsetzen. Dann lieber neuen Packstation vor die großen Unternhmen stellen.
Zu Aufwendig für den Paketempfänger. Wer läßt dazu sein Auto umrüsten? Wird sich nicht durchsetzen. Dann lieber neuen Packstation vor die großen Unternhmen stellen.
Newspeak 18.03.2013
Es gäbe so viel einfachere Lösungen. Warum werden Pakete nicht abends zugestellt? Oder Vermieter bauen einfach mal größere Briefkästen ein bzw. einen Paketkasten für alle Mieter. Oder man gibt einen bevorzugten Zeitraum für die [...]
Es gäbe so viel einfachere Lösungen. Warum werden Pakete nicht abends zugestellt? Oder Vermieter bauen einfach mal größere Briefkästen ein bzw. einen Paketkasten für alle Mieter. Oder man gibt einen bevorzugten Zeitraum für die Zustellung an, z.B. einmal die Woche...und vorher werden alle Pakete gesammelt.
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  • Montag, 18.03.2013 – 17:31 Uhr
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