Von Frank Wald
Die Verkäufe des ehemaligen Hyundai-Einstiegsmodells sind in den letzten Jahren dramatisch zurückgegangen. Neue Modelle wie die Kleinwagen Getz und Atos oder der SUV Santa Fé sind in der hausinternen Statistik an dem koreanischen Kompaktmodell vorbei gezogen. Im vergangenen Jahr konnten gerade noch mal 2815 Autos in Deutschland abgesetzt werden, was in etwa zehn Prozent des Gesamtverkaufs entspricht.
Mit neuem Outfit, aufgewerteter Serienausstattung und konkurrenzlosen Kampfpreisen soll der Verkauf noch einmal angekurbelt werden. "Ausstattung und Leistungsdaten eines Kompakten zum Preis eines Kleinwagens" lautet Hyundais Parole für den neuen Accent.
So steht das Einstiegsmodell mit 62 kW (84 PS) starkem 1,3-Liter-Benzinmotor jetzt mit 13.990 Euro in der Preisliste. Das sind 850 Euro weniger als beim Vorgänger. Denn die Mehrausstattung, die der Neuling ab Werk mit sich fährt, hat einen Wert von 1650 Euro. Dazu gehört jetzt eine Klimaanlage, eine Funkfernbedienung, Bordcomputer, Seitenairbags, Dreipunktgurte auf allen Plätzen sowie verchromte Türinnengriffe, Lederlenkrad und -schaltknauf, elektrisch einstellbare und beheizbare Außenspiegel und elektrische Fensterheber. Lediglich Metallic-Lackierungen und Vierstufen-Automatik stehen auf der kurzen Aufpreisliste.Eingeschränkt haben die Koreaner auch die Modellauswahl. Der neue Accent wird nur noch ausschließlich als Fünftürer und in der GLS-Ausstattung angeboten. Und auch bei der Motorisierung reagiert Hyundai auf die bislang am häufigsten gefragten Triebwerke. Neben dem Benziner, der auch mit Automatikgetriebe zu haben ist, steht nur noch ein 1,5-Liter Common-Rail-Diesel mit 60 kW (82PS) zur Verfügung.
Doch der Dreizylinder-Selbstzünder ist, wenn auch mit 15.490 Euro teurer, in jedem Fall das empfehlenswertere Aggregat. Während der Benziner seine etwas schwachbrüstige Wirkung mit rauem Klang untermalt, hinterlässt der Diesel sowohl beim Antritt im bummeligen Stadtverkehr oder bei schnellerer Fahrt auf kurvigen Landstra0en einen insgesamt guten Eindruck. Was man vom nach wie vor trist gestalteten Interieur nicht sagen kann. Nach wie vor dominiert graues Hartplastik, trotz leichtem Chrom-Zierrat hier und da oder dunkel abgesetzter Mittelkonsole. Markanter, wenn auch nicht Überwältigend, die äußeren Design-Änderungen. Eine neu gestaltete Frontpartie mit Klarglasscheinwerfern sowie zwei Sicken auf der Motorhaube und die neu gestalteten Rückleuchten zitieren die Formensprache des Coupés.
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