Von Frank Wald
Schon ein Jahr nach der Einführung haben die deutschen Kunden den Kleinwagen zum beliebtesten Modell der Hyundai-Modellpalette gemacht. Mit 12.000 Verkäufen ist jeder dritte zugelassene Wagen ein Getz. Zusätzlichen Schub erwarten die Koreaner jetzt mit dem Einsatz des Common-Rail-Turbodiesel. Rund 15 Prozent aller Getz-Verkäufe soll in Zukunft der Selbstzünder einfahren.
Das 1,5-Liter-Aggregat wird bereits in den Modellen Matrix und Accent eingesetzt. Auch im Getz 1.5 CRDi leistet er 82 PS (60 kW) und entwickelt ein Drehmoment von 191 Newtonmeter. Eine ganze Menge Schub für ein nur 1284 Kilogramm leichtes Auto, wie wir feststellen konnten. Aus dem Stand zieht der Wagen kräftig an und überzeugt mit seinem spontanen Durchzug. Die ideale Motorisierung fürs Ampel-Hopping in der Stadt. Weniger überzeugend ist das laute Nageln, das sich erst ein wenig beruhigt, wenn der Motor warm gefahren ist. Für den Spurt auf 100 km/h braucht er dann 13,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 170 km/h. Der Verbrauch wird mit 4,8 Liter im Schnitt angegeben.
Fahrwerk und Lenkung des im europäischen Hyundai-Entwicklungszentrum in Rüsselsheim entwickelten Getz unterscheidet sich nicht von den Benzin-Brüdern. Allerdings haben die koreanischen Ingenieure den CRDi wegen des schwereren Dieselmotors und des höheren Gesamtgewichts jetzt auch hinten mit Scheibenbremsen ausgerüstet.
Äußerlich ist der Diesel-Getz, den es sowohl als Drei- und Fünftürer gibt, an dem serienmäßigen Dachspoiler zu erkennen. Zu haben ist er jedoch bei den 460 deutschen Hyundai-Händlern ab 12.890 Euro nur in der gehobenen GLS-Ausstattung, in der es unter anderem Bordcomputer mit Außentemperaturanzeige, elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung, elektrische einstell- und heizbare Außenspiegel, Fahrersitz mit einstellbarer Lendenwirbelstütze sowie 175er Bereifung ab Werk gibt. Auf Wunsch gibt es neben diversen Metallic-Lackierungen (je 340 Euro) ein elektrisches Faltschiebedach (890 Euro) und eine Klimaanlage inklusive Funkfernbedienung für die Zentralverriegelung und Alarmanlage (1150 Euro).
Auch die serienmäßige Sicherheitsausrüstung kann sich für einen Kleinwagen sehen lassen. Dazu gehören ABS, zwei Front- und zwei Seitenairbags, fünf verstellbare Kopfstützen, Nebelscheinwerfer sowie Gurte auf allen fünf Sitzplätzen.
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Auto | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Tests | RSS |
| alles zum Thema Hyundai-Modelle | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2003
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH