Von Tom Grünweg
Wenn Produktmanager Ulrich von den Vorzügen des Kombis schwärmt, bekommt seine Kollegin Gaby Pietralla große Ohren. Sie verantwortet das Marketing des Polo und könnte sich eine Kombivariante ebenfalls gut vorstellen. "Der Fabia Combi läuft bei Skoda sehr gut und unsere Kollegen von Seat haben kürzlich ja schon die Studie des Ibiza ST gezeigt," sagt sie. Will heißen: Eine Neuauflage des Polo Variant wird diskutiert in Wolfsburg.
Erst einmal jedoch geht es mit dem Polo in die entgegen gesetzte Richtung: Neu ist die dreitürige Variante. Das Auto ist bei einem Grundpreis von 12.150 Euro rund 700 Euro günstiger als der Fünftürer und könnte den Polo-Boom aufgrund des Preisvorteils auch nach dem Ende der Abwrackprämie noch ein wenig stützen.
Dabei hilft auch das Design. Zwar sind die Abmessungen - Länge 3,97 Meter, Breite 1,68 Meter, Höhe 1,46 Meter und Radstand 2,47 Meter - von Drei- und Fünftürer identisch, und auch am Kofferraumvolumen (280 bis 952 Liter) ändert sich nichts. Doch sieht der Wagen mit den längeren Türen, der getarnten B-Säule und den schicker geschnittenen Seitenscheiben gleich viel flotter aus.
Der Dreizylinder-Basis-Benziner ist schnell überfordert
Nicht einmal ein Jahr nach dem Start ist die aktuelle Auflage des Polo für VW eine Erfolgsgeschichte. "Dass sie das rechte Auto zur richtigen Zeit haben, sagen ja viele", erklärt Frau Pietralla. "Wir aber können das auch mit Zahlen belegen", schiebt sie nach und berichtet von mehr als 90.000 Bestellungen in Westeuropa. "Jede Woche kommen 6000 neue Kunden dazu." Wie außergewöhnlich das ist, zeigt der Vergleich mit dem Vorgänger: Der lief anfangs nicht halb so gut.
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