Von Tom Grünweg
Hyundai macht es etwas anders. Der weltweit mehr als eine Million Mal verkaufte Tucson geht in den Ruhestand und macht Platz für ein Auto, an dem wirklich alles neu ist: Form, Format, Motoren und Name. Um die Erinnerung an den Western von gestern zu tilgen, heißt der Nachfolger nicht mehr wie die ehemalige Cowboy-Metropole in Arizona, sondern trägt, der neuen Hyundai-Nomenklatur entsprechend, das Kürzel ix35 an der Heckklappe.
Im Zuge des Generationswechsels hat der Neue in fast jeder Dimension zugelegt. Lediglich die Höhe wurde um ein paar Zentimeter auf jetzt 1,67 Meter zurückgenommen; sonst aber durfte sich die Karosserie ausdehnen - auf 4,41 Meter Länge, eine Breite von 1,82 Meter und der Radstand wuchs auf jetzt 2,64 Meter. Das lässt den ix35 insgesamt gedrungener und etwas sportlicher aussehen und schafft mehr Platz, der im Wesentlichen den Passagieren im Fond zugute kommt. Dort sitzen nun auch Erwachsene bequem, und das Kofferraumvolumen von 591 bis 1436 Liter ist auf das große Reisegepäck ausgelegt. Für weitergehende Transportaufgaben können Anhänger mit bis zu zwei Tonnen Gewicht an den Haken genommen werden.
Das neue Design wurde maßgeblich in Deutschland entworfen
Der ix35 wurde maßgeblich im europäischen Hyundai-Designstudio in Rüsselsheim unter der Verantwortung von Thomas Bürkle entworfen. Man sieht dem Auto an, dass es einen neuen Stil für die koreanische Marke bedeutet. Inspiriert von der Studie ix-onic, trägt der ix35 als erstes Hyundai-Modell die neue Frontpartie mit einem sechseckigen Kühlergrill, der künftig Erkennungszeichen aller Hyundai werden wird. Weitere äußere Merkmale der frischen Linie sind eine stark konturierte Motorhaube mit zwei auffälligen Powerdomes, spitz zulaufende Seitenfenster, ausladende Radhäuser und zwei Z-förmige Linien an den Flanken. Das Heck allerdings sieht aus, als seien den Designern die Ideen ausgegangen - ein Schicksal, das der ix35 mit vielen anderen Kompakt-SUV teilt.
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Die sparsamen Motoren kommen erst zum Jahresende
In Fahrt bringen den ix35 vorläufig ein Benzinmotor mit zwei Liter Hubraum und 163 PS sowie zwei Versionen des in Rüsselsheim entwickelten Zwei-Liter-Commonrail-Dieselaggregats. Wie bisher auch, können die Maschinen mit Front- oder Allradantrieb kombiniert werden. Der schwächere der beiden Selbstzünder leistet 136 PS und stößt auf hundert Kilometern im Schnitt 153 Gramm CO2 aus, die stärkere Variante tritt mit 184 PS an. Der Motor gab sich auf der Testfahrt von SPIEGEL ONLINE kraftvoll (maximales Drehmoment 400 Nm), was dem neuen Ideal vom sportlich orientierten Allradler entspricht.
Vor allem bei zügiger Fahrt auf der Autobahn überzeugte der Selbstzünder. Der ix35 erreicht mit diesem Motor in 10,1 Sekunden Tempo 100, wird bis zu 195 km/h schnell und erfreut - vor allem im Zusammenspiel mit der feinfühligen Sechsstufen-Automatik (1450 Euro Aufpreis) durch hohe Laufkultur. Der Durchschnittsverbrauch liegt bei 7,2 Liter.
Wie meist, wenn ein neues Automodell debütiert, wird auch der Hyundai ix35 zunächst mit den stärksten und teuersten Motorvarianten angeboten. Zum Jahresende folgen dann ein 1,6 Liter großer Benzin-Direkteinspritzer mit 140 PS und einen 1,7 Liter großer Dieselmotor mit 116 PS, die beide mit einer Start-Stopp-Automatik kombiniert werden. Der CO2-Ausstoß soll bei 139 Gramm je Kilometer liegen.
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