Von Tom Grünweg
Mit dem Format gibt es nun auch noch mehr Platz: Ein Gepäckabteil von 790 Litern, das mit wenigen Handgriffen auf 3200 Liter erweitert und mit einer stabilen Hutablage wie mit einem Regalboden unterteilt werden kann, macht den Doblò zum "Ich-muss-auch-noch-mit"-Wagen. Egal ob Wohnzimmersessel, Rasenmäher oder die Plüschtier-Sammlung der Kinder - solange das Ladegut nicht mehr wiegt als 610 Kilogramm, gibt es fast nichts, wovor der Doblò kapitulieren müsste. Selbst der Freundeskreis der Kinder ist im neuen Modell willkommen - denn gegen Aufpreis gibt es jetzt einen oder zwei weitere Sitze für die dritte Reihe.
Der Doblò ist auch eine Klasse vornehmer geworden. Davon zeugt neben dem Design mit den großen Scheinwerfern, dem charmant wirkenden Kühlergrill und den robust wirkenden Flanken auch der Innenraum: Wo bislang eine dröge Plastikwüste den spröden Charme des Nutzfahrzeugs versprühte, gibt es jetzt neben mehr als einem Dutzend praktischer Ablagen hochwertig anmutende Oberflächen und viele farbige Zierpolster.
Außerdem hat Fiat das Fahrwerk gründlich verbessert und erstmals in diesem Segment eine Hinterachse mit Einzelrad-Aufhängung implantiert. Die spart nicht nur Platz und erzeugt weniger Fahrgeräusche als bislang, sondern sie federt vor allem auch komfortabler. Zusammen mit dem gestreckten Radstand rollt der Doblò nun spürbar angenehmer über die Straße und wird zum idealen Urlaubsauto und Langstreckenläufer.
Vier Motoren, darunter drei Diesel, stehen zur Wahl
Obwohl größer und schwerer als bisher, ist der neue Doblò sparsamer als der alte. Möglich macht das eine neue Generation von Motoren und der serienmäßige Einsatz einer Start-Stopp-Automatik in allen Modellen. "Auch damit ist der Doblò allein auf weiter Flur", sagt Produktmanager Steffen Enzenauer. "Allein diese Technik senkt den CO2-Ausstoß im Normzyklus um vier und im Alltagsbetrieb in der Stadt um bis zu 15 Prozent", sagt der Fiat-Mann. Das Modell mit dem neuen 1,3-Liter-Dieselmotor mit 90 PS kommt auf einen CO2-Ausstoß von 129 Gramm je Kilometer. Daneben gibt es einen 1,4-Liter-Benziner mit 95 PS (Verbrauch: 7,2 Liter), einen 1,6-Liter-Diesel mit 105 PS und einen 2-Liter-Selbstzünder mit 135 PS.
Wer wie SPIEGEL ONLINE für die erste Testfahrt zum mittleren Dieselmotor greift, trifft eine gute Wahl. Natürlich ist der Doblò dann kein Kraftmeier, und wenn der Wagen bis unters Dach beladen ist, sind 290 Nm vielleicht ein bisschen wenig. Doch der Motor läuft kultiviert, das Getriebe ist gut abgestimmt und für den Pendelverkehr in der Stadt reicht die Kraft allemal. Das Beschleunigungsvermögen liegt bei 13,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h und die Höchstgeschwindigkeit bei Tempo 164. Weil die Kunden in dieser Klasse laut Enzenauer neben der Ökologie vor allem die Ökonomie im Blick haben, hat Fiat auch die Unterhaltskosten gesenkt: Durch die neue Typklasseneinstufung sparen Käufer bei der Haftpflicht und Kaskoversicherung, und die Wartungsintervalle für die Diesel-Varianten wurden auf 35.000 Kilometer verlängert.
Gute Ausstattung, hoher Preis, große Erwartung
Dazu gibt es eine in dieser Klasse außergewöhnlich umfangreiche Serienausstattung. Während die meisten Konkurrenten nur eine Schiebetüre bieten, gibt es beim Doblò immer zwei; und für Sicherheit sorgen das ebenfalls serienmäßige ESP und in jedem Fall vier Airbags. Das treibt den Preis auf mindestens 15.450 Euro, doch natürlich rechnet Produktmanager Enzenauer die Summe schön. "Ausstattungsbereinigt sind wir deutlich günstiger als die meisten Konkurrenten", sagt er.
Vor diesem Hintergrund sind die Erwartungen an den neuen Doblò hoch. "Wir wollen das Auto mindestens so erfolgreich verkaufen wie den Vorgänger", sagt der deutsche Fiat-Chef Manfred Kantner. Dafür müsste aber alles glatt laufen - immerhin wurde der 2001 eingeführte Doblò I kurz vor dem Generationswechsel noch zum Stückzahl-Millionär.
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Schon mal versucht einen Kombi oder Van mit einem Gabelstapler zu beladen? Richtig, geht nicht. Schon mal längere Zeit schwere Sachen in einem Passat Kombi transportiert. Richtig, Inneneinrichtung ist Schrott weil dieser [...] mehr...
Ich verstehe Sie. Aber nicht ganz, denn einige kleine Unterschiede zu den normalen Kombis gibt es schon: Schiebetüren, Hecktüren (keine Klappen)... Was ICH nicht verstehe, sind hingegen die Minivans. Auf dem selben [...] mehr...
diese Kiste fahren wir seit 2005. Daneben hatten wir auch andere Autos, u.a. Volvo XC90. Dieser Doblo ist zwar keine Schönheit, aber ein überaus zweckmäßiges Auto. Verbrauch auf der Autobahn bei vernünftiger Fahrweise (ca. 120 - [...] mehr...
Ich verstehe diese kisten einfach nicht. Schon normale Kombis sind heutzutage 1,5m hoch, während vor 10 Jahren noch 1,40m üblich waren. Bei allen modernen Autos habe ich das Gefühl auf, statt im Auto zu sitzen, weil ich die [...] mehr...
als jetziger Wagen habe ich den Berlingo.. aber die 2te Generation egal ob von Fiat,Citroen oder Renault sind viel zu gross dimensioniert. Damit einhergehend erhöhter Spritverbrauch.. An sich schon ausreichend grosse Fahrzeuge [...] mehr...
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