Von Tom Grünweg
Das sollen Cabrios sein? Darüber können hartgesottene Offenfahrer nur lachen. Denn wo man in einem Mazda MX-5, einem VW Eos oder einem Volvo S60 bei geöffnetem Verdeck tatsächlich im Freien sitzt, bieten Smart Cabrio oder Fiat 500 C nicht mehr als ein großes Fenster zum Himmel. Schon diese Luken jedoch garantieren jede Menge Frischluft und eine sonnige Fahrt durch den Sommer. Obendrein sind beide Autos die billigsten Open-Air-Modelle der Republik. Zum Beginn der Cabrio-Saison hat SPIEGEL ONLINE die beiden Frischluftzwerge verglichen.
Motorleistung, Fahrspaß, Sitzkomfort - all das ist bei einem Cabrio meist eher zweitrangig. Und das Design - bei Fiat ganz auf Retro getrimmt, beim eigenwillig-modernen Smart eher der unbedingten Kürze bedacht - ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Deshalb das Wichtigste zuerst: Das Dach. Beide Autos nutzen ein konventionelles Stoffverdeck, das ordentlich isoliert ist, Wind und Wetter wirkungsvoll aussperrt sowie den Straßenlärm zumindest in der Stadt gut dämpft. Vor allem aber ist es auf Knopfdruck erfreulich rasch verschwunden.
Das Öffnen der Stoffhaube funktioniert bei beiden Autos ausgesprochen simpel. Beim Smart sitzt der Knopf für die Verdeckfunktion auf der Mittelkonsole, beim Fiat vor dem Innenspiegel - wird der gedrückt, surrt das Fenster zum Himmel elektrisch auf. Beide Cabrios entblättern sich dabei in zwei Stufen: Erst wird bei Fiat und Smart lediglich die Dachfläche freigegeben. Dann, nach einem zweiten Tastendruck, klappt auch das Heckteil samt der Rückscheibe nach unten. Letzteres funktioniert beim Fiat nur bis Tempo 60, während die Dachöffnung bei jeder Geschwindigkeit erledigt werden kann. Eingeschränkt wird die Offenheit beim rundlichen Fiat durch die feststehenden hinteren Seitenscheiben, und beim knautschigen Smart durch die massive Karosseriesäule - das ganz große Open-Air-Gefühl kommt also nicht so recht auf.
Trotzdem geht beim Smart der Striptease auf Wunsch weiter. Dazu muss man allerdings anhalten, aussteigen, von Hand die beiden Dachholme herausnehmen und in einem speziellen Fach in der Kofferraumklappe verstauen. Das ist allerdings vor allem eine Bastelei und weniger die ganz große Öffnung. Subjektiv fühlt sich das Auto anschließend zwar ein wenig mehr nach Cabriolet an, doch nüchtern betrachtet wird den Insassen die große Freiheit durch die fehlenden Spriegel lediglich vorgegaukelt.
Kleine Kofferräume und bei geöffnetem Dach null Sicht nach hinten
Die Einschränkungen bei der Dachöffnung haben aber auch ihr Gutes bei beiden Modellen. Die jeweiligen Kofferräumchen nämlich werden durch ein geöffnetes Verdeck nicht beeinträchtigt: Hinter die Heckklappe passt immer gleich viel Gepäck, oder besser: gleich wenig. Während der Smart 220 Liter Stauraum bietet, sind es beim Fiat 500 C nur 182 Liter. Eine Spritztour zum Supermarkt ist sicher kein Problem, doch schon beim Wochenendausflug wird es eng. Außerdem problematisch bei beiden Modellen ist die Sicht nach hinten. Schon bei geschlossenem Verdeck ist sie nicht überragend, doch geht die Rücksicht gen null, wenn sich auch noch die Stofflagen des Verdecks ins Sichtfeld drücken.
Was die beiden Cabrios neben der Verdecktechnik eint, ist ihr konkurrenzlos niedriger Preis. Den offenen Smart gibt es ab 13.700 Euro, was ihn zum billigsten Open-Air-Modell hierzulande macht. Der Fiat 500 C wiederum gilt mit einem Grundpreis von 14.000 Euro als billigster offener Viersitzer des Automarkts. Die beiden Testwagen, mit denen SPIEGEL ONLINE unterwegs war, kosten in der Grundausstattung jedoch 19.910 Euro (Smart) und 16.000 Euro (Fiat) und bieten zudem noch schier endlos lange Listen an Extras, auf denen sich locker Zubehör für ein paar Tausender mehr ankreuzen lässt.
Zwischenstand
Beide Autos sind vergleichsweise billig und bieten eine Offenheit, die zwischen Schiebedach und klassischem Cabriolet liegt. Der Reiz des Fiat 500 C liegt sicher auch in seiner putzigen Retro-Optik, der des Smart eher im simpel-unkonventionellen Image.
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In letzter Zeit häufen sich solche Fehler und Rechtschreibfehler... na ja, kostet ja nichts! mehr...
Da hat nicht nur der Autor geschlafen sondern schon die Entwickler des ersten Smart, denn es spricht nicht gerade von Praxisnähe wenn man sich nach der Bauordnung richtet die zwar 2,50 Meter Breite für Parkplätze empfiehlt, aber [...] mehr...
seit wann nennt man ein Auto mit Schiebedach Cabrio? Die 500C Studie damals, das war ein Cabrio. Aber das was Fiat da präsentiert...... Bloß gut, dass meine Barchetta noch fährt! mehr...
Der Volvo S60 ist kein Cabrio. Herr Grünweg meint wohl den Volvo C70! Sollte man als Auto-Ressort-Autor wissen. mehr...
Diese verhunzten Falt- und Rolldachautos haben mit Cabrios in etwa soviel zu tun wie ein Segelflieger mit einem Kampfjet. Das eigentlich Schlimme daran ist allerdings, dass die Presse die Begrifflichkeiten der Werbeindustrie [...] mehr...
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