Alfa Romeo 156 GTA Schnelle Tradition

Im Jahre 1965 stellte die italienische Marke Alfa Romeo mit Giulia Sprint erstmals ein Modell vor, das den Beinnamen GTA trug. Auf der IAA im September in Frankfurt wird nun wieder ein "Gran Turismo Alleggerita" vorgestellt.

Von Jürgen Pander


Der Grand Turismo Alleggerita

Der Grand Turismo Alleggerita

Für die Marketingleute ist der neue Wagen ein weiterer Baustein im Sport-Image der Mailänder Marke. Zeichnete sich die bisherige 156er-Baureihe vor allem durch ihr flottes Design und ihre im Vergleich zu früher ordentliche Verarbeitungsqualität aus, so bringt das neue Sportmodell den ersehnten Schuss Heißblütigkeit in die Modellfamilie.

Schon optisch deutet der 156 GTA seinen Anspruch als Quasi-Sportwagen an. Die Stoßfänger an der Front und am Heck wurden wuchtiger als bei den anderen Fahrzeugen, die Lufteinlässe im Frontschweller wurden breiter, die Heckpartie soll als Diffuser wirken und für maximalen Abtrieb bei hohen Geschwindigkeiten sorgen. An den Seiten legen Schwellerleisten die Karosserie optisch tiefer; die Radhäuser sind leicht ausgestellt, damit die 225er-Breitreifen drunter passen. Und natürlich auch, um die 17-Zoll-Leichtmetallfelgen in Turbinenoptik hübsch einzurahmen.

Signalisiert Sportlichkeit durch Rot: Alfa Romeo 156 GTA

Signalisiert Sportlichkeit durch Rot: Alfa Romeo 156 GTA

Die Äußerlichkeiten signalisieren dem Betrachter, dass es auch unter der Motorhaube einige Abweichungen vom bisher Bekannten geben muss. Das ist korrekt, denn im GTA kommt ein neu entwickeltes Aggregat zum Einsatz. Ein 3,2-Liter-V6-Triebwerk mit 24 Ventilen und einer Leistung von etwa 250 PS (185 kW). Die Kraft reicht aus, um das Auto auf bis zu 250 km/h zu beschleunigen. Vermutlich wäre ein noch höheres Tempo möglich, doch die Elektronik schiebt dem Vortrieb bei dieser Marke einen Riegel vor. Zum Motor gesellen sich auf technischer Seite eine größer dimensionierte Bremsanlage, ein straffer ausgelegtes Fahrwerk und eine direktere Lenkung als bei den bislang bekannten 156-Versionen.

Logisch, dass Alfa für das Sportmodell auch sein Selespeed-Getriebe anbietet, das wie im Rennsport üblich über Schaltwippen am Lenkrad bedient werden kann. Die Premiere des GTA-Modells, der Wagen wird übrigens nicht nur als Limousine, sondern auch als Kombi Sportwagon auf den Markt kommen soll, findet Mitte September in Frankfurt statt. Zu den deutschen Händlern kommt das Auto allerdings erst Anfang des Jahres 2002.

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