Audi A1 Quattro Der kleine Feind

Warum baut Audi eine Krawallschachtel wie den Audi A1 Quattro? Einen Kleinwagen nämlich mit 256 PS, Allradantrieb und einer Höchstgeschwindigkeit von 245 km/h? Aus Lust am Irrsinn, möchte man denken - dabei steckt dahinter klares Kalkül.

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Audi

Exzentrik passt zu Audi wie Ketchup zu Weißwurst. Die Marke steht für kühles Design und trägt den Markenslogan "Vorsprung durch Technik" wie ein Banner vor sich her. So haben es die Autobauer aus dem altbayerischen Ingolstadt bis in den Fuhrpark des Kanzleramts geschafft. Ein Typ wie der A1 Quattro passt da nicht mehr recht ins Bild, 32 Jahre nach dem brutalen Ur-Quattro; der Wagen ist viel zu exzentrisch, beinahe schon prollig. 256 PS und Allradantrieb in einem Kleinwagen, was soll das?

Audi baut den Wagen natürlich nicht aus Übermut. Im Gegenteil, das Auto ist wohl kalkuliert: Denn mit dem A1 Quattro stellen die Ingolstädter den bis zu 211 PS starken Mini zumindest leistungsmäßig in den Schatten. Und innerhalb des VW-Konzerns emanzipiert sich der A1 so deutlicher vom nahezu baugleichen VW Polo, der als billigeres und besseres Angebot gilt. Vom eben jenem Mantra "Vorsprung durch Technik" sei beim A1 angesichts der vielen verbauten VW-Komponenten nicht mehr viel zu spüren, ätzte nämlich unlängst der Automobilwirtschaftler Ferdinand Dudenhöffer.

Die dicksten Auspuffrohre, die Audi im Sortiment hat

Für die neue Quattro-Variante stimmt das mit dem Vorsprung dann schon wieder eher. 600 Bauteile mussten laut Audi neu entwickelt oder zumindest gründlich modifiziert werden. Darunter auch die beiden Auspuff-Endrohre in der Heckschürze, die mit zehn Zentimeter Durchmesser größer sind als bei jedem anderen Modell der Marke.

So viel Bohei für eine Kleinserie von 333 Autos? Mehr Exemplare sind nämlich zunächst nicht geplant vom A1 Quattro. Das rechnet sich auch dann nicht, wenn der - immerhin komplett ausgestattete - Kleinwagen 49.900 Euro kostet und damit teurer ist als mancher A6. "Stimmt", antworten die Audi-Leute und legen ein wissendes Lächeln auf. "Möglich, dass uns damit noch was anderes einfällt." Damit scheint klar, dass auch ein S1 noch bevor steht. Angeblich gibt es ein reges Interesse an überzüchteten Kleinwagen. Die 333 Exemplare des A1 Quattro, die erst ab Sommer ausgeliefert werden, sind jedenfalls schon beinahe ausverkauft.

Die Kunden dürfen sich auf einen Wagen freuen, der in 5,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt und mit einer Spitzengeschwindigkeit von 245 km/h zu den schnellsten deutschen Kleinwagen zählt. Spaß aber macht der Allradler gar nicht so sehr beim puren Tempobolzen, sondern vielmehr in engen Kurven.

Wer driften will, kann das ESP in zwei Stufen zurückdrängen

Wer mit dem Auto aggressiv durch einen Slalomkurs fährt, lernt die Vorzüge des ESP kennen. Die Elektronik bremst die einzelnen Räder situationsgerecht ab; ebenso verteilt die Lamellenkupplung des Allradantriebs die Kraft und leitet je nach Fahrzustand bis zu 100 Prozent des Drehmoments an die Hinterachse.

Die Hightech-Überwachung lässt sich allerdings in zwei Stufen zurückdrängen, und je unempfindlicher die Sensoren reagieren, desto mehr Spielraum hat der Fahrer. Dann lässt sich der A1 auch mit dem Gasfuß lenken und, weil es einfach Laune macht, auch mal quer über den Kurs treiben. Jedenfalls wenn der Untergrund etwas rutschig ist. So wird auch der A1 zum Sportgerät. Das passt vielleicht nicht exakt in die von Audi so gern beschworene Premium-Welt, aber auf jeden Fall zum Markenmotto "Vorsprung durch Technik".

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Tadaa79 02.03.2012
1. Potthässlich, aber schnell und teuer
und in Deutschland geht es v.a. um teuer. Es geht nicht darum, ob es schön ist, oder preisleistungstechnisch fair, es geht um Status, Prestige und damit am Ende um Geld. Diejenigen, die sich das Ei kaufen (wäre es ein Asiate, wäre er von den Autozeitschriften zerrissen worden als optischer Unfall) können, werde ihn sich als Zweit- oder Drittwagen in die Garage stellen, ein Sammlerstück, daher auch die geringe Auflage. Das haben die sich von Mini John Cooper Works abgeschaut (die gibts in einer streng limitierten Auflage, schon immer).
felisconcolor 02.03.2012
2. Nettes Rallyegerät
Zitat von sysopAudiWarum baut Audi eine Krawallschachtel wie den Audi A1 Quattro? Einen Kleinwagen nämlich mit 256 PS, Allradantrieb und einer Höchstgeschwindigkeit von 245 km/h? Aus Lust am Irrsinn, möchte man denken - dabei steckt dahinter klares Kalkül. http://www.spiegel.de/auto/fahrberichte/0,1518,816037,00.html
müsste Spass machen damit entsprechende Kurse zu fahren. ja sicher, für alle anderen tut es natürlich auch ein Tretroller das ist politisch korrekter. Fahrt ihr nur
doyle78 02.03.2012
3. .
Eine so winzige Kiste mit 1,4t auf der Waage ? Für 50000.- Euro ? Mit derart stark überzeichneten Pseudo-Sportwagenelementen das ich mich unweigerlich an mein allererstes "total toll getuntes" Erstfahrzeug als 18jähriger Führerscheinneuling erinnert fühle. Naja, mit 18 wars super ... aber für eine, ich glaube etwas ältere Klientel die 50k Euro aufbringen kann, völlig daneben.
potzbach 02.03.2012
4.
Zitat von sysopAudiWarum baut Audi eine Krawallschachtel wie den Audi A1 Quattro? Einen Kleinwagen nämlich mit 256 PS, Allradantrieb und einer Höchstgeschwindigkeit von 245 km/h? Aus Lust am Irrsinn, möchte man denken - dabei steckt dahinter klares Kalkül. http://www.spiegel.de/auto/fahrberichte/0,1518,816037,00.html
Cool und gechillt ist aber nur der MINI.
prophet46 02.03.2012
5. Getöse
Zitat von sysopAudiWarum baut Audi eine Krawallschachtel wie den Audi A1 Quattro? Einen Kleinwagen nämlich mit 256 PS, Allradantrieb und einer Höchstgeschwindigkeit von 245 km/h? Aus Lust am Irrsinn, möchte man denken - dabei steckt dahinter klares Kalkül. http://www.spiegel.de/auto/fahrberichte/0,1518,816037,00.html
Dieser Wagen ist ein Marketingfurz in der Preislage eines Porsches Cayman, der nur 800 € teurer ist: Größenwahn ins Kleinformat gepresst. Das Audi an den Erfolg selbst nicht glaubt ersieht man aus der geplanten Stückzahl von 333. Bei Audi ist halt vieles Schein und Bluff. So die angebliche Überholung von Mercedes, weil man ein paar Kleinwagen mehr verkaufte (als Mercedes ohne Kleinwagen) oder die angebliche gefährliche Nähe von Audi zu BMW, wobei Audi von BMW noch mehrere Hunderttausend Fahrzeuge beim Absatz und Dutzende Milliarden beim Umsatz trennen. Eben Getöse von der 3. Position.
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