BMW GS Adventure Her mit den Schlaglöchern

Die bayerischen Motorradbauer rühmen sich, vor 21 Jahren mit der Premiere des ersten GS-Modells die Spezies der großvolumigen Reise-Enduros begründet zu haben. Jetzt präsentieren sie einen neuen Ableger der erfolgreichen Baureihe: die R 1150 GS Adventure.


Mit Sonderausstattung und Sonderzubehör: BMW R 1150 GS Adventure

Mit Sonderausstattung und Sonderzubehör: BMW R 1150 GS Adventure

Das neue Motorrad, das im Wesentlichen auf der Technik des Modells R 1150 GS basiert, wurde für Zweirad-Weltenbummler konzipiert. Wer etwa in nächster Zeit eine Sahara-Durchquerung, einen Trip entlang der Seidenstraße oder eine Orientierungsfahrt am Polarkreis plant, sollte sich die Maschine einmal näher anschauen. Schon im Stand demonstriert das hoch aufgeschossene neue Motorrad extreme Robustheit und Reistauglichkeit.

Vor allem dann, wenn die Maschine für das große Abenteuer aufgerüstet ist. Sprich: Wenn etwa die komplette Gepäckkofferanlage angebaut ist. Dann steht in den beiden Seitenkoffern sowie im Topcase zusammen gerechnet ein Stauraum mit einem Volumen von 105 Litern zur Verfügung. Der Windschild am Lenker wurde gegenüber der normalen GS-Version breiter und länger, Handprotektoren an den Lenkergriffen sind serienmäßig angebaut und der Unterfahrschutz aus Aluminiumblech ist weiter nach hinten gezogen.

Wer mag, kann statt des normalen 22-Liter-Tanks ein 30-Liter-Benzinfass wählen. Zudem kann der bekannte Zweizylinder-Boxermotor nun auch mit Normalbenzin betrieben werden. Das dazu nötige Sonderzubehör ist ein Codierstecker, der in die Elektrobox eingestöpselt wird und damit dem elektronischen Motormanagement signalisiert, die Grundabstimmung zu verändern, weil ab sofort Normalsprit verfeuert werden muss.

Technisch verändert wurden an der GS Adventure die Federwege des Vorder- und Hinterrades. Sie wurden um jeweils zwei Zentimeter vergrößert. Am Hinterrad kommt zudem erstmals bei BMW ein Federbein mit wegabhängiger Dämpfung zum Einsatz. Das bedeutet, dass die Dämpfung mit zunehmender Einfederung steigt. Neu ist auch der kurz übersetzte sechste Gang des Getriebes, der in der normalen GS-Version als Overdrive, also lang übersetzt, ausgelegt ist.

Am Design des Motorrades wurden einige kleine Änderungen angebracht. Die Zylinderkopfhauben zum Beispiel sind blau lackiert, die Aluminium-Felgen dazu passend blau eloxiert. Als Farben für den Rest des Motorrads bietet BMW weißaluminium-metallic und nachtschwarz an. Der neue, einteilige Sattel ist für die helle Maschine grau und rot, für das schwarze Motorrad mandarin und schwarz.

Je nach Einsatzzweck kann die GS Adventure mit Hilfe des üppigen Zubehörangebots noch weiter aufgerüstet werden. Preise für die Maschine und die Sonderausstattungen liegen noch nicht vor. Sie werden aber rechtzeitig vor der Markteinführung im Frühjahr 2002 bekannt gegeben, versichert BMW.

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