Doppeltest: Land Rover Discovery - Lexus RX 450h Hart und herzlich

SUVs sind sie beide, doch unterschiedlicher als der Land Rover Discovery und der Lexus RX 450h können zwei Allradler kaum sein. SPIEGEL ONLINE war mit dem rustikalem Alleskönner aus England und dem japanischen Hybrid-Beau zum winterlichen Praxistest unterwegs.

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Doppeltest: Lexus - Land Rover: Spuren im Schnee
Geländewagen sind eigentlich die Buh-Modelle der Autowelt, doch wenn reichlich Schnee fällt und die Straßen weiß und glatt werden, dann holen sich die wuchtigen Allradler Reputation zurück - einfach indem sie meist auch dort noch spurtreu vorwärts kommen, wo andere längst mit rotierende Reifen fest stecken. Doch SUV ist nicht gleich SUV, das Allradler-Angebot ist größer denn je und SPIEGEL ONLINE war jetzt mit den Antipoden der gehobenen SUV-Mittelklasse unterwegs. Die Autos, der Land Rover Discovery und der Lexus RX 450h, stehen für die beiden Extreme des Marktsegments.

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Der frisch überholte Brite etwa als rustikaler Klassiker, der mit einem starken Dieselmotor auch in den Alpen bei praktisch jedem Wetter so gut voran kommt. Das Pendant aus Japan hingegen setzt auf die Reize des schadstoff-mindernden Hybridantriebs sowie auf Lack und Leder. Auf den ersten Blick schlägt sich dieser Unterschied auch beim Preis nieder: Während der Land Rover bei 42.000 Euro startet, verlangt Lexus knapp ein Drittel mehr. Bringt man das britische Modell allerdings in Leistung und Ausstattung auf ein eingermaßen vergleichbares Niveau, landet man hier wie dort bei einem Kaufpreis von rund 60.000 Euro.

Wie weit die beiden Konkurrenten im Alltag auseinander liegen, merkt man schon vor dem Start in den Skiurlaub. Während der Land Rover eine Tasche nach der anderen schluckt und man Schlitten oder Ski hinter der zweigeteilten Heckklappe verstauen kann, ist beim Lexus Ladelogistik gefragt: Nur wer geschickt stapelt, bekommt tatsächlich das Gepäck von fünf Insassen durch die elektrisch aufschwingende Ladeluke. Maximal bietet der Land Rover ein Ladevolumen von 2476 Litern, während sich der Lexus in dieser Disziplin lediglich 1570 Liter vorweisen kann. Auch Krimskrams ist im Discovery besser aufgehoben, die Ablagen des RX - etwa das Staufach unter dem Triumphbogen der Mittelkonsole - sind deutlich kleiner, sehen aber hübsch aus.

Lautloses Davonschleichen oder ein bärig-brummeliger Abgang

Das Losfahren beschert abermals ein Aha-Erlebnis. Der Lexus gleitet lautlos davon, denn er rollt die ersten paar hundert Meter rein elektrisch über die Straße. Der V6-Diesel des Land Rovers hingegen ist bei kalter Witterung recht laut.

Auf der Autobahn fahren beide Gelädewagen locker und entspannt im Verkehr mit. Unter der gewaltigen Haube des Land Rover arbeitet der neue Dreiliter-TDI gelassen vor sich hin und verzichtet trotz 245 PS und schier unglaublichen 600 Nm auf jedes Imponiergehabe. Obwohl immerhin 2,5 Tonnen schwer und so windschnittig wie der Buckingham Palace, beschleunigt er in 9,6 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h. Der Lexus hält da locker mit. Der 3,5-Liter-V6-Motor kommt auf 249 PS und 317 Nm und kann beim Spurt zusätzlich auf zwei Elektromotoren bauen. Im Teamwork ergibt das 299 PS und reicht für einen Sprintwert von 7,8 Sekunden und ein Spitzentempo von 200 km/h.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 40 Beiträge
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Seite 1
sic tacuisses 13.01.2010
1. Dinosaurier
Dinge die die Welt nicht braucht.......
anpoit00 13.01.2010
2. :)
So eine kkategorische Aussage:) http://www.youtube.com/watch?v=Brhw3fgP70Q&feature=related Es gibt Plätze in der Welt, von wo ich auch übrigens komme, wo man mit einem Golf nicht sehr weit kommt.
seldon9 13.01.2010
3. Suv
Der Land Rover ist kein SUV, sondern ein Geländewagen!
Whybr 13.01.2010
4. Lexus klarer Gewinner
Zitat von sysopSUVs sind sie beide, doch unterschiedlicher als der Land Rover Discovery und der Lexus RX 450h können zwei Allradler kaum sein. SPIEGEL ONLINE war mit dem rustikalem Alleskönner aus England und dem japanischen Hybrid-Beau zum winterlichen Praxistest unterwegs. http://www.spiegel.de/auto/fahrberichte/0,1518,671170,00.html
In der Tat. Warum man dann im "Test" mehrfach die Erkenntnis streut, daß es Hybridantrieb oder Dieselmotor keinen Unterschied macht, versteht keiner. Es wurden reichlich Unterschiede ausgemacht: Fahrkomfort (Lautstärke, Bedienung), Fahrleistungen (Beschleunigung, Endgeschwindigkeit). Stattdessen wird der alte Fehler gemacht, daß 1 L Diesel = 1L Super ist,was defeinitiv nicht stimmt - sowohl vom Schmutz als auch vom Energiegehalt. Und überall punktet der Lexus. Und natürlich kein Wort davon, daß der RX450h in der Stadt locker die Hälfte an Benzin braucht, den der Discovery an Diesel benötigt. Der Artikel fördert den "Glaubenskrieg", anstatt nüchtern die klar auf der Hand liegende PROs für den Lexus aufzuzählen. Gerade bei den aktuell vorhandenen Schneemassen, wo der stufenlose und kräftige Hybridantrieb besser für den Vortrieb geegnet ist als großvolumige Dieseltechnik.
c-b 13.01.2010
5. Aha.
Zitat von sic tacuissesDinge die die Welt nicht braucht.......
Interessant! Wer entscheidet darüber neuerdings? Ich hoffe, nicht die jungen Grünen aus Zürich!
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