Hypermini Ein neuer Autozwerg aus Japan

Obwohl das Smart-Konzept beständig in der Kritik ist, findet es Nachahmer. Denn jetzt kopiert Nissan die Idee und verkauft ab Februar 2000 den Hypermini in Japan.


Der Nissan Hypermini fährt mit Strom

Der Nissan Hypermini fährt mit Strom

In seinen Maßen (2,66 Meter lang, 1,47 Meter breit, 1,55 Meter hoch) ist der Hypermini mit dem Smart nahezu identisch, ebenso sind beide Fahrzeuge als Zweisitzer konstruiert. Beim Antrieb allerdings unterscheiden sie sich: Während im Smart ein Verbrennungsmotor arbeitet, wird sein japanisches Pendant von einem Elektromotor angetrieben, der rund 33 PS leistet. Das reicht aus, um das dank Leichtbau (Aluminumkarosserie) lediglich 840 Kilo schwere Wägelchen auf bis zu 100 km/h zu beschleunigen. Die Lithium-Ionen-Batterien, aus denen das Wechselstromaggregat seine Energie bezieht, liefern genug Saft für 115 Kilometer ­ danach müssen sie wieder aufgeladen werden, was etwa vier Stunden dauert.

Der kleinste von Nissan ist nur für zwei Personen ausgelegt

Der kleinste von Nissan ist nur für zwei Personen ausgelegt

Bis zur Markteinführung soll ein Praxistest dabei helfen, "Kinderkrankheiten" des Autozwerges zu erkennen und abzustellen. Dazu werden demnächst 35 der zweisitzigen Minimobile im Alltagsverkehr getestet. 20 Exemplare kommen bei einem Autovermieter in Yokohama zum Einsatz. Sollten die Testfahrer mit dem Hypermini gar nicht klar kommen, können sie sich per Knopfdruck zurück zur Vermietungsfirma navigieren lassen. Die weiteren 15 Hyperminis werden in der Stadt Ebina in einem Park-and-Ride-Projekt bereitstehen. Auf diesen Fahrzeugpool können auch verschiedene Behörden zurückgreifen. Nissan hofft, dass der Kleinstwagen ab dem kommenden Frühjahr vor allem auch von öffentlichen Einrichtungen gekauft und genutzt wird.



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