Mercedes-Benz C 32 AMG Der Dreh mit dem Moment

Gewiss: Schürzen, Leichtmetallräder und ein tiefer gelegtes Fahrwerk dürfen nicht fehlen, wenn die neue C-Klasse aufgerüstet wird. Beim C 32 hat Mercedes-Haustuner AMG aber vor allem am Motor gebastelt.


Es war abzusehen: Was Mercedes macht, kann Tuning-Tochter AMG immer noch ein wenig besser, schöner und stärker. So wie der jetzt präsentierte C 32 AMG, das neue Spitzenmodell der erst jüngst gestarteten C-Klasse.

Bei 250 km/h ist Schluss - auch wenn der Tacho bis 300 geht: Der neue Mercedes-Benz C 32 AMG

Bei 250 km/h ist Schluss - auch wenn der Tacho bis 300 geht: Der neue Mercedes-Benz C 32 AMG

Bereits auf dem Papier weist die kompakte Sportlimousine, die im Frühjahr 2001 ausgeliefert werden soll, auf ihre außergewöhnliche Stellung hin: Aus dem 3,2 Liter Hubraum großen V6-Motor der Serienversion C 320 (218 PS) holten die AMG-Ingenieure durch Kompressor-Einsatz eine Leistung von 354 PS (260 kW) heraus. Das Triebwerk mobilisiert damit ein Drehmoment von 450 Newtonmetern - ein Spitzenwert, der den C 32 AMG zum Drehmoment-Weltmeister aller Serienautomobile in diesem Segment macht.

Doch nicht nur der Spitzenwert erscheint einzigartig, auch der Drehmomentverlauf des aufgeladenen Sechszylinders sorgt für Aufsehen: Bereits ab 2300 Umdrehungen pro Minute stehen über 400 Newtonmeter zur Verfügung, die bis zur Nenndrehzahl von 6100 Umdrehungen konstant bleiben.

Beste Voraussetzungen für souveräne Zwischenspurts. Aber auch für den Standardsprint. Die 100-km/h-Marke erreicht der C 32 AMG, so der Mercedes-Haustuner, bereits nach 5,2 Sekunden; die Höchstgeschwindigkeit wird bei 250 km/h elektronisch abgeregelt - auch wenn die Tachoanzeige bis 300 km/h geht.

Dezente Spoiler, markante Schürzen: AMG hat sich beim C 32 vor allem auf den Motor konzentriert

Dezente Spoiler, markante Schürzen: AMG hat sich beim C 32 vor allem auf den Motor konzentriert

Auf die Straße gelangt die Kraft über ein sportlich abgestimmtes Fünfgang-Automatikgetriebe mit Tippschaltung, unterstützt von einem entsprechend getrimmten Fahrwerk. Zudem wurde die Karosserie, sonst wäre das Tuning wohl nicht komplett, um rund 30 Millimeter tiefer gelegt.

17-Zoll-Leichtmetallräder mit 225er-Reifen (vorn) und 245er-Reifen (hinten) sollen dafür sorgen, dass der C 32 AMG beim harten Beschleunigen oder Bremsen auch standesgemäße Spuren auf dem Asphalt hinterlässt. Im Zaum gehalten wird die Topversion von einer neu entwickelten Bremsanlage, die neben den altbekannten Systemen wie ABS, ESP, ASR mit einem weiteren Akronym daherkommt, dem Brems-Assistenten BAS (Brake Assist System).

"Im direkten Wettbewerbsumfeld stellt der C 32 AMG auf lange Sicht das Maß aller Dinge dar", ist AMG-Chef Wolfgang Bernhard überzeugt. Der neue Vorzeigewagen löst die Achtzylindermodelle C 43 AMG und C 55 AMG ab, von denen 4200 Exemplare gefertigt wurden.

Zusammen mit dem C 36 AMG, dem allerersten AMG-Komplettfahrzeug, rollten zwischen 1994 und Mai 2000 etwa 9000 sportliche C-Klasse Fahrzeuge aus den Produktionshallen in Affalterbach und Bremen. Der C 32 AMG soll in Zukunft weltweit rund 3500 Exemplare pro Jahr beisteuern.



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