Studie Bugatti-Bolide mit 555 PS

Es gibt zwar noch kein einziges Auto der VW-Luxusmarke Bugatti zu kaufen, doch das Angebot ist bereits jetzt verwirrend. Denn zu jeder neuen Automobil-Ausstellung lässt Konzernchef Ferdinand Piëch einen neuen Bugatti-Boliden zusammenschrauben. Bugatti 18/4 Veyron heißt die Karosse mit dem 555-PS-Motor und wird auf der Tokio-Motor-Show vorgestellt.


Bugatti EB 18/4 "Veyron": 18 Zylinder für die Tokio-Motor-Show

Bugatti EB 18/4 "Veyron": 18 Zylinder für die Tokio-Motor-Show

Der französische Rennfahrer Pierre Veyron stand als Namensgeber Pate; immerhin erzielte er zahlreiche Siege für Bugatti, unter anderem beim 24-Stunden-Rennen von LeMens im Jahre 1939. Und jetzt soll der Bugatti Veyron punkten. Der nur 1,20 Meter hohe Sportwagen ist das bislang bulligste und aggressivste Modell unter den Neuentwürfen für die Traditionsmarke. Möglicherweise liegt das daran, dass diesmal - anders als bei der Studie für die Frankfurter IAA - nicht der Italiener Giugiaro das Design bestimmte, sondern VW-Chefdesigner Harmut Warkuß. Der Mann aus Wolfsburg nutzte die Chance, mal nicht an Golf oder Polo Hand anlegen zu müssen, sondern an die Karosse eines Edel-Autos mit einem brachialen Triebwerk. Der Motor des Veyron ist ein 555 PS (408 kW) starker 18-Zylindermotor mit 6,3 Litern Hubraum, der offenliegend direkt hinter den beiden Sitzen platziert ist. Zwei silberne Luftansaugkanäle, die wie kleine Hörner auf dem Fahrzeug sitzen, leiten dem Kraftprotz den nötigen Sauerstoff zu.

Falls der Veyron gebaut wird, dann sicher nur in kleiner Stückzahl und zu einem horrenden Preis. Aber diese Entscheidung ist noch längst nicht gefallen. Zunächst hat der Wagen, wie seine Vorgänger, nur einen Auftrag: Aufmerksamkeit erregen und das Image polieren - und vielleicht auch ein bisschen das Ego von Herrn Piëch.



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