Studie "Concept D" Volkswagens Versuchung

Rückfahrkamera im Kofferraumdeckel, Leuchtstoffröhren in den Außenspiegeln und automatisch ausfahrende Türgriffe, sobald sich eine Hand auf wenige Zentimeter nähert - nein, kein neues Bond-Mobil, sondern Volkswagens Versuch, in der Oberklasse Mercedes S-Klasse und 7er BMW Konkurrenz zu machen.


"Concept D" heißt die auf der IAA enthüllte Studie in Anlehnung an die gläserne Fabrik in Dresden, wo die zukünftige Wolfsburger Luxuslimousine ab 2001 gebaut werden soll.

VW Studie Concept D: Das Design erinnert an den Passat
VOLKSWAGEN

VW Studie Concept D: Das Design erinnert an den Passat

Ob sich die süddeutschen Platzhirsche davon allerdings beeindrucken lassen? Trotz der technischen Gimmicks wirkt das Design wenig aufregend. Die knapp fünf Meter lange Studie wirkt wie ein zum Coupé geschnittener Passat. Allein die Frontpartie mit der markant zulaufenden Motorhaube und den geometrisch geschnittenen Xenon-Doppelscheinwerfern versprüht sportlich-edlen Esprit.

Doch gebaut wird die Luxuslimousine so ohnehin nie. Der erste Entwurf von VW-Chefdesigner Hartmut Warkuß dient vor allem als Verpackung für Ferdinand Piëchs neueste technische Errungenschaft: ein V10-Dieselmotor mit Direkteinspritzung. Er besteht aus zwei im 90-Grad-Winkel angeordneten Reihen-Fünfzylindern, die aus insgesamt fünf Litern Hubraum mit Turboaufladung 313 PS schöpfen. Beeindruckend ist das maximale Drehmoment von 750 Newtonmeter, das der Zehnzylinder schon bei 2000 Touren, also bei leichtem Tritt aufs Gas, an die Kurbelwelle bringt. Genug Kraft, um Brummis aus dem Graben zu ziehen oder Flugzeuge am Start zu überholen.



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