Von Gregor Wildermann
Was Sauberkeit und Hygiene angeht, gelten Deutsche gemeinhin als vorbildlich. Sie stehen an den Wochenenden vor dem Reihenhaus, schrubben Autos, saugen, wienern, putzen. Und doch: Im weltweiten Autohygieneranking nehmen nicht Deutsche die Spitzenposition ein - sondern Japaner.
Mit dem Staubmob über die Motorhaube: Saubere Autos sind in Japan Ehrensache
Das führt allerdings dazu, dass man an den Gehwegen immer wieder herrenlose Schuhe findet, die beim pflichtgemäßen Wechsel vom Autofahrer vergessen wurden. Japaner haben übrigens nicht nur spezielle Autoschuhe, sie lieben auch jede Art von Schutzbezug: für Lenkräder, Kopfstützen oder die Sitze.
Häufig werden die Schutzfolien des Herstellers erst gar nicht abgemacht - und so sehen manche Karossen im Inneren aus, als sei der Verpackungskünstler Christo am Werk gewesen.
Und selbst, wenn Bezüge und Folien den Schmutz die Verschmutzung nicht ganz verhindern, gibt es immer noch die unzähligen Tankstellen, an denen Servicemitarbeiter dafür sorgen, dass man für die Reinigung seines Wagens noch nicht einmal selbst den Staubsauger schwingen muss.
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