Von Gregor Wildermann
Die CSU-Rebellin Gabriele Pauli hätte wohl ihre Freude daran: In Japan muss zwar nicht das Eheversprechen, dafür aber die Fahrerlaubnis regelmäßig erneuert werden. Alle zwei Jahre wiederholt sich dieser Ritus.
Je nach Führerscheinklasse müssen Japaner alle zwei oder fünf Jahre zum Test. Erkennbar ist die "Erfahrungsklasse" auf der Führerscheinplastikkarte an einem grünen, blauen und goldenen Steifen. Danach richtet sich auch der Auffrischungskurs, bei dem vor allem Videos vorgeführt werden. Goldstreifenbesitzer müssen diese Filme nur eine halbe Stunde ansehen, während blaue Kartenbesitzer zwei Stunden mit Unfallvideos und Zeitlupencrashaufnahmen verbringen müssen.
Für Rentner ist das Verfahren sogar noch strenger: Ab 2009 sind in Japan alle Fahrer ab einem Alter von 75 Jahren verpflichtet, sich bei Erneuerung des Führerscheins auf Anzeichen von Demenz überprüfen zu lassen.
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