Von Jochen Vorfelder
Passo di Giau, Silvretta, Timmelsjoch oder Geheimtipps wie das Kaunertal - die Passstraßen in den Zentralalpen sind zwischen Mai und September ein Tummelplatz für große Jungs mit teuren Spielzeugen. Hier werden dicke Tourer, sportliche Italienerinnen und seltene Oldtimer ungestört ausgeführt, denn viele der klassischen, serpentinenreichen Strecken sind durch Tunnels und Autobahnen eigentlich obsolet geworden.
Die Motorradfahrer lieben das: kaum Lkw-Fernverkehr, wenig Wohnwagen-Gespanne. Dafür locken Spitzkehren, Höhenunterschiede von bis zu 1500 Metern und halluzinierendes Kurvengeschlängel. An manchen Wochenenden und den deutschen Sommerferien allerdings stauen sich die Motorräder an den Mautstellen, und die Parkplätze an den Passsätteln sind überfüllt. Dann trifft man sich zum gepflegten Benzingespräch. Alle Pässe, die SPIEGEL ONLINE ausgesucht hat, sind von München aus innerhalb von zehn Stunden zu erreichen.
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