Jeden Freitag und Samstag findet am Rande von Ras al-Chaima im gleichnamigen Emirat ein skurriles Freizeitvergnügen statt.
Schon von weitem ist das Aufjaulen gequälter Automotoren zu hören. Beim Näherkommen sieht man dann überall an den Dünen die Allradler kleben wie große Käfer an einer Wand. Manche sind schon gefährlich nahe am Umkippen, bei anderen haben sich die Räder im Sand regelrecht fest gefressen.
Bei dem - inoffiziellen - Wettbewerb versuchen mit Kerosin betankte Offroader, auf einem staubigen Wüstengelände eine steile Düne hinaufzudonnern, ohne die Fahrt zu unterbrechen. Wer oben ankommt, hat gewonnen.
Das klingt wesentlich leichter als es ist. Die meisten Teilnehmer schaffen es nicht. Auf halber Strecke schlagen hohe Flammen aus dem Motorblock, der Wagen gerät ins Trudeln und nicht wenige purzeln wie kleine Spielzeugautos den Hang wieder herunter - selbstverständlich unter der schadenfrohen Anteilnahme der Zuschauer.
Rings um das große Krabbeln im Wüstensand herrscht Volksfest-Atmosphäre: Hunderte von Emiratis - natürlich nur die Männer - lagern an den Rändern der Rennstrecke oder haben es sich auf rostigen Tribünen links und rechts der Sand-Spuren gemütlich gemacht. Sie trinken Tee oder Mineralwasser, knabbern gesalzene Sonnenblumenkerne und genießen das Spektakel in den Dünen.
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