Für Berufspendler Bund will Fahrradschnellwege ausbauen

Mehr Geld für sogenannte Fahrradautobahnen: Der Bund will im laufenden Jahr 25 Millionen Euro zusätzlich für neue Schnellwege ausgeben. Über die Investitionen dürften sich vor allem Berufspendler freuen.

Ein Radfahrer auf einer sogenannten Fahrradautobahn
DPA

Ein Radfahrer auf einer sogenannten Fahrradautobahn


Die Bundesregierung will den schnellen Fahrradverkehr für Berufspendler mit weiteren neuen Radschnellwegen ausbauen. Erstmals fördere der Bund im laufenden Jahr die Radschnellwege mit zusätzlichen 25 Millionen Euro, sagte Verkehrs-Staatssekretär Norbert Barthle (CDU) der "Rheinischen Post". Diese Wege seien "kleine Fahrradautobahnen für die, die ohne Ampeln und Kreuzungsverkehr viel schneller zur Uni oder zur Arbeit wollen".

Um den Fahrradverkehr weiter zu fördern, habe der Bund seine Mittel für Radwege von 60 Millionen auf insgesamt 100 Millionen Euro pro Jahr aufgestockt, sagte Barthle. Das Fahrrad erlebe an seinem 200. Geburtstag einen "richtigen Boom in Deutschland", sagte der Staatssekretär. "Die Leute entdecken das Fahrrad als echte Alternative zum Auto im Stau oder zum überfüllten Bahn-Regionalverkehr."

bam/afp



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monoman 03.04.2017
1.
Nur mal so rein verständnishalber: Sind damit Wege gemeint, auf denen man Rad fahren kann oder wieder nur die übliche Mischung aus Taxistand, Ladezone und Hundetoilette?
dr.klugscheisser 03.04.2017
2. 25 Millionen?
Wahnsinn! Damit liesse sich auch ein knapper Kilometer Autobahn sanieren. Das wirds bestimmt bringen. Was für ein grandioser Plan! Soviel Geld! Und sicher noch viel mehr Verstand! Geht nach Hause und weint. Wir sind alle in der Hand dieser Trottel...
mens 03.04.2017
3. Löblich.
Mal eine praktische Verbesserung im täglichen Verkehrschaos - statt des ewigen Gejammers. Ab einer gewissen Distanz wird Radeln jedoch zu einer schweißtreibenden Angelegenheit. Wer nicht auf dem Bau oder am Hochofen arbeitet hat dann wohl ein Dusch-Problem. Vielleicht löst der eine oder andere Arbeitgeber das ja aus Liebe zur Umwelt und den Nasen der Kollegen.
mikaiser 03.04.2017
4. Richtig und gut so
Es war doch gerade die Rede davon, dass die Zahl der Berufspendler steigt. Dass das nicht nur die Straßen und Nahverkehrssysteme verstopft, sondern auch der Gesundheit der Beteiligten schadet. Die durchschnittliche Pendelentfernung sind nicht mal 15 km. Das ist eine locker per Rad zu bewältigende Strecke. Nicht bei Sturm, Hagel oder Glatteis, aber an über 90% der Arbeitstage. Man sollte kein quasi-religiöses Glaubensbekenntnis daraus machen, sondern erkennen, dass Radfahren gleichzeitig die Lösung für alle angesprochenen Problembereiche ist. Hier zu investieren ist die beste Lösung.
baghira1 03.04.2017
5. Politischer Wille
Wenn die Politik den Radverkehr wirklich fördern will, müssen es Milliarden sein Die 100 Millionen sind etwas über einen ?pro Einwohner. Die bekannten Fahrradländer Niederlande und Dänemark zahlen rund 30? pro Einwohner und Jahr in den Radverkehr. Da würde sogar was zurückkommen, wenn mehr Leute das Rad nehmen in Form von besserer Gesundheit der Beevölkerung,weil weniger Übergewichtt,Herzkrankheiten,ect. Zudem muss die Politik gewillt sein,den verteilten Platz auf den Straßen zugunsten des Rad umzuverteilen.Die jetzige Fläche ist viel zu schmal,um sicheren,komfortablen Radverkehr abzuwickeln. Da der Radverkehr kommunalsssache ist und nur an Bundesstraßen Bundessache,ist die Finanzierung vielerorts lächerlich.
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