Berlin - Carsharing lohnt sich vor allem für Autofahrer, die gelegentlich einen Wagen für kurze Strecken benötigen. Das haben Modellrechnungen der Zeitschrift "Finanztest" (Ausgabe 3/2012) ergeben. Während Besitzer eines Kleinwagens für 5000 Jahreskilometer inklusive aller Kosten - einschließlich Wertverlusts - etwas mehr als 200 Euro pro Monat zahlten, müssten Carsharing-Nutzer für die gleiche Strecke mit dem gleichen Automodell nur knapp 140 Euro einplanen, berichtet Stiftung Warentest.
Bei langer Mietdauer und weiten Fahrten ist laut "Finanztest" ein Mietwagen dagegen meist günstiger als ein Carsharing-Fahrzeug: Im Modellfall der Zeitschrift kostet das Teilzeit-Auto für sieben Tage 430 Euro, bei einem Mietwagenanbieter hingegen nur 328 Euro für die gleiche Dauer.
Einige Carsharing-Anbieter kooperieren mit örtlichen Verkehrsbetrieben. Kunden mit Monatskarten bekommen die Autos dann laut "Finanztest" günstiger. Auch für Studenten und Auszubildende gebe es häufig Rabatte.
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Was ist Carsharing?
Carsharing bedeutet, dass sich Freunde, Familien und Nachbarn ein Auto teilen. In vielen deutschen Städten gibt es auch Firmen und Vereine, die diesen Dienst anbieten. Wer dort Mitglied ist, kann sich stunden-, tages- oder wochenweise Autos an den meist über das Stadtgebiet verteilten Stationen ausleihen. Bei manchen Unternehmen wie Car2Go kann man die Autos auch an einem beliebigen Punkt innerhalb eines definierten Gebiets ausleihen und abstellen. Die meisten Anbieter haben nicht nur Kleinwagen, sondern auch Kombis und Lieferwagen, manchmal sogar Cabrios im Programm.
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Wie viel kostet das Auto-Teilen?
Die Tarifstrukturen der Carsharing-Anbieter sind unterschiedlich und daher schwer vergleichbar. Bei den meisten fällt eine Aufnahmegebühr an. Bei Cambio muss man zum Beispiel 30 Euro bezahlen. Einige Unternehmen verlangen eine Kaution bei Eintritt oder erheben eine monatliche Grundgebühr. Die beträgt beim Beispiel Cambio mindestens drei Euro. Für das Ausleihen eines Autos fallen Zeit- und Entfernungspauschalen an, meist eine Gebühr pro Stunde, Tag oder Woche sowie ein Beitrag pro gefahrenem Kilometer. Bei einigen Anbietern sind Wochenenden günstiger, bei anderen besonders teuer. Manche Anbieter unterscheiden auch je nach Tageszeit. Genau Tarifinformation finden Sie auf den Internetseiten der Unternehmen. Eine Übersicht bietet der Bundesverband Carsharing. Die Angebote der Autohersteller Daimler (Car2Go), BMW (Drivenow) und VW (Quicar) sind nicht enthalten, weil die Firmen nicht Mitglied der Organisation sind.
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Wie komme ich an mein Auto?
Das Auto buchen Carsharing-Nutzer per Internet, Telefon oder Smartphone - meist funktioniert das 24 Stunden am Tag. Die Autos lassen sich dann etwa mit einer Chipkarte öffnen, manchmal sind die Autoschlüssel auch in einem Tresor an der Mietstation deponiert. Abgerechnet wird oft minutengenau.
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Was ist mit Tanken, Pannen, Autoreparaturen und Versicherungen?
All das muss der Carsharing-Nutzer im Allgemeinen nicht beachten. Sind Inspektionen oder TÜV fällig, kümmert sich der Carsharing-Anbieter darum. Das gleiche gilt für den Kraftstoff. Sollte der Tank aber doch einmal leer sein, ist das über eine Tankkarte bargeldlos möglich. Bei einer Panne mit einem ausgeliehenen Auto ist das Vorgehen bei den einzelnen Anbietern unterschiedlich, die Wagen sind aber meist teil- oder vollkaskoversichert.
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Worauf sollte ich bei Carsharing achten?
Um wirklich mobil zu sein, sollte die Buchungszentrale rund um die Uhr zu erreichen sein. Wichtig ist zudem die Zahl der Standorte. Wer ein Auto ausleiht, sollte es auf Schäden untersuchen - diese sollten ins Bordbuch eingetragen sein. Prüfen sollten Interessenten den Service des Anbieters bei einer Panne. Wer sich mit Freunden oder Bekannten ein Auto teilen möchte, kann sich Musterverträge unter anderem beim Verkehrsclub Deutschland, dem ADAC und der Deutschen Energie-Agentur besorgen.
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