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Kauf eines Lastenrads, Teil 4 : Schwierige Kiste

Kinder, Kinder - das richtige Lastenrad zu finden ist nicht leicht. Im letzten Teil der Serie finden Sie die interessantesten Modelle auf dem Markt.

Bei der Suche nach dem richtigen Lastenrad gibt es nichts, was es nicht gibt: Ein Modell aus Berlin sieht aus wie ein rollender Strandkorb und trägt den Namen Michel. Das sportliche trioBike bietet Kindern einen Designersitz aus einer dänischen Möbelfabrik, die sonst Klassiker von Arne Jacobsen produziert. Rennradgefühl gefällig? Das Bullitt überzeugt besonders Stadtkuriere durch seine sportliche Fahrweise.

Mittlerweile ist der Markt für die praktischen Cargo-Bikes riesig. Statt nur praktische Lösungen anzubieten, spielt Design eine immer entscheidendere Rolle.

In den drei vorhergegangenen Teilen der Serie "Kauf eines Lastenrads" habe ich für mich eine der Grundsatzfragen bei der Anschaffung eines solchen Pedal-Familienvans geklärt, nämlich die, ob es ein dreirädriges oder ein zweirädriges Lastenrad sein soll: Mir kommt nur ein Zweirad ins Fahrradhäuschen. Welches es genau werden soll, steht noch nicht fest. Sie wollen sich einen groben Überblick verschaffen? Hier sind unsere Favoriten. Viel Spaß beim Stöbern!

Mit freundlicher Verneigung: Mit dem Mk1-E von Butchers & Bicycles kann sich der Fahrer dank der aufwendigen Lenkung und Neigetechnik richtig in die Kurve legen.

Bike mit Beifahrern: Zwei Kinder finden in der Box des Mk1 von Butchers & Bicycles Platz. Wer sein Baby mitnehmen möchte, kann eine Isofix-Befestigung wie im Auto nutzen.

Radeln im Regen: Das Verdeck mit aufrollbaren Fenstern vorn und hinten kostet für das Butchers & Bicycles Mk1-E 350 Euro extra.

Luxus auf der ganzen Linie: Das Mk1-E von Butchers & Bicycles besitzt eine Ablage für Handys und einen Getränkehalter.

Ein holländischer Klassiker: Das CargoBike lang von Bakfiets kostet mit einer Shimano Dreigangschaltung mindestens 1609 Euro. Wer den Kindertransporter mit einem E-Antrieb aufrüsten möchte, muss mindestens 1339 Euro zusätzlich zahlen.

Leichtbau fürs Lastenrad: Statt eines Stahlrahmens verfügt das Bakfiets Airo über eine leichtere Konstruktion aus Aluminium.

Lastenrad mit Lebenserfahrung: Das Babboe-Lastenrad wurde von Eltern für Eltern entwickelt. Die Transportbox ist mit 70 Zentimetern nicht breiter als das Lenkrad. Damit eignet sich das Lastenrad prima für die Stadt.

Das Rad für die Großfamilie: Das Nihola 4.0 kann bis zu 120 Kilo transportieren - den Fahrer nicht mitgerechnet. Es bietet vier Kindern bis zu einem Alter von sieben bis acht Jahren Platz.

Kiste mit Crashsicherheit: Die Transportbox des Nihola 4.0 ist aus einer Doppelrohrrahmenkonstruktion. Bei einem Unfall soll die Stoßstange des Autos immer auf eine der Verstärkungen treffen und so die Insassen schützen.

Der Bestseller von Nihola aus Dänemark: Das Bike mit dem Namen Family wiegt 32 Kilo und gehört damit zu den leichtesten dreirädrigen Fahrrädern. Die Lenkung ist vergleichbar mit der eines Autos, die Vorderräder werden unabhängig vom Rahmen bewegt.

Auch Berlin hat sein(en) Michel: Das Lastenrad wird in Handarbeit gefertigt. Die kleine Manufaktur steht am Rande der Hauptstadt. Das Michelmobil 2.4 ist mit 1,95 Meter für ein Lastenrad recht kurz, es wiegt 39 Kilo und ist mit einer Shimano Nexus Sieben-Gang-Nabenschaltung ausgestattet.

Wintergarten in Fahrt: Die Wetterabdeckung wird aus reißfestem gewebtem Nylon gefertigt und ist in drei Farben erhältlich. Das Besondere am Michelmobil sind die hohen Rückenlehnen für die Kinder, die auch den Kopf schützen.

Kinderwagen mit Kettenantrieb: Das Bakfiets Smart von De Fietsfabriek kann bis zu vier Kinder transportieren. Es ist mit einer Shimano Nabenschaltung mit sieben Gängen ausgerüstet. Es kostet etwa 2200 Euro.

Schmal und lang: 2,43 Meter ist das Original Long von De Fietsfabriek lang. Es bietet einen niedrigen Einstieg und kann mit einer Kunstlederbank oder Brooks-Sattel aus England optisch aufgerüstet werden. Der Preis startet bei etwa 1800 Euro.

Weltverbesserer aus Amsterdam: Die Firma Urban Arrow hat sich zum Ziel gesetzt, mit elektrischen Lastenrädern Motorroller und Autos zu ersetzen. Das Modell Family hat einen leichten Aluminiumrahmen, die Box besteht aus Partikelschaumstoff.

Die Verwandlung: Das Lastenrad von Urban Arrow lässt sich auch zum Modell Cargo umbauen. Statt der Wanne für die Kinder kommt dann eine Transportbox auf dem Rad zum Einsatz.

Tiefer Schwerpunkt: Die Kinder sitzen im Family von Urban Arrow niedriger als in anderen Lastenrädern. Das soll die Fahrstabilität steigern. Sowohl ein Kindersitz als auch eine Babyschale können in der Wanne befestigt werden.

Sehen und gesehen werden: An der Transportbox des Urban Arrow Family sind vorn zwei Reflektoren angebracht.

Bewegung, Kinder: Das Cargo S ist die Sportversion des Lastenrads von trioBike. Es kostet mindestens 2750 Euro, besitzt dafür aber auch einen leichten Rahmen aus Aluminium und Scheibenbremsen. Gegen Aufpreis kann auch eine Box für den Kindertransport montiert werden.

Dänischer Klassiker: Der Sitz fürs trioBike wird in der gleichen dänischen Möbelfabrik gefertigt, die auch Designklassiker wie den "Schwan" von Arne Jacobsen fertigt. Kein Wunder, dass der Sitz fürs Lastenrad stolze 350 Euro kostet, Seitenpolster gibt es für 75 Euro extra.

Schneller Renner: Das Bullitt gehört zu den sportlichen Lastenrädern und ist für ungeübte Fahrer etwas gewöhnungsbedürftig. Es wiegt nur 24 Kilo, für ein Lastenrad ist es damit extrem leicht. Auch für das Bullitt gibt es verschiedene Aufsätze darunter auch eine Box für den Kindertransport.

Wer jetzt noch einmal nachlesen möchte, wie sich ein dreirädriges Lastenrad im Vergleich zu einem zweirädrigen Lastenrad fährt, klickt die Folgen zwei und drei an.


mhu

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insgesamt 87 Beiträge
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1. Spannender Beitrag zum Thema Lastenrad
adelbertvondiggehose 08.12.2015
Hier ist es wirklich angebracht die Möglichkeit zur Diskussion zu bieten. Denn das interessiert sicher unzählige Menschen und betrifft praktisch jeden. Ganz im Gegensatz zu Belanglosigkeiten wie der Flüchtlingsproblematik oder dem NSU Prozess. Dafür sollte man kein Kilobyte im Forum verschwenden. Sehr gut.
2. wird wohl wieder nicht veröffentlicht
johannesbueckler 08.12.2015
Aber das perfekte Trike kommt von Harley, hat 1600 ccm und kann zu Halloween auch mal hinten ein Skelett transportieren. Platz gibt es in der Garage auch noch genug. Oder man baut a bisserl an.
3. @adelbertvondiggehose
h.pylori 08.12.2015
Stimmt: Das Thema "Lastenräder" betrifft nur wenige Menschen. Aber viele Menschen sind von Foristen mit wertvollen "habt-ihr-nichts-wichtigeres-zu-tun"-Kommentaren schwer betroffen.
4. Spannender Beitrag zum Thema Lastenrad
dwg 08.12.2015
Zitat von adelbertvondiggehoseHier ist es wirklich angebracht die Möglichkeit zur Diskussion zu bieten. Denn das interessiert sicher unzählige Menschen und betrifft praktisch jeden. Ganz im Gegensatz zu Belanglosigkeiten wie der Flüchtlingsproblematik oder dem NSU Prozess. Dafür sollte man kein Kilobyte im Forum verschwenden. Sehr gut.
Sehr richtig. Der Exkurs läßt sich sicherlich noch auf so etwa zehn Folgen ausweiten. Dieses Thema verdient sicherlich die angemessene Betrachtung. Danach kann man ja mit Wiederholungen beginnen.
5. ich
laxness 08.12.2015
Zitat von johannesbuecklerAber das perfekte Trike kommt von Harley, hat 1600 ccm und kann zu Halloween auch mal hinten ein Skelett transportieren. Platz gibt es in der Garage auch noch genug. Oder man baut a bisserl an.
favorisiere die Lowrider :-))
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