Mercedes SLS AMG Mit 250 Sachen auf der Nordschleife

Es ist ein heißer Sommerabend, als SPIEGEL-ONLINE-Redakteur Roman Büttner sich einen langgehegten Traum erfüllen kann. Mit einem 571 PS starken Mercedes SLS braust er über den Nürburgring - und manövriert sich und den Flitzer in einen motorsportlichen Grenzbereich.

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Eine Runde auf der Nordschleife des Nürburgrings - das war mein Traum, seit ich mich mit Autos beschäftige. Im Sommer war es so weit, bei einer Vergleichsfahrt im Mercedes SLS AMG - und zwar in einer Vorabversion des Konsolen-Spiels "Gran Turismo 5" und auf der echten Rennstrecke.

Nach dem virtuellen Rennen im Mercedes-Museum in Stuttgart ging es auf die legendäre Strecke in der Eifel. Dort angekommen, sollte es noch vier Stunden dauern, bis ich endlich Gas geben durfte. Die Warterei an einem der heißesten Tage des Jahres war nahezu unerträglich, und nach Hamburg mussten wir auch noch zurück. Gegen 19.30 Uhr dann faltete ich mich etwas ungelenk und mit weichen Knie in den engen Innenraum des 571 PS starken Flügeltürers, drückte den Startknopf - und ab ging es auf die rund 21 Kilometer lange Strecke.

Während des heißen Ritts sollte ich die Fahrt für ein Video kommentieren. Ein schwieriges Unterfangen, denn der Kurs mit 73 Kurven verlangt höchste Konzentration - zumindest, wenn man einigermaßen flott unterwegs sein will.

Besonders die Kuppen und Senken sorgten für Nervenkitzel. Wenn ich in einer solchen Situation lenken musste, spürte ich, wie das Auto in den Grenzbereich fuhr. Nach einem Hügel etwa wurde der SLS auf der Hinterachse etwas instabiler, das Heck drohte auszubrechen und mein ohnehin schon nicht niedriger Puls legte einen Zahn zu. Ohne das Anti-Schlupf-System hätte es den Wagen wahrscheinlich einige Male zerlegt. Beeindruckend war auch die Döttinger Höhe, eine über einen Kilometer lange Gerade, auf der ich eine Geschwindigkeit von knapp 250 km/h erreichte.

Nach zwei Runden war leider Schluss - zurück nach Hamburg ging es dann leider nicht im Mercedes SLS AMG, sondern in einer E-Klasse des Stuttgarter Haustuners. Das ist ohne Zweifel auch ein äußerst spritziges Auto, allerdings mit einigen technischen Macken, so dass wir die Heimfahrt mehrfach unterbrechen mussten. Nachdem der Pannendienst den Bordcomputer erneut gestartet hatte, konnten wir unsere Reise fortsetzen - und erreichten Hamburg gegen 5 Uhr morgens.

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