Ratgeber Auto: Rauchzeichen aus dem Auspuff richtig deuten

Im Idealfall sollte man die Abgase aus dem Auspuff gar nicht wahrnehmen - doch manchmal sind sie nicht zu übersehen. Weißer, schwarzer oder blauer Rauch bedeuten nicht automatisch, dass Motor oder Auspuff eines Wagens defekt sind. Allerdings können Mängel der Grund für den Qualm sein.

Motoren: Rauchzeichen richtig deuten Fotos
DPA

Hannover - Wer kennt das nicht: Vor einem gibt ein Autofahrer Gas und nebelt seine Hintermänner kräftig mit schwarzem Rauch ein. Meist vermutet man dann einen sich ankündigenden Motorschaden. Doch nicht immer steht in so einem Fall die Maschine kurz vor dem Garaus. Die Farbe der Abgase hängt von den darin enthaltenen Bestandteilen und der Betriebstemperatur des Aggregats ab, erläutert der TÜV Nord. Bei normaler Verbrennung sollten sie weitgehend durchsichtig sein.

Besonders im Winter sieht man häufig weißen Rauch aus dem Auspuff aufsteigen. Diese Schwaden entstehen durch Wasserdampf, der vor allem bei kalten Motoren in den Abgasen enthalten ist. Übel ist weißer Dampf bei einem warmen Motor. Das könnte an einer kaputten Zylinderkopfdichtung liegen, und eine Werkstatt sollte umgehend aufgesucht werden.

Der bereits erwähnte Schwarzrauch wird vor allem durch Rußpartikel verursacht, die sich bei langsamer Fahrt oder im Standgasbetrieb im Auspuff sammeln. Geht die Reise mit höheren Motordrehzahlen weiter, werden die kleinen Teilchen herausgeblasen und bilden eine schwarze Wolke. Häufig treten die dunklen Wolken bei Autos mit Dieselmotor auf. Rußt ein Selbstzünder sehr stark, kann das unter anderem bedeuten, dass der Motor nicht genügend Sauerstoff für eine saubere Verbrennung bekommt. Das kann zum Beispiel an einem verschmutzten Luftfilter liegen. Das ist zwar ärgerlich, lässt sich aber in jeder Werkstatt schnell beheben. Besonders bei älteren Autos kann man den Luftfilter auch selbst austauschen.

Steigt aus dem Auspuff blauer Qualm auf, liegt das meist an unverbranntem Kraftstoff oder Motoröl in den Abgasen. Das kann viele Ursachen haben - von hohem Kraftstoffanteil im Abgas beim Kaltstart, was harmlos ist, über Undichtigkeiten im Ölkreislauf bis hin zu schlechter Spritzerstäubung durch Materialverschleiß. Sollte es auch nach längerer Fahrt noch farbig rauchen, empfiehlt sich auf jeden Fall ein Werkstattbesuch, um größeren Problemen vorzubeugen.

rom/dpa

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