Alte Rennautos auf Skateboards Jetzt brettern sie wieder

Legendäre Rennwagen aus den sechziger und siebziger Jahren feiern ein Comeback abseits der Piste: Boliden von Porsche, Mercedes oder BMW zieren nun Skateboards. Mit Erfolg - die ungewöhnlichen Bretter sind begehrte Sammlerobjekte.

Robotron Skateboards

Mit dieser Rückkehr hat wohl niemand gerechnet, aber die "Rote Sau" fetzt tatsächlich wieder über die Straße. Zuletzt hatte der Mercedes-Benz 300 SEL AMG mit dem liebevollen Spitznamen im Jahr 1971 für Furore gesorgt, beim 24-Stunden-Rennen von Spa. Statt auf vier Rädern erlebt er seine Wiedergeburt jetzt allerdings auf vier Rollen - als Designprint eines Skateboards.

Nicht nur der legendäre Mercedes ziert die Unterseite von Rollbrettern: Unter anderem verschönern auch der Porsche 904, der BMW CSL oder der Alfa Romeo GTA 1300 Junior die Decks. Zu sehen sind dabei nicht Bilder der Originalautos, sondern Fotos von Miniaturmodellen, denn das Comeback der Renner ist das Ergebnis einer ungewöhnlichen Kooperation.

Es begann damit, dass Martin Dockenfuß zufällig in einem Bildband über Rennwagen der sechziger und siebziger Jahre blätterte. "Ich bin eigentlich immer auf der Suche nach neuen Designprints für unsere Bretter", sagt der Geschäftsführer der Kölner Firma Robotron Skateboards. Mit den alten Autos war er fündig geworden: "Die klassischen Modelle haben Stil, außerdem sind sie bunt mit Werbung bedruckt - da gibt es auf dem Board viel zu entdecken."

Um an Fotos von Rennwagen verschiedener Hersteller zu kommen, ohne dabei jeden Autobauer einzeln abzuklappern zu müssen und um die Rechte zu feilschen, rief er bei Minichamps an. Der Hersteller von Modellautos sitzt in Aachen und verfügt über ein großes Archiv mit Bildern seiner Produkte - darunter auch die Boliden von früher.

Genau das richtige Spielzeug

Wie sich herausstellte, war Dockenfuß an der richtigen Adresse. "Bei Minichamps waren sie sofort an einer Zusammenarbeit interessiert", sagt er. Der Skateboard-Unternehmer schickte die gewünschten Modelle an die Miniautobauer und erhielt die jeweiligen Printvorlagen zurück. So kamen die "Rote Sau" und die anderen Wagen schließlich unters Board. Innerhalb von zwei Jahren entstanden zwei Serien mit insgesamt fast einem Dutzend Decks.

Die Kooperation lässt sich als Erfolg bezeichnen - laut Dockenfuß sind die Bretter mit den Boliden mittlerweile ausverkauft. Offenbar fanden die Decks, deren Stückpreis um die 50 Euro liegt, auch außerhalb der Skater-Szene viele Anhänger. "Auffällig häufig wurde gleich die komplette Serie bestellt", sagt Dockenfuß, "solche Kunden hängen die Bretter dann unserer Erfahrung nach lieber auf, als damit zu fahren." Der Besitzer eines Skate-Shops schenkte die Rennwagen auf Holz zum Beispiel seinem Vater zum Geburtstag und machte dem Autofan damit eine Freude.

Hängt der gute Absatz vielleicht auch damit zusammen, dass Skateboards und Modellautos im Grunde die perfekte Symbiose sind, um ein und dasselbe Bedürfnis zu befriedigen - nämlich den Spieltrieb großer Jungs? "Da ist was dran", meint Dockenfuß, "Minichamps und unser Unternehmen haben ja eine große Gemeinsamkeit: Wahrscheinlich sind über 90 Prozent unserer Kundschaft männlich."

cst

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insgesamt 8 Beiträge
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Seite 1
sci666 22.03.2013
1. nett
viele fotos sehen echt nett aus bei manchen sieht man deutlich die "modellautos" auch das scheiwerferleuchten wirkt sehr photoshoppig ... hier muss noch dran gearbeitet werden.
hr_schmeiss 22.03.2013
2. ...mal ne dumme Frage...
Zitat von sysopRobotron SkateboardsLegendäre Rennwagen aus den sechziger und siebziger Jahren feiern ein Comeback abseits der Piste: Boliden von Porsche, Mercedes oder BMW zieren nun Skateboards. Mit Erfolg - die ungewöhnlichen Bretter sind begehrte Sammlerobjekten. http://www.spiegel.de/auto/fahrkultur/skateboards-mit-legendaeren-rennautos-von-robotron-und-minichamps-a-890284.html
Ein Bild von einem Auto. Was ist das? Ist es ein Auto, oder ist es ein Bild von einem Auto? Aber wer weiss, vielleicht hat das Skateboard ja nen V8...
janmascis 22.03.2013
3. warum?
robotron schaffen es also in den spiegel, weil sie jetzt boards mit alten autos drauf verkaufen. über mark gonzales oder ed tempelton, die beide immer noch mehr oder weniger professionell skaten und erfolgreiche skateboardfirmen leiten und auf der ganzen welt ausstellungen mit ihrer kunst bzw ihren fotos haben(ed tempelton stellt aktuell in antwerpen aus), hab ich noch nie was im spiegel gelesen. robotron ist eine der interessanteren firmen aus deutschland, aber das ausgerechnet sowas fürn spiegel artikel reicht finde ich sehr seltsam. zumal die serie zwar nett anzuschauen, aber doch eben nich wirklich originell ist. chocolate bringt ständig serien raus mit alten autos, fahrrädern oder ähnlichem, diese serien sind auch beliebte sammlerobjekte, die designs sind aber von hand gezeichnet. also wenn ihr vom spiegel da mal in die tiefe gehen würdet, würde so ein artikel ja sinn machen, aber so weiss ich selbst als skateboarder nicht mal, wieso mich das interessieren soll...
axl 22.03.2013
4. Nachricht oder Werbung?
Die Angabe des Stückpreis der Boards, Verlinkungen auf die Händler-Seiten und PR-Zitate à la "Bei Minichamps waren sie sofort an einer Zusammenarbeit interessiert": Was hat solch ein Artikel auf einer seriösen Nachrichtenseite verloren? Und wo ist der Nachrichtenwert?
dr. kaos 22.03.2013
5. Bild 3 stimmt nicht ganz
Es gab nie einen 6,8 Liter von Mercedes, auch nicht von AMG zu der Zeit. Gemeint ist sicherlich der 6,3 Liter V8 aus dem 300 SEL 6.3 wie abgebildet, oder _vielleicht_ auch die Nachfolgermaschine mit 6,9 Liter. Die gabs aber erst im Folgemodell der S-Klasse ab 1972.
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