Kuriose Verkehrsrecht-Urteile: Autofahrer haftet nicht für Hühnertod

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Gehört ein Brauereipferd in die Kneipe? Welches Schritttempo gilt eigentlich für Fahrradfahrer? Und was hat ein Massentod im Hühnerstall mit einer zugeschlagenen Autotür zu tun? Kuriose Fälle wie diese sind an deutschen Verkehrsgerichten verhandelt worden - und belegen oft: Frechheit siegt.

Fall fürs Verkehrsgericht: Nervösen Hühnern brachte eine zufallende Autotür den Tod Zur Großansicht
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Fall fürs Verkehrsgericht: Nervösen Hühnern brachte eine zufallende Autotür den Tod

Sind Sie auch der Ansicht, dass Pferde nicht in eine Kneipe gehören? Der Kölner Amtsrichter Eugen Menken war da anderer Meinung. 1984 hatte er über einen skurrilen Fall zu entscheiden: Ein Brauereipferd hatte mit seinem Huf eine Beule in ein parkendes Auto getreten. Der Fahrzeughalter wollte den Schaden natürlich ersetzt bekommen, doch die Brauerei lehnte dies ab. Also landete die Angelegenheit vor Gericht.

Menken sprach dem Besitzer des verbeulten Autos schließlich Recht zu, mit folgender Begründung: Der Kutscher habe seine Aufsichtspflicht verletzt, als er in eine Kneipe ging um sich aufzuwärmen. "Es hätte genügt, die Pferde mit an die Theke zu nehmen, wo sie sich als echte Kölsche Brauereipferde sicher wohler gefühlt hätten als draußen im Regen", so das Urteil des Richters.

Es gibt noch mehr bizarre Fälle im Verkehrsrecht. Wir haben die kuriosesten Beispiele zusammengestellt:

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insgesamt 45 Beiträge
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1. In einem Rechtsstaat...
fritzlothar 06.01.2013
..ist es gut und richtig, jemanden vollständig zu überführen oder auf frischer Tat zu ertappen, bevor man ihn verurteilt. Aber manchmal -wie hier- ist ein Richter so weltfremd und völlig absurd, daß es mit dem realen Leben nichts mehr zu tun hat. So etwas ist skandalös aber leider nicht selten...
2. Die Schrittgeschwindigkeit
jetzt:hördochauf 06.01.2013
mit der Fahrradbegründung ist echt top - entweder war der Richter Radrennfahrer oder hat noch nie auf so einem Esel gesessen...
3. Fahrrad
Ipolit05 06.01.2013
... eines Sturzes. Danke
4. Paragraphenreiterei der schlimmsten Sorte
wwwwalter 06.01.2013
Recht und Gerechtigkeit sind in der Justiz leider immer wieder mal nicht deckungsgleich, das lässt sich nicht nur im Verkehrsrecht nachweisen. So etwas passiert immer dann, wenn sich der Richter zu 100 % auf das geschriebene Gesetz verlassen, und den gesunden Menschenverstand komplett abschalten muss. Richter, die so etwas entscheiden (müssen) sind arme Tröpfe. Ich könnte nicht mehr ruhig schlafen und hätte das Gefühl, meinen Beruf verfehlt zu haben. Das ist so ähnlich wie im Fussballstadion, wenn der Schiri eine krasse Fehlentscheidung trifft, diese aber unverrückbar bleibt, obwohl sich ein Großteil der Zuschauer vom Gegenteil überzeugen konnte, und auch jeder Fersehzuschauer den Fehler bemerkt hat.
5. nochmal Schrittgeschwindigkeit
dishmaster 06.01.2013
Wirklich eine tolle Begründung! Ich denke, es wäre auch durchaus für Fahrradfahrer zumutbar, in einer solchen Zone sein Fahrrad zu schieben, falls er das Höchsttempo, das wohl eher bei 5 km/h liegen dürfte, nicht unfallfrei bewältigen kann. Schneller käme er auf den Rad eh nicht voran, falls es sich an die Geschwindigkeitsbeschränkung hielte.
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