Weltreise im VW Bulli Der Glo-Bus

In diesem Jahr wird der VW Bulli 70. Warum hat der Bus den Status eines Freiheitssymbols? Dieter Kreutzkamp weiß die Antwort: Die Geschichte einer Weltreise mit 34 PS.

Dieter Kreutzkamp

Ein Interview von


In einem zweistündigen Interview mit Dieter Kreutzkamp erhält man viele ausführliche Antworten. Aber man bleibt mit einer Frage zurück: Was mache ich noch hier?

Kreutzkamp, 71, tourt seit rund 40 Jahren fast ununterbrochen um den Globus. Er hat seine persönliche Formel zum Glücklichsein gefunden. "Man braucht die richtige Partnerin und den richtigen Bus." Beides hatte er mit Mitte Zwanzig gefunden: seine Frau Juliana und einen VW T1.

Der Bulli von Volkswagen feiert dieses Jahr 70-jähriges Jubiläum. Die Liebesgeschichte der Kreutzkamps erklärt, warum der Kleinbus zum Mythos wurde.

SPIEGEL ONLINE: Herr Kreutzkamp, Sie sind quer durch die Welt gereist. Wie kam es dazu?

Dieter Kreutzkamp: Meine Eltern haben jedes Jahr in Berchtesgaden Urlaub gemacht. Ist ja auch schön - aber ich wollte die Welt erobern. Eine Schlüsselfigur war für mich der Reiseschriftsteller Heinz Helfgen, der Anfang der Fünfzigerjahre mit dem Fahrrad um die Welt fuhr und darüber ein Buch schrieb. Nachdem ich das gelesen hatte, sagte ich zu meiner Mutti: "Das will ich auch machen."

SPIEGEL ONLINE: Und Mutti?

Kreutzkamp: Die dachte, das verwächst sich.

SPIEGEL ONLINE: Irrte sie sich?

Kreutzkamp: Ich habe zwar meinen Eltern zuliebe einen ganz klassischen Berufsweg eingeschlagen und bin Beamter geworden. Aber in mir steckte eine Aufbruchstimmung. Ich bin dann losgereist, so wie Helfgen. Nur etwas zeitgemäßer: nicht mit dem Rad, sondern mit einem VW Bulli T1.

SPIEGEL ONLINE: Erinnern Sie sich, wo Sie den Bus gekauft haben?

Kreutzkamp: Bei einem VW-Händler in der Nähe von Hannover. Der Wagen war damals schon zehn Jahre alt, aber er hatte eine Westfalia-Einrichtung mit 80-Liter-Wassertank und Einbauschränken. Der Bus war günstig und zuverlässig - also genau das richtige Instrument, um meine Träume zu verwirklichen.

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Weltreise im VW-Bus: "Als der Bulli weg war, fühlten wir uns ohne Zuhause"

SPIEGEL ONLINE: Wohin hat Sie Ihre erste große Reise geführt?

Kreutzkamp: Meine Frau und ich haben zwei Testfahrten gemacht, ans Nordkap und in die Nord-Sahara. 1972 sind wir nach Indien aufgebrochen, auf dem sogenannten Hippie-Trail, also über Afghanistan und Nepal. Der Name Hippie-Trail wurde erst später erfunden, damals nannte die Route niemand so. Aber da waren halt jede Menge Haschisch-Freaks unterwegs.

SPIEGEL ONLINE: Wie haben Ihre Eltern reagiert, als Sie Ihnen von den Plänen erzählten?

Kreutzkamp: Mutter war verständnisvoll, aber traurig. Vater war zornig.

SPIEGEL ONLINE: Und Ihre Frau?

Kreutzkamp: Die hatte diesen Reisetrieb nicht so in sich wie ich.

SPIEGEL ONLINE: Sie mussten sie also überreden.

Kreutzkamp: Nein, sie hat meine verrückten Ideen einfach unterstützt. Sie blieb immer an meiner Seite, und wo ich später mal geschwächelt habe, glich sie das durch ihre Kraft und Bodenständigkeit aus. Sie sagt immer, ich sei das Gaspedal und sie die Bremse. Und wie bei einem Fahrzeug braucht es beides, damit große Pläne funktionieren.

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Bildband über den VW Bus: Ein Freund auf Rädern

SPIEGEL ONLINE: Heute findet man im Internet seitenweise Reisetipps. Wie kam man Anfang der Siebziger ohne Wegbeschreibungen nach Indien?

Kreutzkamp: In Globetrotter-Zirkeln gab es für drei Mark Fotokopien der Routen. Zugegeben: Heute nutze ich auch Google-Earth auf meinem Smartphone. Aber damals waren mehr die eigene Kreativität und der Mut gefordert, um voranzukommen.

SPIEGEL ONLINE: Wie viele Kilometer legten Sie auf Ihrer ersten großen Reise zurück?

Kreutzkamp: Etwa 33.000.

SPIEGEL ONLINE: Wie steckte der Bulli diese lange Strecke weg?

Kreutzkamp: Auf dem Hinweg hat er überhaupt keine Zicken gemacht. Nach rund 25.000 Kilometern zerfetzte dann die Keilriemenscheibe. Blöderweise mitten in einer hügeligen Landschaft in Anatolien.

SPIEGEL ONLINE: Wie haben Sie sich dort geholfen?

Kreutzkamp: Die Buckel hoch haben wir den Bus geschoben. Oben sprangen wir rein und ließen ihn rollen.

SPIEGEL ONLINE: Klingt anstrengend.

Kreutzkamp: Der Bulli war ja nicht so schwer. Nach 15 Kilometern erreichten wir dann eine Tankstelle mit Werkstatt. Insgesamt war der Test durch die Indien-Reise bestanden.

SPIEGEL ONLINE: Wie meinen Sie das?

Kreutzkamp: Durch den Trip wollten meine Frau und ich herausfinden, ob wir lange Reisen zusammen meistern - und ob unser Bus da mitmacht. Was soll ich sagen, es lief alles gut. Also stürzten wir uns 1975 ins nächste große Abenteuer.

SPIEGEL ONLINE: Und zwar?

Kreutzkamp: Eine Weltreise mit dem Bulli. Geplant waren drei Jahre, daraus wurden aber acht.

Zur Person
    Dieter Kreutzkamp, Jahrgang 1946, tourt mit seiner Frau Juliana seit mehr als 40 Jahren um die Welt. Über die Reisen hat er mehrere Bücher veröffentlicht. Unter anderem "Weltreise - 4300 Tage unterwegs auf fünf Kontinenten".

SPIEGEL ONLINE: Der Reihe nach: Wie haben Sie das finanziert?

Kreutzkamp: Meine Frau war Kindergartenleiterin, und ich arbeitete auf einem Regierungsamt. Wir hatten vor der Reise eisern gespart und kündigten dann beide unsere Jobs.

SPIEGEL ONLINE: Und warum wurden aus drei Jahren acht?

Kreutzkamp: Weil uns das Ersparte glücklicherweise länger als geplant reichte. Wir wohnten die meiste Zeit entweder in unserem Bus oder unter freiem Himmel.

SPIEGEL ONLINE: Wohin führte Sie die Reise?

Kreutzkamp: Wir wollten mit dem Bus von Deutschland bis nach Südafrika, von dort mit dem Schiff nach Australien und dann weiter nach Nordamerika, bis nach Alaska.

SPIEGEL ONLINE: Ging Ihr Reiseplan auf?

Kreutzkamp: Natürlich nicht. Schon an der Grenze zu Algerien standen wir vor dem ersten Problem: Man ließ uns nicht rein. Wir beschlossen, einen Umweg durch die West-Sahara zu nehmen. Ein Wahnsinnsunterfangen. Der Bulli hatte nur 34 PS und war vollbeladen. Wir haben es trotzdem gewagt - und hätten den Bus beinahe verloren.

SPIEGEL ONLINE: Warum?

Kreutzkamp: In Mauretanien hatten wir mit starken Sandverwehungen zu kämpfen. Als wir über Eisenbahnschienen fuhren, wühlte sich der Wagen fest. Meine Frau schaute aus dem Seitenfenster in die Weite und rief plötzlich: "Der Zug kommt!"

SPIEGEL ONLINE: Klingt dramatisch.

Kreutzkamp: Der Anlasser hatte eine Macke! Ich kroch also unters Auto und versuchte, ihn kurzzuschließen. Im letzten Moment hat es geklappt, und wir sind von den Schienen gekommen. Kurz darauf donnerte ein langer Gütertransport hinter uns vorbei.

SPIEGEL ONLINE: War das die abenteuerlichste Aktion, die Sie mit dem Bus erlebt haben?

Kreutzkamp: Nein, das war erst der Auftakt. Im damaligen Zaire kriegten wir erneut keine Erlaubnis weiterzureisen - es herrschte Regenzeit, da waren die Straßen völlig verschlammt. Wir fuhren einfach ohne Erlaubnis weiter, in einer kleinen Kolonne, zu der auch andere Deutsche mit zwei Unimogs und einem Hanomag-Henschel gehörten. Wir besorgten uns so viel Sprit wie möglich, denn wir wussten: Die nächsten 2000 Kilometer kommt wahrscheinlich keine Tankstelle. Der ganze Methusalem war voll mit Benzinkanistern.

SPIEGEL ONLINE: Methusalem?

Kreutzkamp: So nannten wir unseren Bulli - weil er schon so alt war.

SPIEGEL ONLINE: Wie gut kamen Sie im Schlamm vorwärts?

Kreutzkamp: Wir brauchten zehn Stunden für 30 Kilometer.

SPIEGEL ONLINE: Mussten Sie ständig anhalten?

Kreutzkamp: Nein. Schauen Sie, der Unterboden des Bulli war verschlossen, der glich dem Panzer einer Schildkröte. Wir zogen Schneeketten auf, damit die Reifen Halt hatten, und rutschen sozusagen auf dem Fahrzeugboden über den Schlamm.

SPIEGEL ONLINE: Auf Schneeketten durch Zentralafrika.

Kreutzkamp: Wir kamen durch.

Schlammschlacht in Zentralafrika: Mit einem Stock wird der Bulli vor dem Umfallen gesichert
Dieter Kreutzkamp

Schlammschlacht in Zentralafrika: Mit einem Stock wird der Bulli vor dem Umfallen gesichert

SPIEGEL ONLINE: Wie ging die Reise weiter?

Kreutzkamp: Wir gelangten nach Kapstadt, von dort wollten wir mit dem Schiff nach Australien. Aber ich überlegte es mir anders: Die Faszination Afrikas hatte mich gepackt. Ich wollte noch mal durch den Kontinent und dann über Indien nach Südostasien weiterfahren.

SPIEGEL ONLINE: Was sagte Ihre Frau dazu?

Kreutzkamp: 'Mach mal.'

SPIEGEL ONLINE: Wie groß war der Umweg dann?

Kreutzkamp: Etwa 80.000 Kilometer. Aber das war kein Problem, weil wir uns frei von Zeitzwängen gemacht hatten. Reisen bedeutete für uns leben.

SPIEGEL ONLINE: Und der Bulli?

Kreutzkamp: Insgesamt mussten wir den Motor dreimal auseinandernehmen, zum Beispiel, um neue Kolben einzusetzen.

SPIEGEL ONLINE: Sind Sie ein Schrauber?

Kreutzkamp: Nein, überhaupt nicht.

SPIEGEL ONLINE: Wie haben Sie das dann geschafft?

Kreutzkamp: Ich hatte Werkzeug, ein VW-Handbuch und die richtige Frau an meiner Seite. Sie hat jede Schraube des Motors mit einer Nummer gekennzeichnet und sich notiert, wo sie später wieder hin sollte.

SPIEGEL ONLINE: Das hat funktioniert?

Kreutzkamp: Zwei Schrauben blieben übrig, aber der Motor lief.

Im Video: Reparaturarbeiten am Methusalem

Dieter Kreutzkamp

SPIEGEL ONLINE: Hat der Bus denn die ganze achtjährige Weltreise überstanden?

Kreutzkamp: Nein, in Nepal haben wir ihn an den Zoll verschenkt.

SPIEGEL ONLINE: Warum?

Kreutzkamp: Das Verschiffen mit dem Container war uns zu teuer. Verkaufen konnten wir ihn nicht, das war dort nicht erlaubt.

SPIEGEL ONLINE: Was war das für ein Gefühl, als Sie sich von dem Bus trennten?

Kreutzkamp atmet tief ein: Ich werde heute noch traurig, wenn ich daran denke. Als der Bulli weg war, fühlten wir uns ohne Zuhause. Meine Frau und ich standen vor dem Zollamt in Kathmandu und nahmen uns in die Arme. Und wir schworen uns: Spätestens wenn wir Nordamerika erreichen, kaufen wir wieder einen Bus.

SPIEGEL ONLINE: Wie sind Sie dann durch Südostasien und Australien gereist?

Kreutzkamp: In Australien waren wir 12.000 Kilometer auf Fahrrädern unterwegs. Durch Südostasien und Japan fuhren wir mit dem Motorrad. Das war toll, aber etwas fehlte.

SPIEGEL ONLINE: Was genau?

Kreutzkamp: Die absolute Freiheit, links oder rechts abbiegen zu können und zu wissen: wir haben immer ein Dach über dem Kopf. Dieses Gefühl der Unabhängigkeit bot uns nur ein Bus.

SPIEGEL ONLINE: Wo legten Sie sich dann wieder ein Gefährt zu?

Kreutzkamp: In San Francisco. Dort stießen wir bei der Suche nach einem Händler auf einen deutschen Auswanderer aus Braunschweig: Die Peter & Wolf Car Company. Wolf hatte einen blauen T2-Bulli auf Lager, mit dem zwei Schweizer zuvor die Panamericana-Rallye unternommen hatten. Den kauften wir.

Diesen Bulli T2 kauften die Kreutzkamps in San Francisco
Dieter Kreutzkamp

Diesen Bulli T2 kauften die Kreutzkamps in San Francisco

SPIEGEL ONLINE: Erhielt er auch einen Namen, so wie Methusalem?

Kreutzkamp: Stanislaus - nach einem National Forest in Kalifornien, durch den wir damit fuhren. Der T2 war dann für ein paar Jahre unser neues Zuhause. 1983 kamen wir an dem Ziel an, das wir uns 1975 vorgenommen hatten: Alaska. Ich wäre am liebsten dort geblieben und in eine Blockhütte gezogen. Die Natur ist einfach wunderschön, und man kann überall Kanu fahren.

SPIEGEL ONLINE: Aber?

Kreutzkamp: Wir haben Stanislaus verkauft und sind nach Hause geflogen.

SPIEGEL ONLINE: Warum?

Kreutzkamp: Für mich stand fest, dass ich dem Wunsch meiner Frau folgen würde - sie hatte mich ja davor so lange unterstützt. Und ihr Wunsch war es nun, in Deutschland ein Kind zur Welt zu bringen.

SPIEGEL ONLINE: Wie fühlten Sie sich bei Ihrer Rückkehr in der Heimat?

Kreutzkamp: Sagen wir es mal so: Ich freute mich, dass meine Frau sich freute.

SPIEGEL ONLINE: Hatten Sie Existenzängste?

Kreutzkamp: Über Geld machten wir uns keine Sorgen. Allein auf der Fahrt durch Afrika habe ich etwa 60-mal die Autoreifen geflickt - einen ehrlichen Handwerksberuf hätte ich auf jeden Fall gefunden. Aber tatsächlich kehrten wir schnell wieder zurück ins bürgerliche Leben und in unsere alten Berufe. Nebenbei hielt ich Vorträge über unsere Reise. Mitte der Achtziger brachen wir aber erneut auf - dieses Mal mit Kind, unsere Tochter Bettina war zur Welt gekommen.

Juliana und Bettina Kreutzkamp im Bulli T3
Dieter Kreutzkamp

Juliana und Bettina Kreutzkamp im Bulli T3

SPIEGEL ONLINE: Wohin zog es Sie?

Kreutzkamp: Alaska. Bettina war sechs Monate alt und ein Bulli T3 Syncro wurde zu ihrer Krabbelstube. 1988 folgte dann die nächste Weltreise, mittlerweile konnten wir gut von Aufträgen für Reisebücher leben. Wir legten uns später auch einen T4 und einen T5 zu. Zuletzt sind wir wieder durch Afrika gereist, und bald brechen wir nach Südamerika auf.

SPIEGEL ONLINE: Im Bulli?

Kreutzkamp: Nein, wir reisen seit einigen Jahren hauptsächlich in einem ausgebauten 710er-Mercedes, Baujahr 1967.

SPIEGEL ONLINE: Warum sind Sie auf diesen Lkw umgestiegen?

Kreutzkamp: Dafür kann ich Ihnen keinen vernünftigen Grund nennen. Wir haben den Wagen schon seit 1990, das war mal ein Einsatzfahrzeug des Katastrophenschutzes mit nur 13.000 Kilometern auf dem Tacho. Er ist zuverlässig, und wir mögen ihn….

SPIEGEL ONLINE: … Aber?

Kreutzkamp: Aber am meisten hängt unser Herz noch an Methusalem. Einfach aus Nostalgie, weil unsere ersten großen Reisen mit ihm so prägend waren. Unsere nächste Reise führt uns nach Südamerika. Dort werden wir ein großes Schild an den Mercedes hängen.

SPIEGEL ONLINE: Was wird da draufstehen?

Kreutzkamp: "Suchen Bulli T1"


Der NDR zeigt am Mittwoch, 7. Juni, um 21 Uhr die Dokumentation "Als der Bulli in den Norden kam" - mit dabei sind natürlich die Kreutzkamps.

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salopp 06.06.2017
1. Umweltplakette
Und das alles ohne Umweltplakette! Wie verantwortungslos! Angenommen man fährt einen Diesel, wo tankt man denn im tiefsten Afrika Adblue nach?
lkloste 06.06.2017
2. Bs
Warum kauft ein Hannoveraner von einem Braunschweiger einen Bus? Fast nicht zu glauben :) Tolle Geschichte, Hut ab!
2cv 06.06.2017
3. Herzlichen Glückwunsch!
...und man muss auch sagen: zur richtigen Zeit (noch) unterwegs gewesen. Die goldenen 1970er-2000er Jahre waren die Zeiten, zu denen man zumindest "politisch-gesundheitlich" deutlich einfacher vorankam. In den 1990er Jahren fing der Strassenraub und "Mautgebühren" (Korruption) immer mehr um sich zu greifen. Kinder warfen Steine auf die Autos, wenn kein Bakschisch verteilt wurde. Es gibt eine Reihe von Unternehmen, die mittlerweile auch für beispielsweise Citroën 2CV und Traction Avant Abenteuertouren weltweit organisieren - damit wird die Angst vor den Gefahren deutlich genommen, und dennoch die Tour im Vordergrund stehen (auch wenn ein Besenwagen (also der Abschlepper am Ende des Konvois) meist im Preis inklusive ist). Und die Kosten eines solchen "managed Service" sind erheblich höher (in der Regel knapp 5-stellig) als wenn man selbst alles organisieren muss. Heutige Fahrer haben meist das Glück, auf international bekannten und "gepflegten" Strassen unterwegs sein zu können. Bei den 2CV-Fahrern gibt es auch solche Unikate: "Weltreisen-Manni" Manfred Müller hat mit seinem Kumpel "Matterhorn" in mehr als 23 Jahren mit seiner 16PS-Ente "Difty" den Globus umrundet und kann wunderbare Geschichten erzählen. Manni kenne ich seit 1997 von der "Ami Leipzig" Messe, und lauschte stets seinen Abenteuern und Erzählungen. Auch wenn ich derzeit mit Ente "nur" noch bis hinter Tarifa fahre - retour 6300km, heute würden die allermeisten aussschließlich fliegen - etwas habe ich dennoch erlebt: wir waren mal zu Uni-Studien-Zeiten mit einem sandfarbenen Unimog 410er (mit ex-THW-Aufbau) unterwegs in den 1980er Jahren von Düsseldorf nach Marrakech (und nachgelagert noch einige hundert Kilometer in die Wüste) - den Zeiten trauere ich noch lange hinterher, obwohl es ein Katzensprung im Vergleich zu den von Fam. Kreutzkamp zurückgelegten Strecken ist. Weiterhin gute Fahrt!
ellenbetti 06.06.2017
4. Gift Gift Gift
und ich bin so neidisch. Nachdem in das Interview gelesen habe wäre ich gerne ausgebrochen. Es ließt sich sehr verführerisch. Am Ende fiel dann auch auf das sich die Welt gewandelt hat. Viele Regionen und Länder kann man heute nicht mehr bereisen. Jedenfalls nicht so frank und frei. Danke für diesen Artikel der mich zum Träumen eingeladen hat.
Friedhelm_Müller 06.06.2017
5. Tolles Interview
Vielen Dank dafür und weiterhin gute Fahrt!
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