Die Ergebnisse sind überzeugend. Die Fahrgastzelle bleibt überwiegend stabil. Die Türen lassen sich nach dem Aufprall auf beiden Seiten von Hand öffnen. Wie die nach innen gewölbte Stirnwand und das auf der linken Seite deutlich eingedrungene Armaturenbrett beweisen, wird die Knautschzone jedoch völlig aufgezehrt.
Auch die Airbags arbeiten optimal. Der Lenkrad-Airbag stützt den Fahrerkopf gut ab, wird aber vollständig ausgenutzt, auch weil ihn das eindringende Lenkrad in Richtung Kopf drückt. Der Beifahrer-Airbag leistet in Verbindung mit dem Sicherheitsgurt ebenfalls gute Arbeit, doch sollte der Druck auf die Beifahrerbrust noch verringert werden. Im Aufprallbereich der Knie, Unterschenkel und Füße gibt es trotz einer insgesamt richtungweisenden Gestaltung noch ein erhöhtes Verletzungsrisiko durch die eindringende Stirnwand und die Lenksäule.
Bei dem nach den Standards des Euro NCAP durchgeführten Frontalaufprall erreicht der VW Lupo 3L TDI bereits 12 von 16 möglichen Punkten. Zum Vergleich: Der 1996 unter gleichen Bedingungen gecrashte VW Polo musste sich damals - übrigens als bestes Fahrzeug seiner Klasse - mit nur 8 Punkten begnügen.
Beim so genannten Offset-Frontal-Crash trifft das Fahrzeug mit einer Geschwindigkeit von 64 km/h mit 40 Prozent seiner Stirnfläche auf eine verformbare Barriere. Ein solcher Strukturtest belastet die Fahrzeugkarosserie aufs Äußerste und simuliert die in der Praxis am häufigsten vorkommende Unfallart.
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