Landsberg - Vor allem die Batterie sollte unbedingt überprüft werden: "Schlappe Batterien belegen schon jetzt einen einsamen Spitzenplatz bei den Ausfällen", sagt Manfred Groß vom Technikzentrum des ADAC in bayerischen Landsberg. So sollte eine erkennbar schwache Batterie, "die den Anlasser nur noch müde durchdreht", frühzeitig ausgetauscht werden. "Die Batterie wird im Winter durch Licht, Scheibenwischer und Heizung ohnehin stärker belastet", so Groß.
Bei Autos mit wassergekühlten Motoren sollte auch der Stand des Kühlerfrostschutzes geprüft werden. Zwar werde heute in der Regel ein so genannter Langzeitfrostschutz eingesetzt, so Groß. Dennoch komme es vor, dass etwa nach kleinen Reparaturen nicht immer genügend Frostschutzmittel zugegeben wird. "An Tankstellen kann man sich ein kleines Prüfgerät ausleihen", so der Technikberater. Dieses zeige an, bis zu welcher Temperatur das Wasser vor Frost geschützt ist. "Es sollten schon bis zu minus 25 Grad Celsius sein", so Groß. Neuwagen seien ab Werk auf diese Temperatur eingestellt.
Darüber hinaus sei es sinnvoll, die Scheibenwaschanlage ebenfalls mit einem Frostschutzmittel zu befüllen, rät Groß. Nach dem Auffüllen des Behälters sollte der Waschschalter so lange betätigt werde, bis sich auch Leitungen und Düsen mit dem frostgeschützten Wasser gefüllt hätten. Zudem sollten die in der kalten Jahreszeit ebenfalls besonders beanspruchten Blätter der Scheibenwischer geprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden.
Um die Spritleitungen brauchen sich Autofahrer laut Groß kaum Gedanken zu machen. Zwar werde Diesel bei Minusgraden rasch zu einer puddingähnlichen Masse und könne die Leitungen verstopfen. Die Tankstellen stellten jedoch schon jetzt auf Winterdiesel um. "Der wird auf minus 18 Grad eingestellt und bleibt bis zu diesen Temperaturen fließfähig", so Groß. Allerdings sollten Autofahrer, die ihren Wagen selten benutzen, den Sommerdiesel bis zum Frost dann auch tatsächlich verbrauchen.
Zugefrorene Türschlösser sind Groß zufolge kein Massenphänomen mehr, seit viele Autos über eine Fernbedienung verfügen. Für alle anderen Autofahrer lohne es sich, im Winter Türschloss-Enteiser vorrätig zu halten - oder besser schon jetzt vorbeugend die Schlösser mit bestimmten Pflegemitteln zu behandeln. Auch Besitzer einer Hightech-Schließanlage stehen jedoch mitunter vor verschlossenen Türen, weil die Türgummis festgefroren sind. Hier hilft es laut Groß, die Gummis vorbeugend mit Präparaten auf Silikon- oder Glyzerinbasis einzureiben - "die gibt es flüssig oder als eine Art Lippenstift."
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