Reifen-Konfigurator Puschen-Probe per Mausklick

Bücher, Filme, CDs, Kleidung - fast alles lässt sich inzwischen online ordern. Natürlich auch Reifen. Die kann man, anders als Hosen oder Schuhe, sogar anprobieren: mit einem Reifen- und Räder-Konfigurator.


So eine virtuelle Reifen-Boutique bieten zurzeit Continental, Goodyear und Fulda im Netz an. Alle drei Systeme arbeiten nach einem ähnlichen Bedienungsschema. Nachdem zunächst das Auto über Angaben aus dem Kfz-Schein oder über die Menü-Auswahl Hersteller und Modell bestimmt worden ist, erscheint eine Foto-Seitenansicht des Fahrzeugs. Nun können die für dieses Modell verfügbaren Rad-Reifen-Kombinationen per Mausklick in verschiedenen Größen und Dimensionen anprobiert werden.

Auf dem Bildschirm erscheint anschließend die virtuelle "Montage" des Reifens und der Felge am Auto. Die Reifenauswahl beschränkt sich selbstverständlich auf das Lieferprogramm des jeweiligen Reifenherstellers. Felgen hingegen gibt es bei allen in bunter Bandbreite von AEZ bis OZ.

Die größte Auswahl hat nach eigenen Angaben Continental auf seiner Homepage eingerichtet. Die Datenbank (conti-online.com) ist mit über 260.000 Fahrzeugdaten bestückt. Bilder von rund 3000 Pkw, fast 48.000 Räder und 8900 Reifen sind dort hinterlegt, mehr als 15 Millionen Pkw-Rad-Reifen-Paarungen sollen möglich sein. Auch exklusive Räder von renommierten Tunern wurden in den elektronischen Umrüstratgeber aufgenommen. Die jeweils zugelassenen Reifen dazu stammen von Continental sowie dessen Tochterfirmen Uniroyal, Semperit und Barum.

Nur bestellt werden können die ausgewählten Reifen-Felgen-Paarungen noch nicht per Internet - bestellen kann man nur Standardreifen bei Internethändlern wie dem Onlineportal reifen.de. Beim Reifen-Konfigurator kann aber wohl über die Händlersuche der nächste Fachbetrieb angezeigt werden, wo die Kombination zu bekommen ist.

Diese Funktion gibt es auch bei den virtuellen Reifen-Beratern von Goodyear (goodyear.tiremanager.de) und Fulda (fulda.tiremanager.de). Beide Reifenhersteller haben offenbar den gleichen Webdesigner beauftragt, denn die Systeme sind in Aufmachung, Bedienung und Inhalt - ausgenommen ihres Reifen-Portfolios - nahezu identisch. Die "Montage" zwischen den einzelnen Rad-Felgen-Kombinationen funktioniert im Vergleich zum Conti-System noch etwas einfacher und schneller. Außerdem lassen sich die gewählten Fahrzeuge dazu in vier verschiedenen Anstrichen darstellen.

Die virtuellen Reifen-Boutiquen sind aber nicht nur informativ, sondern bereiten auch kindliches Vergnügen. Beispielsweise wenn man sieht, wie urkomisch ein Renault Kangoo mit der 16-Zoll-Alu-Felge Caribic Cup von DBV oder ein Kia Rio mit 16-Zoll-Leichtmetallfelgen Cyber von AEZ inklusive Breitreifen aussieht. Aber auch wie elegant eine 18-Zoll-Ronal-R39-Alufelge im Mehrspeichendesign einen schwarzen oder wahlweise roten Volvo S60 kleidet oder dem Land Rover Freelander der 7-Speichen-Zöller OZ Titan steht.



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