60 Jahre Bunderepublik Helmut Kohl, verdruckster Patriarch

60 Jahre Bunderepublik: Helmut Kohl, verdruckster Patriarch Fotos
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Die Deutschen lieben Helmut Kohl, der als tölpeliger "Birne" begann und zum staatsmännischen "Kanzler der Einheit" wurde. Doch all seinen Erfolgen zum Trotz - der Mann aus Oggersheim taugt nicht zum Vorbild, meint die Schriftstellerin Thea Dorn

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Plötzlich ist er wieder da. Ein mächtiger Schatten im Gegenlicht. Die Deutschen haben Helmut Kohl zum wichtigsten Mann in der Geschichte der Bundesrepublik gekürt. Den versierten Horrorfreund darf dieses Szenario nicht erschrecken. Er weiß: Der schwarze Mann taucht noch einmal auf, sobald sich der Zuschauer in Sicherheit wiegt. Die Zeitgenossin jedoch gesteht: Ihr ist der Schreck in die Glieder gefahren. Nicht Schmidt, nicht Brandt, nicht Adenauer, sondern ausgerechnet Kohl soll der größte Bundesrepublikaner sein?!

Unweigerlich fällt ihr der Aufkleber ein, der im Wahlkampf 1983 ihre Schultasche zierte: "Birne muss Kanzler bleiben!" Am 1. Oktober des Vorjahres, als Helmut Schmidt im Bundestag gestürzt und Helmut Kohl vereidigt wurde, hatte sie vor dem Fernseher gesessen und geweint. Wenig später war sie begeistert, als Joschka Fischer das hessische Ministerparkett auf Turnschuhsohlen betrat. Lange vorbei. Wäre es nicht an der Zeit, die von den altlinken Birneverächtern wie Hans Traxler und Klaus Staeck genährte Kohl-Aversion abzulegen und einen gerechteren Blick auf den Alt-Kanzler zu wagen?

Es gibt einen Kohl-Witz, der das bekannte Bild von "Helmut, dem Tölpeligen" übersteigt: Kohl steht am Rhein und betet zu Gott um ein Wunder, damit die Menschen endlich an ihn glauben. Das Wunder geschieht, Kohl schreitet über den Rhein. Doch was rufen die Leute? "Seht ihr, er kann noch nicht mal schwimmen."

Ob Kohl an diesen Witz gedacht hat, als ihn am Tag eins nach dem Mauerfall ein schmähliches Pfeifkonzert empfing, als er vor jenem Rathaus zu reden begann, vor dem Kennedy einst sein "Ich bin ein Berliner" gerufen hatte? Und was erzählt es über ihn, dass es ihm nicht gelang, in dieser historischen Stunde auch nur einen einzigen Satz zu prägen, an den wir uns heute noch erinnern könnten? Willy Brandt hat es mit seinem "Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört" geschafft.

Vielleicht war es tatsächlich der Wunsch, Wunder zu tun, der Kohl wenig später zu der höchst fragwürdigen Entscheidung trieb, den Umtauschkurs von Ost- in West-Mark im Wesentlichen auf eins zu eins festzusetzen. Denn siehe da: Plötzlich liebten ihn die Menschen. Zumindest im Osten. "Helmut! Helmut!"-Chöre, wo immer sich der werdende "Kanzler der Einheit" zwischen Anklam und Zwickau blicken ließ. Der Jubel währte indes nicht lange: Realsozialistische Industriebrachen ließen sich nicht über Nacht in blühende Landschaften verwandeln. Als Kohl im Mai 1991 in Halle auftrat, flogen Eier und Tomaten.

Versucht man, sich ein Bild der Rolle zu machen, die Kohl im Prozess der deutschen Wiedervereinigung gespielt hat, stößt man auf Widersprüchliches. Einigkeit herrscht lediglich darüber, dass er die deutsche Einheit mit aller Entschlossenheit und einigem politischen Geschick betrieb. Darüber hinaus reicht das Spektrum vom "Staatsmann des Jahrzehnts" - eine Auszeichnung, die Kohl vom New Yorker EastWest Institute 1999 verliehen wurde - bis zum vernichtenden Urteil des Philosophen und Literaturwissenschaftlers Karl Heinz Bohrer: "Der Begriff 'politische Lebensleistung' ist nichts anderes als der Euphemismus für geballte Mittelmäßigkeit und Gestalt gewordene Trivialität, die der Zufall in eine Epoche großer Entscheidungen warf."

Das Bild bleibt unklar: Deutsch-europäische Zugmaschine oder doch nur ein - zugegebenermaßen massiges - Blatt im Sturm der Geschichte?

Die ganze Ambivalenz zeigt sich in einer Anekdote, die Condoleezza Rice, damals schon außenpolitische Beraterin bei Präsident Bush senior, erzählt: Gorbatschow ist im Mai 1990 nach Washington gereist. Es geht um den ebenso zentralen wie heiklen Punkt, ob die UdSSR zustimmt, dass ein wiedervereinigtes Deutschland Mitglied der Nato bleibt. Nach langen Verhandlungen sagt Gorbatschow endlich ja. Washington ruft Bonn an, um die frohe Botschaft zu überbringen. In ihrem Buch über den deutschen Wiedervereinigungsprozess schreibt Rice: "Es war, als sei die Information so umwerfend, dass sie, selbst wenn Bush sie in Riesenlettern geschrieben hätte, einfach nicht durchdrang."

Insider kolportieren, in jener Nacht habe die Präsidentenberaterin sich weniger diplomatisch ausgedrückt: "Kohl doesn't get it." Kohl kapiert's nicht.

Paradoxerweise scheint gerade die Tatsache, dass auch im Ausland niemand Kohl für einen "großen Deutschen" gehalten hat, sein größter Trumpf als Staatsmann gewesen zu sein. "Er ist die verkörperte Entwarnung und hätte einen Heine nicht um den Schlaf gebracht", bescheinigte ihm Jürgen Habermas Mitte der neunziger Jahre. Und in der Tat schien der leutselig dröhnende Pfälzer auch George Bush, Michail Gorbatschow, seinen französischen Männerfreund François Mitterrand und sogar die von ihm leicht dauergenervte Margaret Thatcher nicht um den Schlaf gebracht zu haben. Allenfalls, indem er sie in den "Deidesheimer Hof" zu den berüchtigten Saumagen-Gelagen mitschleppte. Solch deutsches Wesen hatte die Drohung, an ihm möge die Welt genesen, glaubhaft im Riesling ertränkt. Kohls größte außenpolitische Leistung - die seine größte innenpolitische Leistung ermöglicht hat - dürfte darin liegen, den Rest der Welt endgültig von der Harmlosigkeit Deutschlands überzeugt zu haben. Allerdings ist vor diesem Hintergrund zu befürchten, dass Kohls zweites großes Verdienst, sein Engagement für den europäischen Einigungsprozess, weniger einer politisch-kulturellen Vision von den "Vereinigten Nationen Europas" entsprang als vielmehr dem Bedürfnis des Gastgebers, möglichst viele an seiner Tafel zu versammeln, um es sich in harmonisch-stimmungsvoller Runde gutgehen zu lassen.

Bei aller Harmlosigkeit im Weltmaßstab: Die Liste der Skandale und Fehltritte, die Kohl sich im Laufe seiner 16-jährigen Kanzlerschaft geleistet hat, zeugt davon, dass sein Machtsystem nach innen so harmlos nicht gewesen sein kann. Im Flick-Skandal, als er den der Bestechlichkeit beschuldigten Graf Lambsdorff von seinem Kabinettstisch hätte entfernen müssen, stellte er sich störrisch vor den Wirtschaftsminister. In Bitburg beharrte er darauf, zusammen mit Ronald Reagan einen Friedhof zu besuchen, auf dem sich unter anderem 49 Gräber von Angehörigen der Waffen-SS befanden - ein Detail, das Kohls Stab bei der ersten Friedhofsbegehung wohl übersehen hatte. Die Namen der illegalen Parteispender verschweigt der Alt-Kanzler bis heute ebenso wie die Zwecke, für die das Geld der schwarzen Konten eingesetzt wurde. Das Irritierendste an all dem: Kohls bräsiger Trotz, seine alles niederwalzende Selbstgerechtigkeit. Wie gut hätte es nicht nur seinem, sondern dem Ansehen der deutschen Politik insgesamt getan, hätte er ein einziges Mal den Satz sagen können: "Ja, ich habe Fehler gemacht." Exakt diese Fähigkeit unterscheidet den souveränen Patriarchen vom verdrucksten.

Was verrät es nun aber über uns, dass wir ausgerechnet Kohl zum wichtigsten Bundesrepublikaner gewählt haben?

Es lohnt sich, das "wir" genauer zu betrachten. Es sind allen voran die 30- bis 44-Jährigen. Jene Jahrgänge, die sich von Florian Illies weitgehend widerspruchslos als "Generation Golf" haben taufen lassen.

Das Ergebnis muss man wohl als weiteres Indiz für die Geschichtsvergessenheit und infantile Egozentrik dieser Generation deuten. Mit Kohl sind sie 16 Jahre lang aufgewachsen. Kohl hat ihre Kindheit beziehungsweise Jugend geprägt - und dass es auf der Welt etwas Größeres als ihre Kindheit und Jugend geben kann, übersteigt ihren Horizont. Wobei die Überhöhung Kohls durch die 30- bis 44-Jährigen mit ostdeutscher Vergangenheit noch eher zu verstehen ist: Für sie hat er Horizonte geöffnet, die zuvor vom Eisernen Vorhang versperrt waren. Wenn sie "Kohl" sagen, dürften sie weniger an ihr erstes Nutella-Brot denken, als vielmehr an ihre erste Reise nach Paris, New York, Ibiza.

Dem flüchtigen Blick mag es so scheinen, als ob Welten lägen zwischen dem biederen Strickjackenträger, der es wohnsitzhalber dann doch nur von Ludwigshafen-Friesenheim bis Ludwigshafen-Oggersheim geschafft hat, und den smarten "Golfern", die ihre stets frisch gebügelten Designerhemden mit großer Selbstverständlichkeit zwischen Berlin, Katmandu und London zu tragen wissen. Bei genauerem Hinsehen reduziert sich der Unterschied jedoch tatsächlich auf den zwischen Strickjacke und Designerhemd.

Am Ende von "Generation Golf", jenem im Jahre 2000 erschienenen "Kultbuch", bedankt sich Florian Illies bei seinem Literaturagenten. Und bei Helmut Kohl. Dass mehr dahintersteckt als ein Scherz, wird klar, wenn man sich die anderen Bücher von Illies anschaut: In seiner "Anleitung zum Unschuldigsein" erteilt er seinen Landsleuten launige Ratschläge, wie sie ihre diversen Schuldmacken überwinden könnten. Muss man sie nicht im Kontext von Kohls missratener Rede vor dem israelischen Parlament im Jahre 1984 lesen, als dieser die "Gnade der späten Geburt" bemühte, um seine Erleichterung auszudrücken, dass er zu jung gewesen war, um sich in Nazi-Deutschland die Hände schmutzig zu machen? Und singt Illies in seinem jüngsten Buch "Ortsgespräch" nicht ein Loblied auf die Kindheit in der hessischen Provinz, in das Kohl bei einem guten "Schöppsche" sofort einstimmen könnte?

Karl Heinz Bohrers Schimpfwort von der "hedonistischen Provinz" trifft mitnichten nur auf Oggersheim zu. Berlin-Mitte darf sich getrost ebenso angesprochen fühlen.

Die "Park Avenue", jenes unlängst eingestellte Magazin, in dem die nicht mehr ganz junge, aber dennoch nicht erwachsene Generation sich selbst bespiegelte, widmete dem "Eur-Opa" Kohl in ihrer letzten Ausgabe ein langes Porträt. Die zentrale Botschaft: "Er wirkt wirklich sehr nett, wenn man seine Freunde so hört."

Nichts gegen "nett". Doch was bedeutet es für das intellektuell-politische Klima eines Landes, wenn "nett" zum Leitwert erhoben wird? Und ist es nicht ein unseliger Generationenfrieden, den Illies & Co. mit Kohl geschlossen haben, indem sie ihm offensichtlich nach wie vor dankbar sind, dass er sie mit der Illusion hat aufwachsen lassen, sie dürften an ihren Playmobil-Burgen weiterbasteln und die Politik getrost Papa überlassen? Das Prinzip Harmlosigkeit war eine überzeugende Abkehr von der "Blonden Bestie". Aber ist es zu Beginn des 21. Jahrhunderts nicht höchste Zeit für ein drittes Prinzip - das Prinzip Verantwortung? Um dies anzuerkennen, wäre es unerlässlich, nach Figuren Ausschau zu halten, die über ein zeitgemäßes republikanisches Pathos verfügen, den Bürgern keine vollen Tische versprechen und gleichzeitig ahnen, dass die Haushaltskasse leer ist, die Lust wecken am öffentlichen Streit um Inhalte, anstatt das Land in falscher Konsens-Umarmung zu ersticken.

Noch ist unklar, ob seine schwer angeschlagene Gesundheit es Helmut Kohl erlauben wird, an den Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag des Mauerfalls teilzunehmen. Als Privatmensch wünsche ich ihm alles Gute. Als Staatsbürgerin bekenne ich: Über der Vorstellung, "den Alten" noch einmal auf einer schwarz-rot-gold beflaggten Empore stehen zu sehen, liegt ein Hauch von Horror.


Dieser Essay ist erschienen im neuen SPIEGEL GESCHICHTE "Ein deutsches Wunder - Sechzig Jahre Bundesrepublik".


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1.
Matthias Bergmann, 19.04.2009
Abgesehen davon, daß mir spontan kein Politiker gleich welcher Partei einfällt, der als Vorbild dienen kann, wüßte ich nicht, wen ich mir sonst in diesem Land zum Vorbild nehmen sollte.... SPIEGEL-Redakteure etwa ???
2.
Marc Daniel Speicher, 19.04.2009
Spiegel war Spiegel, Spiegel ist Spiegel und Spiegel bleibt Spiegel. Ist doch klar, dass der Spiegel seine Hetzjagd, die er über Jahrzehnte gegen KOhl und Strauß berieb, auch heute noch fortsetzt. Dennoch zeigt die gewünschte Schärfe gegen Kohl erst recht dessen historische Stellung in Deutschland und Europa. Nur wer ein über den Tag hinaus gültiges und bedeutendes Werk geschaffen hat wie Helmut Kohl bietet schlechter Polemik wie in diesem Artikel genügend Angriffsfläche. Es ist natürlich für selbsternannte Intellektuelle, zu denen sich diese "Krimiautorin" wohl zählen dürfte, sehr schmerzlich zu sehen, dass der geist nunmal nicht links stehen muss, und dass eine Symbiose zwischen heimatverbundenheit und Weltoffenheit nunmal kein Widerspruch ist. Aber der Autorin sei zu Gute zu halten, dass sie für gewöhnlich Groschenromane schreibt und sich heute mal an der verfassung einer polemischen Schrift versucht hat, die Ausfluss ihrer schon zu Jugendzeiten und bis heute nicht geistig aufgearbeiteten Abneigung gegen Konservativismus ist. Zur Bildung einer historischen Meinung über Bundeskanzler Helmut Kohl fehlt es ihr schlicht sowohl an Wissen (z.B: über die historisch bekannten Abläufe des Wiedervereinigungsprozesses) als auch an Objektivität. Sei es drum. Wie gesagt: Die versuchte Schärfe und totale Abneigung der Linken gegen Kohl zeigt erst dessen historische Größe. Warum sonst, sollten die pseudointelektuellen Linken ihre sonst so ach geschätze Dialektik bei diesem Thema ablegen? Einfach weil solche Hassschriften nicht Ausfluss einer geistigen Tätigkeit, sondern Ausfluss ihrer emotionalen Wut gegen den Erfolg des europäischen Ehrenbürgers ist. PS: Vielleicht hätte helmut Kohl ja auch einen Künstlernamen annehmen soll. Gruß Willy
3.
Michael Lehn, 19.04.2009
Die verbitterte alt-linke hat recht: ich bin 32, fand Kohl schon immer gut und wäre ich gefragt worde ... ich hätte auch für Kohl und niemals für Brandt oder Schmidt gestimmt.
4.
Hans-Joachim Funke, 19.04.2009
Wie richtig lag Kohl dem Spiegel kein Interview zu geben .Fast wahnhaft mutet es an wie immer noch der Spiegel versucht Kohl abzuwerten . Als jahrzehntelanger Spiegelleser erinnere ich mich noch gut an die bewußt kränkend gemeinte von Spegelschreibern zuerst kreierte Kohlbeschreibung " Birne" Natürlich ist er als Kanzler ein Vorbild : er zögerte mit Recht Sozialabbau zu betreiben , Renten-und Arbeitslosengeld zu kürzen und mit schnarrendem Ton Grundweisheiten zu verkünden .(Schmidt )Auch ist mir nicht bekannt ,daß persönliche (legale ) Bereicherung nach der Kanzlerschaft sein Hauptziel gewesen wäre ( Schröder ) Bezeichnend für Kohl ist die gute ( freundschaftliche ) Beziehung zu Willy Brandt -meinem politischen Vorbild
5.
Benedikt Bente, 19.04.2009
Der letzte Absatz des Artikels bestätigt das, was von Anfang an unterschwellig immer deutlicher wird: Die Autorin hat keinerlei Respekt vor der Persönlichkeit Helmut Kohls. Kritik ist eine Sache, Respektlosigkeit eine ganz andere. Und so etwas in einer Sonderausgabe über 60 Jahre BRD abzudrucken, ist meiner Ansicht nach absolut daneben und eine Beleidigung des Kanzlers, der maßgeblich an der deutschen Einheit beteiligt war. Dies ist nicht das Niveau des Spiegels. Schande.
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