Streit um Nutzung Österreich plant Enteignung von Hitlers Geburtshaus

Österreich will nach SPIEGEL-Informationen die Eigentümerin des Geburtshauses von Adolf Hitler enteignen. Zuvor hatte es jahrelang erfolglose Verhandlungen über die Nutzung des leerstehenden Gebäudes gegeben.

Hitlers Geburtshaus in Braunau am Inn
AP

Hitlers Geburtshaus in Braunau am Inn


Das Geburtshaus Adolf Hitlers im österreichischen Braunau wird nach jahrelangem Streit über die Nutzung enteignet. Das sieht ein Gesetzentwurf aus dem Innenministerium vor, der dem SPIEGEL vorliegt. Die Behörde will mit diesem Schritt demnach die "Pflege, Förderung oder Verbreitung nationalsozialistischen Gedankenguts" oder ein "bejahendes Gedenken an den Nationalsozialismus" unterbinden. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

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Ein Sprecher des Ministeriums bestätigte die Enteignungspläne. Dies sei die einzige Möglichkeit, "eine Nutzung dieses Gebäudes im Sinne einer nationalsozialistischen Wiederbetätigung auszuschließen".

In dem früheren Gasthaus im historischen Zentrum Braunaus kam der spätere Diktator Hitler am 20. April 1889 zur Welt. Bislang gehört das Gebäude einer Frau, die es seit 1972 an das Innenministerium vermietet, in den vergangenen Jahren die Nutzung des Gebäudes jedoch erschwert hatte: Weil sie behindertengerechte Umbauten ablehnte, zog 2011 mit dem Sozialverein Lebenshilfe der bislang letzte Untermieter aus.

Seitdem steht das Gebäude leer, für das der österreichische Staat weiterhin monatlich rund 5000 Euro Miete zahlt. Das Gesetz soll möglichst bis Ende Juni in Kraft treten, bis dahin soll eine Expertenkommission konkrete Vorschläge für die künftige Nutzung entwickeln.

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