Sturm der Klopper-Truppe Edmundo, Spitzname "Das Tier"

imago/ Stellan Danielsson

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Brasilianische Fußballer haben oft schier endlose Geburtsnamen, die sie darum verkürzen oder sich gleich einen Künstlernamen zulegen, der locker aufs Trikot passt und im Fernsehen geschmeidig aussieht. Edmundo Alves de Souza Neto wurde als Edmundo bekannt. Und Fußballfans verpassten ihm einst den Spitznamen "O Animal", das Tier. Aus Gründen.

Der 1971 geborene Edmundo gehörte in den Neunzigerjahren neben Romario und Ronaldo zu den besten Angreifern seines Landes und stand bei der WM 1998 im Kader der Brasilianer. Im Endspiel schlugen die Franzosen sie klar mit 3:0. Auch weil unter dubiosen Umständen für Brasilien kurz vor dem Anpfiff anstelle von Edmundo der schwer angeschlagene Ronaldo aufgestellt wurde, der wie ein Gespenst durchs Finale irrte.

Der 1,77 Meter-Mann Edmundo prügelte sich mit Gegenspielern und verpasste Schiedsrichtern Ohrfeigen. Als er 1999 mit dem AC Florenz kurz vor dem Gewinn der italienischen Meisterschaft stand, flog er lieber zum Karneval, statt die entscheidenden Spiele zu gewinnen - was ihm Mitspieler und der Trainer Giovanni Trapattoni verständlicherweise sehr übel nahmen.

Im selben Jahr macht er seinem Kosenamen alle Ehre und brachte damit die Tierschutzverbände gegen sich auf: Für den Geburtstag seines Sohnes engagierte er einen ganzen Zirkus und füllte einen Schimpansen mit Bier und Whisky ab. Zweimal saß Edmundo im Knast, einmal, weil er im Suff einen Unfall verursacht hatte, der drei Menschen das Leben kostete. Heute arbeitet er als Experte fürs Fernsehen.

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Horst Jungsbluth, 14.02.2018
1. Rüpel und Raufbolde hatten durchaus ihre Fans
"Ich heiße Finken und du wirst bald hinken", so kolportierte der "Spiegel" des Öfteren einen Spieler von Tasmania Berlin, der im dritten Jahr der Bundesliga seine Gegenspieler auf diese Weise einschüchtern wollte. Es nutzte aber alles nichts, denn dieser Verein verschwand nach dem Abstieg mit einem nie wieder erreichten Negativrekord an Punkten von der Bildfläche. Geklotzt, getreten, gemobbt und geschlagen wurde zu allen Zeiten, wobei die Sünder nicht selten die Lieblinge der eigenen Fans, aber auch der Medien waren. Sie waren "eben nicht angepasst", so häufig die anerkennenden Worte.
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