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Bürgerkrieg im Kongo Im Herzen der Finsternis

Bürgerkrieg im Kongo: Flucht aus der grünen Hölle Fotos
Privatarchiv Veronica Cecil

Auf einer Palmölplantage im Kongo gerät Veronica Cecil 1964 in die Wirren des Bürgerkriegs. Als Rebellen Weiße als Geiseln nehmen, flieht die Britin. Von ihrem Mann getrennt, im neunten Monat schwanger. Von

Sie waren jung, sie waren lebens-, reise- und abenteuerlustig, vor allem aber waren sie: ziemlich ahnungslos.

Veronica Cecil war 25 und Theaterschauspielerin. Anfang der Sechzigerjahre lebte sie mit ihrem Mann in London, als sein Arbeitgeber ihm nahelegte, für eine Weile nach Afrika zu gehen. David Cecil war Auszubildender im Management von Unilever. Der niederländisch-britische Konzern produzierte Nahrungsmittel und Kosmetika und unterhielt riesige Palmölplantagen.

1963 in Léopoldville: Veronica Cecil, ihr Mann David, Sohn Charles Zur Großansicht
Privatarchiv Veronica Cecil

1963 in Léopoldville: Veronica Cecil, ihr Mann David, Sohn Charles

Ein Aufbruch in den Kongo - für David Cecil war es eine berufliche Chance, eine interessante Auslandsstation. Dass Veronica ihren Mann begleiten würde, stand völlig außer Frage. Seine Firma versicherte, das sei "sehr förderlich für ihn. Man werde sich gut um uns kümmern, alles würde gut werden", sagt Veronica Cecil. "Natürlich war das nicht der Fall."

Beide hielten die Risiken für überschaubar, selbst mit ihrem kleinen Sohn Charles. Und für Veronica war Afrika ohnehin kein Neuland. Geboren wurde die Diplomatentochter 1938 in Indien, in Südafrika wuchs sie auf und war als Teenager politisch aktiv gegen die Apartheid.

"Bitte nicht wieder Afrika", war ihr erster Gedanke beim Vorschlag, in den Kongo zu gehen, den sie für "auf mythische Weise gefährlich und ungesund" hielt. Ihr politischer Instinkt warnte sie also. Und doch entschied sich das Paar 1963 für den Aufbruch nach Afrika.

"Ich war so unglaublich naiv"

Was ein großes Abenteuer werden sollte, entwickelte sich zu einem Albtraum. Veronica und David Cecil gerieten in die Wirren des Bürgerkriegs im Kongo und hätten ihre Unbedarftheit beinah mit dem Leben bezahlt.

Die Situation im Kongo war viel explosiver, als das Paar glaubte. 1960 hatte Belgien das Land in die Unabhängigkeit entlassen, das Ende einer blutigen Kolonialherrschaft. Patrice Lumumba wurde der erste demokratisch gewählte Ministerpräsident - doch er wurde nach nur drei Monaten aus dem Amt geputscht und im Januar 1961 ermordet. Das Land blieb das gesamte Jahrzehnt ein Unruheherd.

Die Geschichte der Demokratischen Republik Kongo ist von Gewalt und Fremdeinwirkungen geprägt. Schon Ende des 15. Jahrhunderts erreichten die Portugiesen den Kongo und zwangen die Bewohner in die Sklaverei. 1871 traf der Journalist Henry Morton Stanley (im Bild) am Tanganjikasee auf den verschollenen Entdecker David Livingston, der als erster Europäer das Kongobecken erforschte.

Ab den Siebzigerjahren des 19. Jahrhunderts ließ der belgische König Leopold II. vom Journalisten und Abenteurer Stanley Land im großen Stil okkupieren. Im Anschluss an die "Berliner Kongokonferenz" 1885 nahm der König den Kongo persönlich in Besitz. Unter dem Namen "Freistaat Kongo" entstand ein Schreckensregime, das Mensch und Natur brutal ausbeutete.

Aufgrund internationaler Proteste musste Leopold II. seinen Besitzanspruch auf den Kongo 1908 aufgeben. Immer mehr Gräueltaten der Unternehmen vor Ort wurden bekannt. Die kongolesischen Opfer der Herrschaft gingen in die Millionen. Der belgische Staat übernahm das Land und führte die Kolonie unter dem Namen "Belgisch-Kongo" fort.

1960 erreichte die Unabhängigkeitsbewegung unter Patrice Lumumba, dass der Kongo sich demokratisch selbst verwalten durfte. Ein plötzliches Machtvakuum nach dem Abzug der belgischen Verwaltung stürzte das Land in Unruhen. Der Politiker Moïse Tshombé erklärte, gestützt durch das belgische Militär und eine mächtige Minengesellschaft, die Abspaltung der rohstoffreichen Provinz Katanga.

Der abgesetzte Premier Lumumba, der westlichen und kolonialen Kräften selbst nach seiner Entmachtung noch ein Dorn im Auge war, wurde auf Drängen der USA festgenommen und schließlich an das Regime von Moïse Tshombé in Katanga ausgeliefert. Dort wurde er gefoltert und unter Beteiligung belgischer Polizisten am 17. Januar 1961 ermordet. Seine Leiche wurde zerstückelt und in Schwefelsäure aufgelöst.

Einige Jahre nach Ermordung des früheren Ministerpräsidenten stürzte das Land in einen Bürgerkrieg. Die Simbas (Löwen) erhoben sich gegen die prowestliche Regierung und nahmen weite Teile des Landes ein. Die Regierung unter dem neuen Premier Moïse Tshombé bekämpfte die Simbas dann mithilfe europäischer Söldner. Nachdem die Rebellen 1964 in der Stadt Stanleyville Intellektuelle ermordeten und Hunderte Europäer als Geiseln nahmen, griff das belgische und das US-Militär ein und befreite die Stadt.

Durch einen Putsch gelangte der General Joseph-Désiré Mobutu 1965 an die Macht. Er errichtete unter dem Schutz der USA eine Militärdiktatur, die über 30 Jahre währte, und benannte 1971 den Kongo in Zaire um. Korruption, Ausbeutung und brutale Gewalt trieben das Land in den Ruin.

Unter Führung von Laurent-Désiré Kabila wurde Mobutu 1997 von Rebellen gestürzt und ging ins Exil nach Marokko. Zaire wurde wieder in Demokratische Republik Kongo umbenannt und Kabila Präsident. Doch die Hoffnung auf Frieden war vergebens. Ein neuer Krieg um die Herrschaft im Staat entbrannte, in dem verschiedene Rebellentruppen und auch die Nachbarstaaten Ruanda und Uganda Partei ergriffen.

2001 wurde Laurent-Désiré Kabila ermordet und sein Sohn Joseph Kabila neuer Staatschef. Er trieb den Friedensprozess an und schloss ein Abkommen mit den Rebellen, aus der eine neue Regierung hervorging. Doch immer noch erschütterten schwere Konflikte und Gräueltaten das Land. Hunderttausende fielen dem Krieg zum Opfer.

Erstmals seit der Unabhängigkeit fanden 2006 wieder Parlaments- und Präsidentenwahlen im Kongo statt. Doch die Gewalt in dem Land und der Kampf um die Bodenschätze, die auch für die Produktion von elektronischen Bauteilen verwendet werden, halten bis heute an.

Veronica Cecil reiste mit gemischten Gefühlen weg aus London, doch die Sehnsucht nach dem Neuen überwog. Und war nicht im Kongo nun alles anders als zur Zeit der belgischen Herrschaft? "Ich dachte, sie haben gerade ihre Unabhängigkeit erlangt. Endlich kann ich Afrikaner so kennenlernen, wie sie wirklich sind", sagt Cecil. "Ich war so unglaublich naiv."

Doch schon bei der Ankunft in Kongos Hauptstadt Léopoldville fand sie ihre Träume enttäuscht: Die ehemals prächtigen Kolonialbauten zerbröselten, der Schwarzmarkt blühte, Lebensmittel waren knapp.

Eine Parallelgesellschaft der Europäer

Die Europäer lebten in einer Parallelwelt. Sie trafen auf die "vieux colons", alte belgische Kolonisten. Es gab offenen Rassismus: "Unter uns Weißen wurden die Simbas, Anhänger des ermordeten Lumumba, lächerlich gemacht", erinnert sich Veronica Cecil. "Ich bin heute selbst schockiert, dass ich in diesen Diskussionsrunden nie widersprach."

Nach einem halben Jahr schickte Unilever David Cecil zu einer Palmölplantage - Elizabetha, Hunderte Kilometer den Kongo hinauf, nahe der Stadt Stanleyville. Ein unermessliches Gebiet am Ufer des Flusses. Die Cecils reisten per Boot - auf ihrer Route war schon Joseph Conrads Romanfigur Marlow in den Dschungel vorgedrungen, ins "Herz der Finsternis".

Veronica war mit ihrem zweiten Kind schwanger. In Elizabetha führten die Cecils ein Kolonialleben in einem Haus mit Blick auf den Kongo. Mit Tankern wurde das Palmöl flussabwärts verschifft. Rund 2000 einheimische Arbeiter und zwölf Weiße arbeiteten gemeinsam auf der Plantage - und lebten doch in verschiedenen Welten. Die ewig gleiche Geräuschkulisse: das Stampfen der Palmölpressen und die Trommeln, die über den Fluss schallten.

Die Reiter der Apokalypse

Beunruhigende Nachrichten drangen per Postschiff oder beim Besuch von Missionaren zu ihnen. "Die Belgier sagten uns, dass sich während der Unabhängigkeit 1960 das Motiv der Trommeln geändert hatte, mit denen die Dörfer am Fluss untereinander kommunizierten", erzählt Cecil. "Doch wir ignorierten alle Warnungen."

Im August 1964 eskalierte die Lage, Anhänger des ermordeten Lumumba nahmen die Stadt Stanleyville ein. An einem Abend hörte Veronica Cecil zuerst nur Geräusche: quietschende Reifen, klappende Autotüren, hastige Schritte. Was folgte, hat sich ihr eingebrannt: vier Männer an der Haustür, "sie sahen aus wie die Engel der Apokalypse".

Einer ist der europäische Plantagenleiter. Er verkündet, in Stanleyville habe man die weißen Einwohner als Geiseln genommen. Alle Frauen und Kinder müssten die Plantage sofort verlassen, vor den anrückenden Rebellen fliehen. Veronica Cecil müsse mit ihrem kleinen Charles noch vor dem Morgengrauen fort - und mit ihrem Ungeborenen, mit dem sie im neunten Monat schwanger war.

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Patrice Lumumba: Gewählt, ermordet, verehrt
Etwa ein Jahr nach ihrem Aufbruch in den Kongo sitzt Veronica Cecil an einem Morgen im August 1964 in einem Boot: Ein Stoß, dann gleitet es hinaus auf den Fluss. In der Morgendämmerung presst sie ihren zweijährigen Sohn Charles an sich. "Quelle catastrophe", haucht eine der Frauen, die neben ihnen im überladenen Boot kauern. Die Männer am Ufer werden kleiner und kleiner, darunter David Cecil. Er muss noch bleiben, so hat sein Arbeitgeber es angeordnet.

Als die beiden sich um fünf Uhr in der Frühe am Fluss zum Abschied küssten, wussten sie nicht, ob sie sich wiedersehen würden. Mehr als 50 Jahre später rinnen Veronica Cecil Tränen über die Wangen. Es ist sonnig hier im Hinterhof ihrer Wohnung im Londoner Stadtteil Notting Hill. Die Hände der alten Dame mit den feuerroten Haaren streichen über den verwitterten Holztisch. "Mein Mann war sehr jung", sagt sie. "Wir waren beide so jung."

Verzweiflung in der Stunde der Geburt

Wenn sie an die Flucht und die Verzweiflung dieser Nacht zurückdenkt, zittert Veronica: Das Boot erreichte eine kleine Siedlung, mit anderen Frauen aus Elisabetha wurde sie in Buschflugzeugen quer durch den Kongo geflogen, um weitere Flüchtlinge von weit verstreuten Plantagen einzusammeln.

Als Mutter und Sohn Tage später endlich in Léopoldville eintrafen, erhellten Suchscheinwerfer die Nacht, Lautsprecherdurchsagen leiteten die "réfugiés" zum Flughafen. Die Herztöne des Ungeborenen setzten immer wieder aus. Die Angst um den zurückgelassenen Mann und das Kind waren übergroß.

In ihrer verzweifeltesten Stunde brachte Veronica Cecils ihre kleine Tochter zur Welt. "Ich lag nur da und dachte, dass mein Mann tot sein könnte, während ich sein Kind bekam." Während der Entbindung flüsterte ein Arzt einer Krankenschwester zu: "So viele Menschen sind ermordet worden."

In Veronica Cecils überquellenden Bücherregalen drängen sich heute Standardwerke afrikanischer Geschichte und Romane wie "Herz der Finsternis" von Joseph Conrad. Ein hölzerner Stuhl mit Schnitzereien, Dschungelfotos, überall finden sich Spuren ihrer Zeit in Afrika. "Ich schäme mich heute sehr dafür, dass mir die ganze Situation nicht wirklich bewusst war", sagt Cecil.

Wie durch ein Wunder wurde ihre kleine Familie doch noch zusammengeführt. Stunden nach der Geburt stand auf einmal ihr Mann in der Tür des Krankenhauses in Léopoldville.

David Cecil war noch eine Woche in Elizabetha geblieben, mit ihm die anderen Weißen: Ingenieure, Fahrer, Manager. Über ihr Schicksal entschied eine Abstimmung der 2000 einheimischen Arbeiter - eine knappe Mehrheit sprach sich dafür aus, sie gehen zu lassen. Daraufhin flüchteten die Weißen auf einem Palmöltanker den Fluss hinab. Die schwarzen Angestellten des Managements ließen sie zurück. In der wirren Logik der Flucht hatten sie vermutet, dass Schwarze keine Gewalt zu befürchten hätten.

"Wir sind nur winzige Rädchen"

Wenn sie sich daran erinnert, schüttelt Veronica Cecil vor Wut hilflos die Hände. Zwei Männer aus Ghana, Kollegen ihres Mannes, sollten sich ihren Weg durch den Dschungel selbst suchen. "Sie wurden erschossen, als die Rebellen kamen. Als Kollaborateure der Weißen", sagt sie. "Genau wie die Nonnen der Mission und jeder, der die Plantage nicht verlassen wollte."

Veronica Cecil heute: "Absolut keine Ahnung, was wirklich passiert" Zur Großansicht
Teresa Müller

Veronica Cecil heute: "Absolut keine Ahnung, was wirklich passiert"

Der Tod dieser Menschen - er quält Veronica Cecil bis heute. Ihre eigene Familie konnte nach England zurückkehren, David Cecil starb im September 1984 in London.

Die Ereignisse im Kongo hat Veronica Cecil erst später verarbeitet; ihre Erinnerungen hat sie 2009 im Buch "Drums on the Night Air" aufgeschrieben. "Meine Erfahrung ist, dass wir absolut keine Ahnung haben, was wirklich passiert, während wir Geschichte durchleben. Welche Rolle wir in dem Ganzen spielen und welche moralischen Entscheidungen wir treffen", sagt sie heute. "Wir sind winzige Rädchen in einer riesigen Maschine."

Zum Autor
  • Christian Neeb (Jahrgang 1983) schrieb für das Fachmagazin "GEE" über Videospielkultur und verfilmte sie bei "Reload" für den SWR. Auf einestages erinnert er an Wichtiges oder Erstaunliches von gestern.

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1. Schade - wieder nur das alte Klischee von Afrika
Karsten Kramer, 15.02.2016
Guten Abend, Einerseits begrüße ich, dass SPON in letzter Zeit vermehrt über Afrika berichtet, es ist schließlich unser Nachbarkontinent. Wie auch der Artikel über Herrn Lumumba aus dem Kongo, wird aber leider wieder nur über Gewalt sowie politische Wirrnisse berichtet und bedient nur die stereotypen Bilder von Afrika. Nun ja, das Ende der Kolonialzeit war für einige Länder Afrikas gewalttätig, aber eben nicht für alle. Zudem ist das Land Kongo fast siebenmal so groß wie Deutschland und die Heimat von unzähligen verschiedenen Stämmen und Völkern. Die heutigen Grenzen sind Kolonialgrenzen und haben nichts mit der einheimischen Bevölkerung zu tun, dies aber ist eine der Ursachen für die Gewaltsexzesse der letzten Dekaden. Afrika hat insgesamt 50 Länder mit vorwiegend stabilen Verhältnissen, zudem ist jedes Land verschieden, wie in Europa auch. Die afrikanische Geschichte ist sehr viel länger als die europäische und voll von sehr interessanten Zusammenhängen, darüber sollte man mehr berichten. Was wissen wir schon über die vorkolonialen Zeiten? Wir wissen nichts über die großen und mächtigen Königreiche wie zum Beispiel Mali,Ghana (hat nichts mit dem heutigen Ghana zu tun),Hausa,Akan und viele andere. Es ist Afrika nicht damit gedient, es lediglich auf 70 Jahre Kolonialzeit samt einiger Gewaltaktionen gegen Weiße zu reduzieren.Wir müssen unbedingt unser Afrikabild revidieren, es ist nämlich völlig unzutreffend und kleingeistig. Das heutige Afrika ändert sich rapide und hat sogar eine Zukunft an der Deutschland und Europa konstruktiv mitarbeiten sollten. Bislang vereinnahmt China den Kontinent und sichert sich die besten Claims. Unser Präsident Herr Gauck hat dies erkannt und war vor ein paar Tagen Ehrengast auf der ECOWAS- Konferenz in Nigeria. ECOWAS ist übrigens ein Zusammenschluss von 15 westafrikanischen Staaten nach dem Vorbild der Europäischen Union. Diese Staatengemeinschaft hat es geschafft, in den letzten Jahren die Region deutlich zu stabilisieren und einige lokale Konflikte ohne Hilfe von außen zu befrieden. Herrn Gauck ist diese Dimension durchaus bewusst, leider nahm die deutsche Öffentlichkeit kaum davon Notiz. Es wurde lediglich über eine Stippvisite auf dem Rückweg bei den deutschen Soldaten in Mali berichtet und über einen Besuch in einem nigerianischen Flüchtlingscamp. Nun ja, das sind die Themen, die Deutschland derzeit interessiert… Wir müssen aber über unseren kleinen Tellerrand hinausschauen und dürfen Zukunftschancen in Afrika nicht verpassen. Deutschland ist in Afrika hoch angesehen man würde sich mehr Engagement wünschen.
2. Stanleyville
Friedrich Hagemeyer, 15.02.2016
Über den Simbaaufstand 1964 berichtet der im heutigen Belgien und im damaligen Kongo spielende spannende fantastische Thriller von Richard Hayer STANLEYVILLE. Unbedingt empfehlenswert.
3. Und wieder grüßt das Murmeltier
Giesela König, 15.02.2016
Auch jetzt erleben wir Geschichte. Wir werden in eine Situation hineingetrieben ohne uns dessen bewusst zu sein. 1. und 2. Weltkrieg lassen grüßen.
4. Z. Hd. Herrn Kramer
Peter Blau, 16.02.2016
Vielen Dank für den Kommentar. Sie haben vollkommen recht! Erst indem wir sehen, was vor der Kolonialzeit war, erkennen wir, was wir dort angerichtet haben, was zum Teil ein Grund für die heutigen Verhältnisse sind. Ich bin einige zeit auf dem Kontinent aufgewachsen, mein Vater hat lange in Ostafrika gearbeitet, mein Onkel in Westafrika. Und beide stellten die Frage: Wie sähe es in Afrika heute aus, wenn es keine Kolonialismus gegeben hätte?
5. Empfehlenswert...
Peter Boots, 16.02.2016
... sind die Memoiren des Britischen Auslandsreporters Edward Behr, die den erinnerungswuerdigen Titel "Anyone Here Been Raped and Speaks English?" haben. Die Frage hat ein gluecklicherweise ungenannter Londoner Journalist gemurmelt waehrend er in einem Fluechtlingslager fuer Europaeer im Kongo herumging. So kann man natuerlich auch einen Auslandsbericht auf die 'richtige' Linie fuer seinen Zeitungsmagnaten bringen.
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