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Deutsche Island-Einwanderinnen "Wie sehen denn die Eskimos aus?"

Marzena Skubatz


Isländischer Bauer sucht deutsche Frau: 1949 warb der Inselstaat per Annonce um "Dienstmädchen für Landhaushalte" - Hunderte wagten den Neuanfang nach dem Zweiten Weltkrieg. Hier berichten die letzten Überlebenden von ihrem Abenteuer. Von Katja Iken

Als das Blut in einem kräftigen Strahl aus dem Hals des Schafes schießt, wird Ursula schwarz vor Augen. Es ist Schlachttag auf dem Hof, der Bauer hat das Mädchen gebeten, eine Schüssel zu nehmen und das Blut aufzufangen, das aus dem sterbenden Tier pulsiert. Als er sieht, dass der 18-Jährigen übel wird, darf sie gehen. Böse ist er Ursula nicht.

Denn das Mädchen packt ansonsten an, wo immer es kann: Ursula füttert die Schafe und Lämmer, holt die Kühe von der Weide, wendet das Heu, damit es trocknet. Sie jätet das Unkraut im Garten, im Winter stopft sie Berge von Wollkleidung.

Ursula von Balszun ist eine von rund 500 deutschen Frauen, die zwischen 1949 und 1951 per Schiff nach Island gereist sind, um dort, am "trotzigen Ende der Welt", wie die Wikinger das entlegene Eiland einst nannten, einen Neuanfang zu wagen. Raus aus dem zerstörten Deutschland, der Armut, der Chancenlosigkeit. "Ich wollte einfach weg", sagt Ursula im Gespräch mit einestages. In Island wird der Vorname als formale Anrede benutzt.

"Island sucht Dienstmädchen für Landhaushalte" - lesen Sie hier weiter über das Schicksal der deutschen Island-Einwanderinnen.

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Zur Person
  • Marzena Skubatz, Jahrgang 1978, ist als Zehnjährige mit ihren Eltern aus Polen nach Deutschland ausgewandert - und weiß, wie sich ein Neustart in der Fremde anfühlt. Für ihr von der VG Bild-Kunst gefördertes Island-Projekt "HEIMAt" recherchiert die selbständige Fotografin seit 2013 vor Ort. Mehr Infos zur Fotografin unter: www.marzenaskubatz.com

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"Ich wollte einfach weg": Ursula, Jahrgang 1930, wusste schon als kleines Mädchen, dass sie eines Tages Deutschland verlassen würde. Ihren ersten Ehemann Jon lernte sie 1949 auf der "Esja" kennen, er war Schiffskoch an Bord des Passagierdampfers. Nach ihrer Ankunft in Island kam Ursula zunächst auf einen Bauernhof zwischen Holmavik und Drangsnes, im Nordwesten des Landes. Um ins nächste Dorf zu kommen, musste sie 45 Minuten zu Fuß gehen.

Eisheimat: Heute lebt Ursula in einem Heim für Blinde und Sehbehinderte in Reykjavik, schwer lastet die Einsamkeit auf der 85-jährigen Witwe, die einzige Tochter lebt in Dänemark. Das Schicksal von Ursula sowie weiterer Esja-Frauen hat Regisseurin Heike Fink in ihrem 2013 erschienenen Dokumentarfilm "Eisheimat" porträtiert. Bereits 1997 thematisierte der Film "Maria" (mit Barbara Auer in der Hauptrolle) die Geschichte der deutschen Einwanderinnen in Island, Regie führte Einar Heimisson.

Flucht vor Kriegstrauma und Familienzwist: Alma, Jahrgang 1933, stammt aus Neustadt in Holstein. Als Zwölfjährige musste sie mit ansehen, wie die deutschen Schiffe "Cap Arcona" und "Thielbek" am 3. Mai 1945 in der Lübecker Bucht von britischen Bombern versenkt wurden: Rund 7000 der an Bord eingepferchten KZ-Häftlinge starben. Zum Entsetzen ihres protestantischen Vaters verliebte sich Alma als Teenager in einen Katholiken. Damit sich die Wogen wieder glätteten, entschied sie sich, für ein Jahr nach Island zu gehen. Alma kam am 29. August 1950 mit der "Bruarfoss" in Reykjavik an.

Fußballmannschaft beisammen: In Island angekommen, verliebte sich Alma (sitzend, mit einem Baby im Arm) in den Bauern Oskar (r. neben ihr) - das Ehepaar bekam neun Kinder. Der Fotografin Skubatz sagte sie: "Einen so guten Mann findet man heute nicht mehr." Das Foto, das die elfköpfige Familie zeigt, entstand in den Siebzigerjahren, Alma trägt eine isländische Tracht.

Leben am Fuß des Vulkans: Gemeinsam bewirtschafteten Alma und Oskar die Farm Alftarholl im Süden Islands, die beiden züchteten Schafe, Pferde und Kühe. Heute betreibt ein Sohn des Ehepaares den Bauernhof.

Aus Deutschland mitgebracht: Heidelberg, Hamburg, der Schwarzwald - Wandteller zieren die Wohnung von Alma. Im Zentrum: ein Foto der Eltern.

Seit 66 Jahren in Island: Alma lebt heute in einer Wohnung in Selfoss im Süden des Landes - dort, wo sie 1950 als Dienstmädchen ihr erstes Jahr auf der Insel verbrachte.

Relikte aus der alten Heimat: Die Wanduhr ist ein deutsches Mitbringsel, sie hängt bei Alma neben einer Luftaufnahme ihres Geburtsorts Neustadt und einem Schleswig-Holstein-Wappen. Nach dem Tod ihres Mannes zog sie nach Hamburg, doch fehlten ihr, wie sie Fotografin Skubatz erzählte, die Natur und die isländische Lockerheit. Nach einem halben Jahr kehrte Alma zurück in den hohen Norden.

"Wie kann man nur hier leben? Hier sieht es ja aus wie auf dem Mond!" Dies dachte sich Gerda, als sie 1949 nach Island kam und sich über die fehlenden Bäume wunderte. Die 1922 in Schleswig-Holstein geborene Deutsche arbeitete ein Jahr lang auf der Farm Tungufelli, dann ging sie nach Midfell im Westen Islands, wo sie mit ihrem Mann Andres Helgasson lebte. Ihr Sohn Gunnar, der 1939 in Deutschland geboren wurde, kam im Alter von elf Jahren nach Island nach. Mit ihrem isländischen Mann bekam sie noch einen weiteren Sohn sowie eine Tochter.

Größte Immigrantengruppe: Das Foto zeigt Gerda mit ihrem Mann und einem gemeinsamen Enkelkind. Laut der Journalistin und Buchautorin Anne Siegel, die das Schicksal der deutschen Einwanderinnen erforscht hat, gingen zwischen 1949 und 1951 an die 500 Frauen nach Island. Damit waren die Esja-Frauen lange Zeit die größte Immigrantengruppe auf der Insel. Zahlreiche Frauen blieben nach Ablauf ihres Landwirtschaftsjahres im Land - heute leben Siegel zufolge noch etwa 20 von ihnen.

Vom Vizekonsul angeworben: Ebenso wie Ursula stammt Elfried aus Lübeck. Der isländische Vizekonsul Arni Siemsen, der die Anwerbungsaktion des isländischen Bauernverbands von Deutschland aus koordinierte, sprach die junge Frau 1949 an. Elfried, die in dem Restaurant arbeitete, in dem Siemsen aß, sagte sofort zu. Eine Mischung aus Abenteuerlust und Liebeskummer habe sie dazu bewogen, verriet Elfried der Fotografin Marzena Skubatz.

Turbulente Überfahrt: Elfried mit einem jungen Mann an Bord des Passagierdampfers "Esja", der die ersten deutschen Frauen im Juni 1949 von Hamburg aus nach Reykjavik brachte. An Bord befanden sich 281 Frauen und 79 Männer. Der isländische Bauernverband ließ auch Männer für das Landwirtschaftsjahr zu, damit die Aktion nicht allzu offensichtlich nach Heiratsmarkt aussah. Bei Windstärke sieben wurden fast alle Passagiere seekrank.

Zweite Heimat im hohen Norden: Hier, in Siglunes, ganz im Norden des Landes, verbrachte Elfried ihre ersten Jahre. Die Farm, auf der sie arbeitete, konnte nur per Boot erreicht werden, der Stall diente als Toilette. Erlendur hieß der junge Mann, der Elfried nach ihrer Ankunft vom Boot aus an Land trug. Er verlor sein Herz an die Deutsche, gestand ihr seine Liebe jedoch erst in letzter Sekunde - als Elfried nach Ablauf ihres Landwirtschaftsjahres bereits auf gepackten Koffern saß. Die junge Frau...

...sagte "Ja" zu Erlendur, heiratete den schüchternen Isländer - und bekam neun Kinder mit ihm. Laut einer Studie des isländischen Historikers Petur Eiriksson aus dem Jahr 2008 gibt es etwa 340 direkte Nachkommen der Esja-Frauen - und wohl mehr als 1000 Enkel.

Leben am Fjord: Der Mjoifjördur, ein rund 18 Kilometer langer Fjord in der Region Austurland, ganz im Osten Islands. Dort lebte Elfried die längste Zeit ihres Lebens, mit ihrem Mann Erlendur betrieb sie auf der Landzunge Dalatangi eine Wetterstation.

Leidenschaftliche Gärtnerin: In ihrem Wintergarten zieht Elfried Erdbeeren und Kirschen. Bereits in den ersten Jahren in Island begann sie damit, verschiedene Blumen- und Gemüsesorten anzubauen, die Samen schickte man ihr aus Deutschland zu. Denn wegen der vielen Frosttage war es in Island damals unüblich, Gärten anzulegen. Esja-Frauen wie Elfried, Alma und Ursula bauten ihr Obst und Gemüse unter Plastikplanen sowie in Gewächshäusern an, zudem brachten sie die Tradition des Einkochens mit. "Die Isländer haben viel von uns gelernt", sagt Ursula im Interview.

Schneemädchen: Elfried mit ihrem ersten Kind Helga.

Großer Mann, kleine Frau: Erlendur und Elfried bei einer Wanderung in den Bergen. Das Ehepaar war glücklich bis zu Erlendurs Tod im Jahr 2012. Heute bewirtschaftet eine der Töchter die Farm in Siglunes.

Aus Polen ins Land der Trolle: Bei ihren Recherchen traf Fotografin Marzena Skubatz auch auf Georg (hier ein altes Foto mit seiner Ehefrau). Der gebürtige Pole wanderte nach dem Zweiten Weltkrieg gemeinsam mit den Esja-Frauen nach Island aus, wo er sich verliebte. Georg und seine Frau bewirtschafteten eine Farm in der Nähe von Fludir im Süden des Landes, wo die beiden Gemüse in Gewächshäusern anbauten.

"Ein glückliches Leben": So lautet die Bilanz von Island-Einwanderer Georg. Fotografin Marzena Skubatz spürte ihn und zehn Esja-Frauen bei ihren 2013 begonnenen Recherchen auf. "HEIMAt" lautet der Titel ihres Projekts, das im Herbst 2016 in Buchform erscheinen soll - "heima" bedeutet auf Isländisch so viel wie "Heimat" oder "zu Hause". Laut Skubatz ist Georg der einzige Mann von den 79 männlichen Auswanderern, der in Island geblieben und noch am Leben ist.

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Zur Autorin
Katja Iken

Katja Iken einestages-Redakteurin, Jahrgang 1972, Absolventin der Axel-Springer-Journalistenschule, seit 2007 bei einestages. Studierte Geschichte und Romanistik, promovierte in Rom über Feminismus im Ersten Weltkrieg.

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1. Ein wirklich interessanter Bericht...
Ingo Meyer, 02.08.2016
Ich bezahle gern 39 €-Cent für diesen Bericht. Das ist ein Stück wundervoller Zeitgeschichte, von der ich bisher nichts wusste. Gleichzeitig wird daran deutlich, dass Einwanderung nur gezielt im Sinn der Integration glücken kann. Frauen sind da ohnehin anpassungsfähiger. Ich denke, aus dem triesten Deutschland der späten 40er Jahre sind viele Frauen in die ganze Welt ausgewandert. Man hat nur ein Leben!
2.
Franz Müller, 03.08.2016
Hups, Einestages verschwindet auch hinter der Paywall? Sehr schade :-( Ich hoffe, SPON übertreibt es nicht noch mehr damit.
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