Irre Ferienjobs Sommer, Sonne, sauviel Arbeit

Arbeiten als Aktmodell in der Volkshochschule oder Versuchskaninchen für die Pharmaindustrie: Während die meisten sich in den Sommerferien am Strand sonnen, müssen manche malochen - und erleben verrückte, witzige oder spannende Geschichten.

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"Ferien" und "Job" - zwei Begriffe, die eigentlich nicht zusammengehen. Trotzdem haben Sie in Ihrer Schul- oder Studienzeit bestimmt auch so manchen Sommer durchmalocht, statt in den Urlaub zu fahren oder wenigstens wochenlang am Baggersee zu brutzeln.

Haben Sie für eine Hand voll D-Mark auf der Müllhalde Abfall sortiert? Oder standen Sie für fünf Euro in der Stunde als Handyherstellermaskottchen verkleidet in der Fußgängerzone? Harrten Sie stundenlang als Aktmodell auf einer Tischplatte in der örtlichen Volkshochschule aus? Vielleicht haben Sie ja auch Ihren Körper zu Versuchszwecken an die Wissenschaft vermietet.

Wahrscheinlich aber haben Sie viel spannendere, witzigere oder verrücktere Ferienjobs gehabt, als wir es uns vorstellen können.

Erzählen Sie uns von Ihrem aufregendsten Ferienjob - egal ob aus dem letzten Sommer oder Ihrer Jugend in den fünfziger Jahren! Was haben Sie gemacht? Was erlebt? Und was wollten Sie sich von dem erschufteten Geld anschaffen?

Erzählen Sie Ihre Geschichte einfach in der Debatte!

Oder haben Sie sogar Fotos von Ihrem irrsten Ferienjob? Dann können Sie diese einfach von Ihrer Festplatte hochladen - oder Sie klicken rechts oben auf dieser Seite das Symbol "Foto hinzufügen" an.

Die einestages-Redaktion freut sich auf Ihre Bilder und Geschichten!



insgesamt 18 Beiträge
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Seite 1
Udo Lubich, 30.07.2010
1.
Ziemlich heisser Sommer 1976! Und dann Ferienarbeit in einer Ziegelei. Sechs Wochen die warmen bis heißen Steine aus dem Ofen pallettenfertig stapeln. Es war eine Tortur für den ganzen Körper (die Hitze - draußen und drinnen) und für die Hände. Sollte man den - primitiven - Schutz anziehen/ausziehen? Mit Schutz waren die Ziegel (temperaturmäßig) relativ gut zu ertrgen, jedoch nach einiger Zeit hatte man kein Gefühl mehr in den Hände, wegen des Schutzes, also Schutz aus, zumindest ein paar Minuten, und dann doch wieder an, wegen der heißen Steine. Aber im nachhinein ... ich möchts nicht missen, ich könnts aber kein ganzen Leben lang wie die ständigen Mitarbeiter dort ... und es war dort keiner unter 10 Jahren dabei ... Grüße Udo
Mathias Völlinger, 30.07.2010
2.
höhö, ich hatte ein "Ferienabo" bei Daimler-Benz in meiner badischen Heimat. Zweimal im Jahr, jeweils 2 Monate. Selbsteinrichter an div. Maschinen. Dauernachtschichten. ca 20.000 DM p.A. Ich war daher ein ziemlich "reicher" (Physik-)Student und konnte diverse "Urlaubssemester" machen. Rucksacktechnisch in Asien, Afrika. lol. Bei einer der Reisen hatte ich glatt die deutsche Wiedervereinigung verpasst. 1989/90. Da war ich von Pakistan bis Indonesien unterwegs. Das ist allerdings schon lange her und sowas ist wohl heutzutage nicht mehr möglich, und ich bedauere die heutige Studentengeneration, welche mit 7,50 ? oder so abgespeist werden beim kellnern. Jetzt bin ich als Informatiker in Berlin tätig. Also: Es hat nichts geschadet :)
Peer-Uli May, 30.07.2010
3.
Ich habe als Schüler in St. Tropez in einer Yachtvermietung gejobbt: tagsüber die Yachten der Touristen entgegennehmen, in den Heimathafen fahren und die Dellen reparieren die die Touris reingefahren haben. Bezahlung immer abends bar auf die Hand, danach in den überteuerten Clubs alles auf den Kopf gehauen. Waren super Wochen, nur leider kein Geld angespart, das Schuljahr danach war ziemlich trist ;-)
Lina Wohlrab, 30.07.2010
4.
Ich habe als Schülerin in einem Fischgeschäft gejobbt - und damit aufgehört, weil man den Gestank aus Kleidung und vom Körper nur mit viel Schrubben und mit viel Kernseife wieder los wird. Was ich in der Zeit gelernt habe: wie man einen Karpfen mit einem Knüppel erschlägt und dass die Viecher ziemlich glitschig sein können, wenn man sie aus dem Becken fischen will, wie man perfekt einen Lachs filetiert, ohne kostbares Fleisch zu verschwenden, wie man exakt 100 Gramm Krabbensalat abwiegt und dass Langusten noch leben, wenn man sie verkauft, und wieder zu krabbeln anfangen, wenn sie nach Eis-Schockstarre auftauen - auch für mich ein ziemlicher Schock beim ersten Langusten-Verkauf.
Dieter Freund, 31.07.2010
5.
Wie immer in den Semesterferien gings im Juni in die große Chemiefabrik in Ludwigshafen zur Arbeit in einen neuen Betrieb. Diesmal in die Farbenproduktion. Was mich erstaunte - beim Einkleiden gabs lange Unterhosen und lange Unterhemden. Und das im Sommer. Zieh ich nicht an - bin doch nicht verrückt. Am zweiten Tag habe ich die warme Unterwäsche angezogen, aber nicht weil es so kalt war, das produzierte Farbpulver drang ohne die Unterwäsche bis auf die Haut, und je nach Produktion konnte man sich die grüne oder blaue Farbe mit viel Arbeit von der Haut schrubben. Aber die Bezahlung war super, es gab längere Waschzeiten und Zahnpasta und Zahnbürste umsonst (auch die Zähne nahmen die Farbe an). Wir hatten es noch gut, im Nachbarbetrieb mussten sich die Mitarbeiter einlehmen, da die Farbe in die Haut einzog. Für diese Mitarbeiter gabs noch Geld für die Bettwäsche, da im Sommer mit dem Schweiss die Farbe in den Stoff eindrang. Ob das heute noch so ist? Wage ich zu bezweifeln.
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