Fernsehserie "Die Deutschen" Geschichte vor der Linse

Wirtschaftswunder und Mauerbau, Studentenunruhen und Familienfeiern, Parteiaufmärsche und Urlaubsvideos: Die neue Fernsehserie "Die Deutschen" von SPIEGEL TV zeigt Geschichte aus einer anderen Perspektive. Amateurfilme, Werbespots und "Homevideos" dokumentieren Freud und Leid der deutschen Bevölkerung in 50 Jahren.


Es war das Jahrhundert zweier Weltkriege, die Zeit von Aufbruch und Untergang, von Größenwahn und Massenmord, von Wiederaufbau und Teilung: Deutsche Geschichte zwischen 1918 und 1970.

Die großen Ereignisse dieser Jahre wurden auf Film dokumentiert, in Wochenschauen oder Propagandafilmen öffentlich vorgeführt. Doch es existieren auch andere, private Bilder.

Als Free-TV-Premiere in drei Teilen zeigt SPIEGEL TV eine spektakuläre Zeitreise in die deutsche Alltagsgeschichte des 20.Jahrhunderts. Der Bremer Dokumentarfilmer Hermann Pölking-Eiken hat über Jahrzehnte in ganz Deutschland Filmdokumente gesammelt, viele davon bislang unveröffentlicht. Er hat aus Tausenden von "Homevideos", Amateurproduktionen und Werbefilmen die interessantesten ausgewählt und zu einem spannenden Bilderreigen verarbeitet: Deutschland privat in den zwanziger Jahren, während des Dritten Reichs und in der Nachkriegszeit in Ost und West. Er zeigt die großen und die kleinen Geschichten, tragische Szenen und freudige Ereignisse, Bilder von Familienfeiern und politischen Ereignissen, aus dem Krieg und aus den deutschen Diktaturen, vom Wirtschaftswunder und dem Mauerbau, von Parteiaufmärschen und Studentenunruhen. Erstmals wird so deutsche Geschichte im Fernsehen aus einer neuen Perspektive erfahrbar mit aller Dramatik der Politik und des Lebens.

Teil 2 der Serie behandelt die Jahre 1939 bis 1947: Hitler ist unangefochtener Diktator, und die Volksgemeinschaft hat es sich unter dem Hakenkreuz bequem gemacht. Das Regime hält "Die Deutschen" bei Laune. Die brutalen Übergriffe gegen die jüdische Bevölkerung lassen Schlimmes erahnen. Im September 1939 erobert die deutsche Wehrmacht in einem Blitzkrieg Polen und ein Jahr später Frankreich. 1941 beginnt Hitler einen Vernichtungskrieg gegen die sowjetische Bevölkerung. An der Heimatfront sind die Zeiten der Siege nun vorüber. "Die Deutschen" müssen sich an Lebensmittelknappheit und nächtliche Luftangriffe gewöhnen. Eine Stadt nach der anderen versinkt im Bombenhagel der Alliierten. 1945 ist der Zweite Weltkrieg zu Ende, das Land liegt in Trümmern. Ein Neubeginn. Die Siegermächte betonen, dass Deutschland als Ganzes erhalten bleiben soll. Trotzdem ist unübersehbar, dass die Teilung bereits begonnen hat.

Teil 3 der Serie behandelt die Jahre 1948 bis 1970. Während der Berliner Blockade wird die Bevölkerung 1949 von den Westalliierten elf Monate aus der Luft versorgt. Täglich werden mehrere Tausend Tonnen Lebensmittel in die Stadt geflogen. Deutschland wird geteilt. Die Sowjetunion gliedert die DDR in den sozialistischen Blocks ein. Der Westen unterstützt die Bundesrepublik. Von der Aufbauhilfe der jeweiligen Partner profitieren "Die Deutschen". Aus den Besatzern werden Verbündete. Die Bundesrepublik und die Deutsche Demokratische Republik werden in die jeweiligen Bündnissysteme eingegliedert: Warschauer Pakt und Nato. Als immer mehr Familien in den Westen fliehen, lässt die Regierung der DDR schließlich 1961 die Berliner Mauer bauen. Eine Wiedervereinigung Deutschlands scheint auf lange Zeit undenkbar. Erst Ende der 60er Jahre setzt Willy Brandt mit einer "Politik der kleinen Schritte" erstmals auf Annäherung und Entspannung mit der DDR.



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