Flucht eines DDR-Fotoreporters 24 Stunden Angst in Zagreb

Flucht eines DDR-Fotoreporters: 24 Stunden Angst in Zagreb Fotos
Uwe Gerig

"Haben Sie den Schritt gründlich überlegt?", fragte der Konsularbeamte. Uwe Gerig hatte. Auf einer Jugoslawien-Reise setzte sich der DDR-Fotoreporter vor 30 Jahren in den Westen ab. Teile seines Bildarchivs hatte er bereits außer Landes geschafft. Auf einestages beschreibt er die dramatische Flucht. Von Uwe Gerig

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Uwe Gerig arbeitete als Reporter für die "Neuen Berliner Illustrierten" ("NBI") in Ost-Berlin, als er sich entschloss, seine Heimat, die DDR zu verlassen. Die Flucht war lange vorbereitet worden. In Paketen hatte der Fotograf ausgewählte Dias und Negative vorab zu Freunden in die Bundesrepublik geschickt.

Am 10. Oktober 1983 flogen Gerig und seine Frau dann mit einer Reisegruppe von Parteikadern von Berlin-Schönefeld aus offiziell in den Urlaub nach Jugoslawien. "Doch in Ferienstimmung waren wir beide nicht", erinnert sich der Journalist und Fotograf 30 Jahre später. Die Reise wollten sie zum Absprung in den Westen nutzen. Doch es war nicht ganz leicht, sich von der Reisegruppe abzusetzen. Das Paar täuschte Recherchen für eine Reportage vor. So gelang es ihnen schließlich, sich von der Adriaküste nach Zagreb durchzuschlagen. Sie hofften, dort beim bundesdeutschen Konsulat neue Papiere für die Ausreise aus Jugoslawien zu bekommen. Doch auch das war nicht so einfach wie gedacht. Gerig berichtet von den dramatischen Stunden:

Mittwoch, 19. Oktober 1983. Zagreb, Hotel Central.

Wir frühstücken ausgiebig. Das erste Essen seit 24 Stunden. Dann lassen wir uns den Weg zum Konsulat beschreiben. Wir fragen vorsichtshalber nicht im Hotel, sondern am Informationsschalter im Bahnhof. Das Konsulat, so erfahren wir, befindet sich in einem Neubauviertel am Stadtrand, mit dem Taxi zehn Minuten von hier. Wir haben kein Geld für ein Taxi. Wir machen uns zu Fuß auf den Weg.

Dann das ovale Schild mit dem schwarzen Bundesadler! Ich könnte losheulen. Vor Freude. Wir haben es endlich geschafft. Jetzt kann uns nichts mehr passieren. Wir werden gleich einen neuen Pass bekommen und nachmittags mit der Lufthansa nach Frankfurt fliegen.

Doch es kommt alles ganz anders. Der junge Mann in der Uniform des Bundesgrenzschutzes weist uns zur Anmeldung. Wir legen dort unsere beiden DDR-Personalausweise vor. Der Uniformierte sagt nur: "Oh, Gott!", und behält die Papiere ein. "Warten Sie bitte dort drüben!"

Der Raum ist klein. Die Wände sind geschmückt mit bunten Urlaubsbildern: Schloss Neuschwanstein, ein Schiff auf dem Rhein, der Roland von Bremen. Schönes Deutschland.

Der örtliche Vertreter dieses schönen Deutschland, das unsere neue Heimat werden soll, empfängt uns nicht gerade freundlich. Es ist nicht der Leiter des Konsulats, wie wir gedacht hatten, auch nicht der Stellvertreter des Leiters, sondern irgendein Beamter, der Pass-Angelegenheiten zu bearbeiten hat. Kein Willkommen also, sondern geschäftsmäßige Fragen. Wir sind ernüchtert.

Der Mann schwenkt unsere Ausweise und blickt uns eindringlich an: "Sie wollen die DDR verlassen. Haben Sie diesen Schritt gründlich überlegt?" Wir nicken. "Ich muss Sie noch einmal fragen", sagt der Mann: "Haben Sie den Schritt gründlich überlegt? Sind Sie sich über die Konsequenzen im Klaren?"

Wir sagen beide deutlich ja. Das hatte der Beamte wohl erwartet. Es war sozusagen eine "offizielle Befragung". Jetzt ist auch aktenkundig, dass wir die DDR verlassen haben. Deutsche Gründlichkeit.

"Ich belehre Sie darüber", sagt der Beamte, "dass Sie als Deutsche unter dem Schutz des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland stehen. Auf Ihren Antrag werde ich Ihnen ein Personen-Ersatzdokument ausstellen."

"Was ist denn ein Personen-Ersatzdokument", frage ich vorsichtig. "Wir denken, dass wir von Ihnen einen Reisepass bekommen." Der Beamte lehnt sich zurück in seinem Stuhl und lächelt gönnerhaft. "Den Reisepass können Sie später beantragen, jetzt bekommen Sie erst mal Personen-Ersatzdokumente, damit können Sie aus Jugoslawien ausreisen."

"Wird uns ein Konsularbeamter zum Flughafen begleiten und kontrollieren, dass man uns tatsächlich ausreisen lässt?", frage ich. "Wir werden sicherlich inzwischen gesucht, die DDR wird die Fahndung auch an die jugoslawische Miliz gegeben haben. Wenn die unsere Namen dann auf einem Personen-Ersatzdokument von Ihnen sehen, gibt es bestimmt Ärger."

"Machen Sie sich keine Sorgen", erwidert der Beamte. "Die von der Miliz reißen sich nicht den Arsch auf. Und für die DDR schon gar nicht. Mit einem Papier von uns wird Sie jeder ausreisen lassen."

"Und wie kommen wir am schnellsten nach Frankfurt?" frage ich. "Nachmittags soll von Zagreb eine Maschine der Lufthansa fliegen."

"Haben Sie Tickets?"

Natürlich nicht. Wir wussten ja bis gestern nicht, wann wir unsere Reisegruppe gefahrlos verlassen können. Außerdem haben wir kein Geld. Das Konsulat wird uns die Tickets sicher bezahlen. Wir geben das Geld dann später zurück.

"Also hören Sie mal", sagt der Beamte wieder in diesem gönnerhaften Ton, "ich stelle Ihnen die Personen-Ersatzdokumente in Anbetracht Ihrer Lage gern kostenlos aus, aber um die Tickets müssen Sie sich schon selbst kümmern. Geld gibt es dafür vom Konsulat nicht. Telegrafieren Sie Ihren Freunden in Frankfurt. In zwei Stunden ist das Geld hier."

Ich versuche dem Mann begreiflich zu machen, dass wir nicht irgendwelche Flüchtlinge sind, sondern dass ich für eine nicht ganz unbedeutende Illustrierte in Ost-Berlin gearbeitet habe und unsere Flucht deshalb in höchsten Kreisen Wirbel machen würde. Wir wären jetzt in besonderer Gefahr. Wenn man uns hier in Jugoslawien entdecken und schnappen würde, müssten wir mit einer Auslieferung in die DDR rechnen und dort mit Zwangsmaßnahmen. "Wollen Sie das verantworten?"

Der Beamte hat sich das alles angehört. "Ich kann da nichts machen. Ich habe meine Vorschriften", sagt der Beamte. Später wird er vom Bundesaußenministerium eine Rüge erhalten, weil er uns sofort ins nächste Flugzeug nach Deutschland hätte bringen lassen müssen, um unsere Sicherheit nicht zu gefährden. Auch für einen Fall wie den unseren gibt es deutsche Vorschriften. Der Beamte in Zagreb kannte diese Vorschriften nicht. Für uns hätte sein Fehler zur schlimmen Falle werden können.

Jetzt haben wir zwei nagelneue "Personen-Ersatzdokumente" in der Tasche. Aber kein Geld. Und Hunger. Von den letzten Dinaren kaufen wir Brötchen und eine Flasche Coca Cola. Dann melden wir beim Hauptpostamt ein R-Gespräch nach Frankfurt an. Minuten später sprechen wir mit unserem Freund.

"Wir haben uns schon Sorgen gemacht."

"Alles ist in Ordnung", sage ich kurz. "Wir sind in Zagreb und brauchen dringend Geld. Telegrafisch, hier an das Hauptpostamt. Bitte, schick das schnell!"

Jetzt können wir nur warten. Im Hotel müssen wir Bescheid sagen, dass wir noch eine Nacht bleiben. Doch was passiert, wenn der Mann an der Rezeption erst das Geld für die letzte Nacht haben will? Wir haben kein Geld. Wir haben nur die Telefonnummer des tüchtigen Beamten vom Konsulat, der uns gesagt hatte, "im Notfall" sollten wir ihn anrufen.

Wieder Glück. An der Rezeption fragt niemand nach Geld. Unsere Buchung wird verlängert.

Wir laufen ziellos durchs Zentrum. Eigentlich interessiert uns gar nichts. Wir haben Hunger. Und wir haben immer noch Angst. Trotz des neuen Ausweises mit dem schwarzen Bundesadler. Ist dieser Ausweis in unserer Situation wirklich ein Schutz für uns? Das blaue DDR-Papier haben wir vorsorglich im Hotel gelassen und irgendwo beim Waschzeug versteckt. Hier auf der Straße sind wir Bundesbürger, falls uns jemand ansprechen und nach unseren Dokumenten fragen sollte.

Wir sind jetzt neun Tage unterwegs und wissen noch immer nicht, wie alles weitergehen wird. Lange halten wir das nicht mehr aus. Auch unserer Tochter Gaby können wir keine Nachricht übermitteln. Für sie muss es eine ähnlich schlimme Situation sein. Aber bestimmt kommt morgen das Geld auf dem Hauptpostamt an. Voller Angst spazieren wir durch Zagreb. Immer wieder drehen wir uns um.

Folgt uns jemand? Haben uns die beiden Polizisten eben angesehen? Spricht der eine gerade eine Vermutung in sein Funkgerät? Wir sind nervös und würden uns am liebsten im Hotel ins Bett legen.

Doch wir warten ja noch auf die telegrafische Geldüberweisung aus Frankfurt! Immer zur vollen Stunde fragen wir am Schalter in der Hauptpost nach. Um Vier. Um Fünf. Um Sechs. Nichts. Hatte der Beamte im Konsulat nicht gesagt "zwei Stunden - und Sie haben Ihr Geld!" Hatte unser Freund die Adresse vielleicht falsch verstanden? Sollten wir noch einmal anrufen?

Um Sieben schließt die Hauptpost. Die Frau am Schalter schüttelt den Kopf, als wir die Halle betreten. Nichts! Kein Geld, also auch keine Fahrkarte! Den Flug hatten wir schon am Mittag aus unseren Überlegungen gestrichen: zu teuer und außerdem nur einmal am Tag, also frühestens morgen Nachmittag. Ein Schnellzug würde dagegen früh gegen Zehn von Zagreb über Salzburg nach München fahren. Diesen Zug würden wir nehmen - wenn das Geld nur kommen würde.

Also, noch eine Nacht im Hotel! Mit knurrendem Magen. Voller Angst vor Entdeckung. Mit Alpträumen. Wir sind am Ende.

Donnerstag, 20. Oktober 1983. Zagreb, Hauptpostamt 8:30 Uhr

Hotel, Hauptpost und Bahnhof befinden sich in Zagreb an einem Platz. Kurze Wege also. Noch vor dem Frühstück laufen wir hinüber zur Hauptpost. Die Frau winkt. Das Geld ist da. Ich lege mein Ausweispapier mit dem Adler vor und unterschreibe. An unsere Tochter in Magdeburg schicken wir ein Telegramm. Dann bezahlen wir im Hotel die Rechnung und frühstücken.

Ruth kauft im Bahnhof die Fahrkarten. Zweimal Zagreb-Frankfurt, ohne Rückfahrt.

Kurz nach Zehn fährt der Zug ab. Niemand hat uns behelligt. Haben wir es geschafft?

Kurzer Halt in Ljubljana. Dann ein kleiner Grenzbahnhof. Jesenice. Der Zug hält vor einem Tunnel. Und bleibt stehen. Fünfzehn Minuten. Dreißig Minuten. Hat das etwas zu bedeuten? Warum fahren wir nicht weiter?

Irgendwann kommen dann doch zwei Uniformierte. Lässig schlendern sie durch den Waggon. Tür auf. "Den Pass, bitte!" Wir zeigen unsere amtlichen Zettel mit dem Bundesadler. Der eine Kontrolleur hat solche Art von Dokumenten offenbar noch nicht gesehen. Er dreht und wendet das "Personen-Ersatzpapier" mit dem Bundesadler, bespricht sich mit seinem Kollegen. Der nickt kurz, dann knallt er seinen Stempel auf die Papiere.

War das die letzte Hürde? Noch fährt der Zug nicht ab.

Mir gehen wieder alle möglichen Gedanken durch den Kopf. Hat irgendjemand mit den Grenzposten telefoniert und angeordnet, nach zwei Deutschen besonders gründlich zu suchen? Kommen die Kontrolleure wegen unserer merkwürdigen Ersatzpapiere noch einmal und stellen Fragen? Minuten, die zur Ewigkeit werden.

Dann ruckt der Zug an und setzt sich langsam in Bewegung. Wir fahren durch einen langen Tunnel. Am Ende des Tunnels beginnt Österreich. Wir haben es geschafft. Keiner von uns reißt in diesem Augenblick die Arme hoch oder stößt einen Freudenschrei aus. Aber wir haben beide Tränen in den Augen und umarmen uns. Dann sehen wir stumm aus dem Fenster. Die Alpen. Schneebedeckte Berge. Weite Täler. Der Kurort Bad Gastein.

Kurzer Halt in Salzburg. Wenige Minuten nach 18 Uhr fahren wir bei Bad Reichenhall über die deutsche Grenze. Um 20:22 Uhr halten wir in München. Wir sind angekommen, wo wir hinwollten: im freien Teil Deutschlands.

Nach zehn Tagen ist die abenteuerliche Flucht am 20. Oktober 1983 für mich und meine Frau zu Ende. Besonders die letzten 24 Stunden waren voller Gefahren. Der DDR-Staatssicherheitsdienst und die jugoslawische Miliz hatten nach uns gesucht, erfuhren wir später. Um die Ausreise unserer Tochter Gaby zu erzwingen, drohte ich mit der Veröffentlichung von Fotos hoher SED-Funktionäre und Journalisten. Der Plan ging rasch auf: Unsere Tochter wurde aus der DDR abgeschoben und kam am 20. Januar 1984 in der Bundesrepublik an. Drei Davids hatten den Goliath Staatssicherheit besiegt.

Zum Weiterlesen:

Uwe Gerig: "Stiller Sieg nach neunzig Tagen: Protokoll einer Selbstbefreiung im geteilten Deutschland". Shaker Media Verlag, Oktober 2013, 292 Seiten.

Das Buch erhalten Sie bei Amazon.

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1.
Holger Radtke 13.10.2013
Ihre Flucht kann ich nachvollziehen und das sie dabei Angst hatten ist verständlich. Aber in meinen Augen waren Sie ziemlich privilegiert. Wer konnte schon für 6000 DDR-Mark in den Urlaub fliegen? Das Sie Ihre Tochter zurück gelassen hatten finde ich verwerflich. Haben ja einige getan. Sie konnten aber nicht wissen, ob Ihre Erpressung funktioniert. Ihre Tochter hätte ebenso gut im Knast landen können. Belege für die Suche der Stasi oder des jugoslavischen Geheimdienstes nach Ihnen bleiben Sie schuldig. Alles in allem bleibt ein Geschmäckle.
2.
Wilfried Bergmann 13.10.2013
Oh Gott, wie verachte ich diese Beamte, die nicht in der Lage sind, sich auch nur ein bisschen in die Lage der Ausreisenden zu versetzen. Das ist die BRD zu hundert Prozent, wie sie damals leibte und lebte. Ein wunderbarer Bericht und widerliche Beamtenmentalität. Ich freue mich, dass diese Geschichte so gut ausgegangen ist. Das Buch werde ich mir zulegen und ich freue mich, dass auch die Tochter die Ausreise in den Westen so gut machen konnte. Ich hoffe nur, dass es auch verständigere Beamte Deutschlands zu jener Zeit gab!
3.
Ralf Koch 13.10.2013
Ich bin schockiert! Herr Gerig wurde nicht vom Botschafter persönlich empfangen, kein roter Teppich, kein Geld, keine Flugtickets... Herr Gerig, finden Sie Ihre Ansprüche, Erwartungen und Verhaltensweisen nicht völlig überzogen? Für Ihr großspuriges Auftreten sollten Sie sich schämen! Die Privilegien der DDR nutzen, um dem System dann in den Hintern zu treten und es auch noch zu erpressen? Ich halte das für keine große Leistung, von Flucht würde ich in diesem Fall nicht sprechen, Jugoslawien war damals praktisch schon der Westen. Ich habe, wie viele andere kleine DDR-Lichter auch, meine Haftzeit wegen versuchter Republikflucht ehrlich abgesessen, wurde von der Bundesrepublik freigekauft und kam mit nichts in der Tasche in den Westen, direkt aus dem Knast. Mit 100 DM Begrüßungsgeld und einer kostenlosen Fahrkarte der DB ab Gießen war ich mehr als zufrieden und dankbar! Mit Bescheidenheit und Ehrgeiz habe ich es dann beruflich zu etwas Erfolg gebracht und konnte in kürzester Zeit jedes Jahr mehr Steuern an den Staat zahlen, als mein Freikauf damals gekostet hat. Ich bin auch heute noch dankbar!
4.
Carsten Beck 14.10.2013
In einem detail erweist sich die erinnerung des autors oder die ortskenbfnis der redaktion als feerhaft: der grenztunnel unter den karawanken endet auf österreichischen seite im rosental. Durch Badgastein fährt man ejn wenig später nach durchfahrt des ca. 100 km nordwestlich gelegenen tauerntunnel. Mfg, carsten
5.
Jens Schuetz 14.10.2013
So also sah es im ganzen Osten aus? Nicht ganz representative wenn sie mich fragen. Ist genauso als ob ein Chinese einige zerfallene Haeuser in Hamburg fotografierte und sie dann als typisch deutsch verkaufen will. Die wenigsten wuerden drauf reinfallen. Ein leeres Fischgeschaeft gab es auch in meiner Stadt, am Wochenende, wenn es geschlossen war. Wer wuerde auch schon Fisch fuer Tage ohne Kunden rumliegen lassen? Da war ein Geschaeft fuer eine Stunde an einem Wochentag geschlossen und der Fotograf beschwert sich? Lustig! Noch lustiger ist Karl Marx im Obstgeschaeft. Das sieht so uebertrieben un untypisch aus das man dem Ladenbesitzer nur wuenschen kann das niemand seinen hervorragenden Sarkasmus erkannte und ihn in den Knast steckte. Es kann aber auch ganz banal sein, das ein ehemaliges Obstgeschaeft von einer DDR Jugendorganization benutzt wurde und die eben ihre Propaganda ins Fenster hing. Hb auch schon einen Lampenladen gesehen an dessen Wand noch "Kolonialwarenladen" stand. Lol?
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