Mittelfeld der Tretertruppe Joey Barton, Ballschlepper und Faustkämpfer

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Als die Kollegen des Fußballmagazins "11FREUNDE" Joey Barton 2013 zum Interview trafen, ging es in der ersten Viertelstunde um Che Guevara und Subcomandante Marcos, um den Kommunismus und George Orwell. "Ich bin anders - von Geburt an. Ich bin nun mal nicht David Beckham", erklärte Barton.

An einem Tag philosophierte der Mittelfeldmann über die Weltpolitik. Am nächsten zettelte er Massenschlägereien an wie im November 2004 bei einem Freundschaftsspiel seines Arbeitgebers Manchester City gegen Doncaster Rovers. Im selben Jahr drückte er auf der Weihnachtsfeier einem Jugendspieler seine Zigarre auf das Augenlid.

Er prügelte sich auch mit Zuschauern oder zeigte ihnen den nackten Hintern. 2007 rückte gar die Polizei aus, um Barton festzunehmen, weil der einen Mitspieler zusammengeschlagen hatte.

Richtig hässlich wurde es im Dezember 2007, als Überwachungskameras aufzeichneten, wie der Fußballer an einer Bushaltestelle einen Mann böse vermöbelte. Die Folge: sechs Monate Haft, 74 Tage saß Barton tatsächlich ein. Mehrfach unterzog er sich Alkoholentgiftungen und Anti-Aggressions-Einheiten.

Aktuell steht der 35-Jährige beim FC Burnley unter Vertrag, wo er allerdings im April 2017 vom englischen Verband zu einer 18-monatigen Strafe verdonnert wurde - er soll sich an illegalen Sportwetten beteiligt haben.

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