Mittelfeld der Klopper-Elf Roy Keane, irischer Vulkan

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Bösewicht, Raubein, Held von Manchester - der Ire Roy Keane gilt als einer der besten Kicker, die je für Manchester United gespielt haben. Auch dank der zupackenden Art des Mittelfeldmotors und späteren Kapitäns wurde United mit Keane im Kader siebenmal englischer Meister, gewann viermal den FA-Cup und holte 1999 die Champions League. Bayern-Fans werden sich daran erinnern.

Regelmäßig schlug Keane allerdings schwer über die Stränge, etwa im Mai 1999, als er den Gewinn der nationalen Meisterschaft damit feierte, im Suff eine Frau zu treten und deren Freundin mit Bier zu überschütten. Seine Teilnahme an der WM 2002 in Japan und Südkorea verhinderte er, indem er einige Monate zuvor Nationaltrainer Mick McCarthy derart derbe beleidigte, dass die "Süddeutsche Zeitung" nur schamvoll schrieb: "Es war eine Tirade von Schimpfwörtern, von denen 'Wichser' das mit Abstand harmloseste war."

Fragwürdige Berühmtheit erlangte Keane 2001, als er sich mit brutalem Foul an einem Spieler namens Alf-Inge Håland rächte, der ihn 1997 nach einer scheinbar harmlosen Kollision verhöhnt hatte. Die war für Keane sehr schmerzhaft und führte zu einem Kreuzbandriss. In seiner Biografie prahlte der Ire später: "Ich wartete bis fünf Minuten vor Schluss. Ich traf ihn sehr hart. 'Nimm das, du Fotze!'"

Auch später als Trainer und Experte stand Keane beständig unter Strom. Trotzdem ist der ewige Hitzkopf inzwischen Teamchef der irischen Nationalmannschaft.

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