Geschichtswettbewerb Der Bundespräsident lässt bitten

Alle zwei Jahre ruft das Staatsoberhaupt Deutschlands Jugendliche zum Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten auf. Jetzt ist es wieder so weit - das Wettbewerbsthema in diesem Jahr: "Helden".

David Ausserhofer

Vor 35 Jahren rief der damalige Bundespräsident Gustav Heinemann erstmals zum "Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten" auf. Mit Unterstützung der Hamburger Körber-Stiftung ist der Wettbewerb seither längst zum führenden Forum für jugendliche Geschichtsforscher geworden. Seit 1973 haben sich mehr als 115.000 Schüler und Studenten mit Beiträgen beteiligt und dabei so unterschiedlichen Themen wie "Alltag im Nationalsozialismus" (1980/81), "Denkmale" (1992/93) oder "Jung und Alt in der Geschichte" (2006/07) bearbeitet.

Alle zwei Jahre wird der Preis ausgeschrieben, jetzt ist es wieder soweit. Am 1. September 2008 fällt der offizielle Startschuss für den Geschichtswettbewerb 2008/09. Das Thema der aktuellen Ausschreibung: "Helden: verehrt - verkannt - vergessen".

Feldherr oder Trümmerfrau, Abenteurer oder Widerstandskämpfer - wer ist ein Held? Was macht ihn oder sie dazu? Wer erhebt jemanden zum Helden, und warum? Was ist das überhaupt, "Heldentum"? "Das kritische Hinterfragen historischer Heldenfiguren und die Suche nach Menschen, deren vorbildliches Handeln bislang nicht im Scheinwerferlicht der Geschichte steht, kann unseren Blick schärfen für das, was im Leben des Einzelnen und der Gemeinschaft wirklich zählt: Zivilcourage, Tapferkeit, uneigennütziges Handeln", erklärte Bundespräsident Horst Köhler zum Auftakt des 21. Wettbewerbs.

Bis zum 28. Februar 2009 haben die Teilnehmer Zeit, um an ihrem Heimatort oder in ihrer Region den Spuren von Lokalhelden, falschen Helden, Möchtegern-Helden, Anti-Helden oder unbesungenen Helden nachzugehen. Wer das Ergebnis seiner Recherchen bei Zeitzeugen und in Archiven, in Büchern, alten Zeitungen und bei Experten rechtzeitig zum Einsendeschluss einreicht, kann sich Hoffnungen auf einen von 550 Preisen im Wert von rund 250.000 Euro machen, die auf Landes- und Bundesebene vergeben werden - und auf eine Berlin-Reise zur Siegerehrung im Schloss Bellevue. Dazu erhalten die Preisträger Gelegenheit, ihre preisgekrönten Heldensagen auf einestages zu veröffentlichen - das Zeitgeschichtsportal von SPIEGEL ONLINE ist seit 2007 Kooperationspartner des Geschichtswettbewerbs und der Körber-Stiftung.

Der Wettbewerb ist offen für alle Kinder und Jugendlichen zwischen 8 und 21 Jahren. Auch Schulklassen, Kurse oder Geschichts-AGs können mit ihren Projekten teilnehmen - den betreuenden Lehrern winken ebenfalls Preise für außergewöhnliches pädagogisches Engagement, und auch die besten zehn Schulen im Wettbewerb werden ausgezeichnet.

Mehr Informationen gibt es auf der Website des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten.



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