Hitler-Postkarte von 1916 19 Zähne weniger

In Bayern ist eine bislang unbekannte Karte von Adolf Hitler aus dem Jahre 1916 aufgetaucht. Aus dem gelblichen Stück Papier geht hervor: Der spätere Diktator sehnte sich nach der Front - und hatte unsagbar schlechte Zähne.


Über Jahre hat ein Mann aus Landshut zu Hause eine Feldpostkarte aus dem Ersten Weltkrieg aufbewahrt, die einen besonderen Sammlerwert haben dürfte. Ihr Absender: Der Gefreite Adolf Hitler, der Deutschland Jahre später in einen zweiten Weltkrieg führte. Das Dokument, das dem "Münchner Merkur" vorliegt, wurde von Ludwig Eiber, Geschichtsprofessor an der Uni Augsburg, begutachtet. Demnach, so berichtet die Zeitung, gebe es keinen Zweifel an der Echtheit der Postkarte. Eine Zweitmeinung hat die Zeitung nicht eingeholt.

Laut dem Bericht ist das Dokument aus gelblichem, steifem Karton. Auf der Vorderseite zeigt es ein Foto des Berliner Landwehrkanals. Datiert ist die mit "A. Hitler" unterschriebene Karte nach dem Poststempel auf den 21. Dezember 1916. Der spätere Diktator schrieb die Karte an seinen Regimentskameraden Karl Lanzhammer, der zu dieser Zeit mit seiner Einheit im Krieg gegen Frankreich stand. Hitler selbst war damals beim Zweiten Bayerischen Infanterieregiment in München stationiert.

Aus dem Dokument geht hervor, dass Hitler einen schmerzhaften Zahnarztbesuch hinter sich gebracht hatte: Auf der Postkarte gibt er an, dass ihm 19 Zähne gezogen worden seien. Seinem Freund Lanzhammer schrieb er: "Kannst Dir denken, wie nett ich ausgesehen habe. Jetzt geht es mir besser."

Nach Auswertung von Zahnschemata sei allerdings klar, dass Hitler mit seinen Angaben übertrieben haben muss, schreibt der "Münchner Merkur" in einer Vorabmeldung. So hätten ihm maximal 15 Zähne gezogen werden können. Der Eingriff liefert dennoch womöglich eine Erklärung dafür, warum Hitler von Anfang Oktober 1916 bis Anfang März 1917 nicht an der Front war.

Zweiter Hitler-Postkartenfund innerhalb von zwei Jahren

Aus dem nun aufgetauchten Dokument geht außerdem hervor, dass sich Hitler nach dem Kriegsgeschehen sehnte. Er schrieb: "Leider keine Aussicht, dass ich wieder hinaus komme wenigstens jetzt nicht. Möchte ich wäre wieder bei Euch."

Dass die Postkarte der Öffentlichkeit bislang nicht bekannt war, hat dem Zeitungsbericht zufolge einen einfachen Grund: Sie ist in Privatbesitz. So hatte der Landshuter Hermann S. die Karte von seinem Vater erhalten, der im Zweiten Weltkrieg einen Kriegskameraden namens Lanzhammer hatte - ein Verwandter jenes Karl Lanzhammer, an den Hitler die Karte schrieb. Von ihm soll der Vater des jetzigen Besitzers die Ansichtskarte als Geschenk in den fünfziger Jahren erhalten haben.

Vor zwei Jahren tauchte in München schon einmal eine Postkarte Hitlers an seinen Kriegskameraden Lanzhammer auf, die zwei Tage früher datiert ist als die nun veröffentlichte. Auch in dieser erwähnte Hitler, dass er sich "zurzeit in zahnärztlicher Behandlung" befinde, nannte aber keine weiteren Details. Lanzhammer überlebte den Krieg übrigens nicht: Er starb während seiner Fliegerausbildung im März 1918 in Oberschleißheim bei München.

lab

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insgesamt 35 Beiträge
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Seite 1
Jenny Lochmann, 05.04.2014
1. Wichtig?
Ist es wirklich eine Meldung Wert, dass Hitler eine Postkarte geschrieben hat? Oder dass er Zahnschmerzen hatte? Muss jetzt die Geschichte neu geschrieben werden? Es ist doch klar, dass er, wenn er nicht gerade beim Völker morden war, auch mal normale Dinge getan hat. Aber an dem was er war - ein Verbrecher - wird das kaum etwas ändern.
Xaroel Mendoras, 05.04.2014
2. Hitler zum xxxxx.
Und wieder ein Beitrag zur medialen Hitlerobsession. Hitler ist in aller Munde, immer. Ich hätte einen Auftrag für den geneigten Redakteur: Durchforsten Sie doch bitte mal alle Archive in den deutschen Medien und der Literatur. Wieviel mal wird Hitler im Vergleich mit sagen wir mal Mutter Theresa oder Anderen "Guten" (Friedensnobelpeisträger exklusive Obama od. andere) thematisiert? DAS würde mich mal interessieren. Dieser Geschichtsklatsch ist völlig uninteressant.
KatjaJohn, 05.04.2014
3. interessant
zwei Postkarten innerhalb von zwei Tagen? Das muss ja wirklich ein recht lieber Freund gewesen sein... Wer weiß: wäre der nicht im Krieg gefallen, hätte AH vielleicht seine Machtgelüste in einer mehr oder weniger liebevollen Beziehung ausgelebt statt als frustrierter Kriegstreiber - und vielleicht hätte er sich dann mit seinen homophilen Anteilen versöhnt statt sie im Außen zu verfolgen..
K J, 05.04.2014
4. Naja...
1916? Da war er ja noch nicht der Machtbesessene. Aber dennoch hat es einen geschichtlichen Wert, den man weder verleugnen noch verschleiern sollte. Schließlich so schlimm der Fanatiker war, es gehört zur Geschichte Deutschlands, Europas und der ganzen Welt irgendwo.
Sebastian Buchholz, 05.04.2014
5. Zahnersatz
Mal eine Frage: Wenn er schon so früh die Hälfte aller Zähne gezogen bekam, wie sah denn 1916 ein Zahnersatz aus? Weiß das jemand? Wär mir neu, dass Hitler so zahnlos aussah...
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