In sieben Schritten Wie Thomas Jeffersons Liebe zu Paris die Katastrophe von Fukushima auslöste

Per Wikipedia durch die Weltgeschichte: Jeden Monat wühlt sich Danny Kringiel durch die uferlose Online-Enzyklopädie - und entdeckt auf einer absurden Zeitreise, dass absolut alles mit absolut allem zu tun hat.


1. Teil: Export einer Revolution

AP

Das Seine-Ufer hinunterschlendern, die Rosettenfenster der Kathedrale Notre-Dame bestaunen, dann auf einen Milchkaffee ins Café Procope - für viele war und ist Paris die schönste Stadt der Welt. Zum Beispiel für Thomas Jefferson, der 1785 als amerikanischer Botschafter in die französische Hauptstadt kam. Mit Haut und Haaren verfiel er der Architektur, dem französischen Wein - und der (verheirateten) Pariser Malerin Maria Cosway.

Vor allem aber begeisterte er sich für die Werte der Französischen Revolution, und ganz in diesem Geiste wurde er zu einem der prominentesten Unterstützer der amerikanischen Bill of Rights, die 1789, im Jahr seiner Heimkehr nach Amerika, in Kraft trat. Sie sollte als Zusatz der amerikanischen Verfassung die Rechte des Einzelnen sichern - und bestimmt bis heute mit ihren Regelungen etwa zur Meinungsfreiheit, zur Religionsfreiheit oder dem Recht auf das Tragen von Waffen die amerikanische Kultur. Besonders prägend für das amerikanische Selbstverständnis sollten jedoch die Verfassungszusätze zur Presse- und Meinungsfreiheit sein, die rund 50 Jahre nach der Entstehung der Bill of Rights...



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insgesamt 15 Beiträge
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Günter Vrauer, 05.04.2012
1.
Ganz witziger Artikel. Leider disqualifiziert er sich durch den letzten Absatz. Die evakuierten Personen und die verendeten Tieren sind NICHT eine Folge der zerstörten Reaktoren. Sondern des Erdbebens und des Tsunamis. Klasse das durch solche unwahre Information weiter Panik geschürt wird, anstatt sachlich aufzuklären. Aber das war mit dem Artikel wohl eh nicht beabsichtigt.
George Rauscher, 05.04.2012
2.
Hot drinks are not for the body or belly, das ist einer der Leitsätze des Mormonentums, alle zusammen nennt man die Words of Wisdom. Tatsächlich wird man keinen Mormonen Tee oder Kaffee trinken sehen, wer einmal nach Utah kommt kann das gut beobachten :))
Lars Wiefel, 05.04.2012
3.
Das ist doch ein alter Hut. Das "Wiki-Spiel" ist bei uns im Freundeskreis/Uni schon vor ein paar Jahren kursiert. Ziel ist es, von einem zufälligem Artikel mit maximal 5 Klicks auf ein bestimmten Wiki-Artikel zu kommen, in US-Foren meist Adolf Hitler.
Gerd von Nöten, 05.04.2012
4.
Der Sprung von Smith zur Kaffeelagerhalle - nun ja - drängt sich nicht gerade auf. Aber ansonsten finde ich den "Siebensprung" sehr informativ und gelungen. Weiter so!
Heide Roscher, 05.04.2012
5.
Wikipedia zur Zeitgeschichte als joke O.k. , als solide und substantielle Information eher nicht.
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