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Fotos aus Spielzeugfabriken Puppengrusel

Legendäres Spielzeug: Vom Rohling zur Puppe Fotos
Getty Images

1905 erfand Käthe Kruse die moderne Kinderpuppe. Und machte Millionen Kinder glücklich. Die Herstellung von Puppen hat etwas Verstörendes - wie die Bilder zeigen. Von

Es war eine ausweglose Mission. Allein durchstöberte der Künstler Max Kruse 1905 die Berliner Warenhäuser auf der Suche nach einer Puppe für seine kleine Tochter. Was ihm in den Regalen entgegenblickte, ließ ihn schaudern - tote Augen, kalte Haut, die Unnahbarkeit von Porzellan. In breitem Berlinerisch schrieb er seiner Frau: "Ick koof euch keene Puppen. Ick find se scheißlich." Und hatte auch einen Ratschlag parat: "Macht euch selber welche."

Gesagt, getan. In einer Künstlerkolonie im schweizerischen Ascona, wo sie mit ihren Kindern weilte, nahm Katharina Kruse, kurz Käthe genannt, eine Kartoffel und verpasste ihr mit einem abgebrannten Streichholz Mund und Augen. Dazu ein geknotetes Handtuch, mit Sand gefüllt, die Arme abgebunden, fertig war die Puppe. Heiß geliebt von Kruses Tochter Maria, "Mimerle" genannt. Allerdings nur, bis die Kartoffel gammelte und der Sand hinausrieselte.

Bald musste Kruse eine neue Puppe anfertigen, die schon etwas professioneller war. Und noch eine, und noch eine, und…

So weit der Entstehungsmythos von Käthe Kruses Imperium der Puppen. Im Gegensatz zu den Produkten der Konkurrenz waren ihre Erzeugnisse warm, anschmiegsam und liebenswert. Ein Erfolgsrezept, das bald in der ganzen Welt Anklang fand - und nachgemacht wurde.

einestages lässt die Puppen tanzen - und zeigt historische Bilder aus der internationalen Welt der Puppenfabriken, in denen es ganz schön schaurig zugehen konnte:

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Legendäres Spielzeug: Vom Rohling zur Puppe

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