Kriegsverbrechen Hitlers willfährige Truppe

Kriegsverbrechen: Hitlers willfährige Truppe Fotos

"Absondern, erschießen": Erstmals sind alle Akten deutscher Kampfverbände an der Ostfront ausgewertet worden - sie beweisen, dass Hitlers Generäle dessen Mordbefehle ohne Skrupel durchführen ließen. Der Mythos von der sauberen Wehrmacht ist endgültig am Ende. Von

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Die Gigantomanie der Berliner Neuen Reichskanzlei passte zur Ungeheuerlichkeit der Pläne, die hier am späten Vormittag des 30. März 1941 besiegelt wurden. Adolf Hitler hatte etwa hundert seiner ranghöchsten Generäle zu sich gerufen, um sie auf den bevorstehenden "Vernichtungskampf" gegen die Sowjetunion einzuschwören. Es war eine Schicksalsstunde des deutschen Militärs: Unter den wuchtigen Prunkdecken ließen die Heerführer die Chance verstreichen, gegen die völkerrechtswidrige Kriegführung aufzubegehren, die der Diktator ihnen auftrug.

Dabei war unübersehbar, dass Hitlers Forderungen eklatante Verstöße gegen Recht, Moral und Tradition bedeuteten. Um den "Kreuzzug gegen den Bolschewismus" als "weltanschaulichen Kampf" zu führen, wie er es ausdrückte, ordnete der Diktator an diesem Tag auch die "Vernichtung der bolschewistischen Kommissare" an, jener Politoffiziere, die in der Roten Armee den verlängerten Arm von Stalins KPdSU bildeten. Im Falle der Gefangennahme, verlangte Hitler, seien gegnerische Politoffiziere "sofort durch die Truppe zu beseitigen". Die willfährige Wehrmachtführung goss die mündlichen Weisungen bald darauf in einen schriftlichen "Führererlass".

Dieser sogenannte Kommissarbefehl verkörperte nicht weniger als den Sündenfall der deutschen Militärgeschichte. Denn die "Richtlinien für die Behandlung politischer Kommissare" vom 6. Juni 1941 verpflichteten die deutschen Fronteinheiten zur systematischen Tötung regulärer Kriegsgefangener. Es war ein historisch beispielloser Vorgang: Noch nie zuvor waren deutschen Truppen so unverhohlen derart planmäßige Kriegsverbrechen befohlen worden.

"An Ort und Stelle auf Befehl eines Offiziers erschießen"

Umso beharrlicher bestritten Veteranen und Apologeten später, dass dieser verbrecherische Befehl im Ostheer überhaupt befolgt worden sei. Erst Jahrzehnte nach Kriegsende geriet die Legende von der "sauberen Wehrmacht" - die ehrlich gekämpft habe, während im Hinterland ohne ihr Wissen schreckliche Verbrechen von des SS verübt worden seien - nach und nach ins Wanken. Weil verlässliche Zahlen fehlten, wurde die Debatte um den Kommissarbefehl bis in die Gegenwart weitergeführt. Weitreichende Klarheit konnte erst in jüngster Zeit durch die flächendeckende Auswertung der Akten sämtlicher deutscher Kampfverbände von der Ostfront geschaffen werden.

Und diese Akten zeigen, dass aus der Wehrmacht schon vor dem Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 kaum Widerspruch gegen den Mordbefehl laut wurde. Auf ihren Einsatzbesprechungen für das "Unternehmen Barbarossa" gaben die meisten Kommandeure den verbrecherischen "Führererlass" wortgetreu an ihre Einheiten weiter. Der Infanteriegeneral Viktor von Schwedler etwa, der am 19. Juni 1941 die Divisionskommandeure seines IV. Armeekorps zusammengerufen hatte, um ihnen die letzten Instruktionen für den bevorstehenden Feldzug zu erteilen. Zum Thema "Behandlung der russischen politischen Kommissare" verzeichnete das Besprechungsprotokoll nur Anweisungen, die sich vollständig mit dem Kommissarbefehl deckten: "Tragen Uniform, werden aber als Soldaten nicht anerkannt. Absondern von den übrigen Gefangenen. An Ort und Stelle auf Befehl eines Offiziers erschießen."

Manche Truppenführer schossen sogar noch übers Ziel hinaus, wie etwa Generaloberst Hoepner, der Befehlshaber der Panzergruppe 4, der später zu den Verschwörern des 20. Juli 1944 stoßen sollte. Bei einer Befehlsausgabe am 12. Juni 1941, zehn Tage vor der Invasion, erhielten die Repräsentanten der unterstellten Verbände nicht nur die Order zur "Erschießung russischer Kommissare in Uniform". Sie wurden zugleich auf "die gleiche Behandlung von Zivilkommissaren" verpflichtet - dabei hatte der Kommissarbefehl die unterschiedslose Tötung der sowjetischen Partei- und Verwaltungsfunktionäre gar nicht verlangt.

Die Zahl der Morde übersteigt alle Schätzungen

Während die meisten der streng antikommunistisch gesinnten Wehrmachtskommandeure ihr Plazet gaben, intervenierten nur wenige. Einer dieser kritischen Befehlshaber war General Otto Stapf, der seiner 111. Infanteriedivision die Durchführung von Kommissarerschießungen verbot. Gefangen genommene Politoffiziere, bestimmte er, "werden rückwärts erledigt", also im Hinterland der Front, und "nicht von der Truppe", die freilich weiterhin an der Selektion der gefassten Kommissare mitzuwirken hatte. Ein typischer Fall: Kaum jemand, der sich mit dem Ziel der "Ausrottung des Bolschewismus" identifizierte, mochte sich gänzlich verweigern. Stattdessen führte man arbeitsteilige Verfahren ein, die letztlich nichts an der Realisierung des Mordprogramms änderten, aber immerhin der verbreiteten Sorge um die Disziplin der Fronttruppen Rechnung trugen.

Die Handlungsspielräume zu einer spürbaren Abschwächung des Befehls bestanden, doch kaum jemand nutzte sie. So zeigen die Akten des Ostheeres, dass nachweislich etwa 60 Prozent der Kommandeure mit der konformen Weitergabe des Kommissarbefehls schon im Vorfeld des Feldzugs gegen die Sowjetunion den ersten Schritt zu seiner Umsetzung taten - angesichts der Aktenlücken ein höchst desillusionierendes Ergebnis. Die Morde, die mit Beginn des "Unternehmens Barbarossa" am 22. Juni 1941 einsetzten, waren die logische Folge. Ein Mannschaftssoldat des Ostheeres erinnerte sich noch zwei Jahre später in amerikanischer Kriegsgefangenschaft daran. Nicht ahnend, dass sein Gespräch vom Nachrichtendienst der US Army abgehört wurde, erklärte er seinen Mitgefangenen: "Wir haben immer die Kommissare erschossen in Russland. Das sind die allergefährlichsten."

Aufgrund der Meldepflicht, die in den Kommissarrichtlinien verankert waren, schlugen sich die Erschießungen auch in den deutschen Militärakten nieder. Insgesamt wurden fast 4000 Exekutionen an sowjetischen Politoffizieren und Funktionären aktenkundig. Diese gesicherte Mindestzahl übersteigt alle bisherigen Schätzungen bei weitem. In Anbetracht der Lücken und Leerstellen in der Überlieferung ist die tatsächliche Opferzahl jedoch noch deutlich höher zu veranschlagen, auf eine hohe vierstellige, vielleicht sogar knapp fünfstellige Summe.

"Halunken", "schmierige Juden", "Verbrecher"

Die Wehrmacht marschierte hierbei weitgehend im Gleichschritt. Exekutionen an sowjetischen Politoffizieren sind von sämtlichen Armeen, allen Armeekorps und über 80 Prozent der Divisionen an der Ostfront eindeutig nachgewiesen. Von weiteren zehn Prozent der Divisionen liegen Indizienfälle vor, über die restlichen Verbände schweigt die Überlieferung. Ein Befund, der die bislang bekannten Quoten erheblich übertrifft und nur die Schlussfolgerung zulässt, dass der Kommissarbefehl im Ostheer flächendeckend befolgt wurde.

Kadavergehorsam, ideologischer Fanatismus und die Eigendynamik der Gewalt ebneten den Weg für diese Verbrechen. "Die Kommissare werden an Ort und Stelle 'erledigt'", berichtete ein Bataillonsadjutant Anfang Oktober 1941 über die Praxis in seiner Einheit. Für diesen Frontoffizier eine gerechte Sache: In den Kommissaren sah er nur "Halunken", "schmierige Juden", "Verbrecher", und "Bestien", die diese Behandlung selbst herausgefordert hatten. Für den Offizier waren die Sowjetkommissare straffällige Handlanger eines bolschewistischen Terrorregimes, zugleich machte er sie für die hohen deutschen Verluste und die Eskalation des Krieges insgesamt verantwortlich.

So oder ähnlich dachten viele im deutschen Ostheer, aufgehetzt durch die Wehrmachtspropaganda und infolge der rasanten Brutalisierung der Kämpfe auch von Rachegelüsten getrieben. Mit Schuldzuweisungen wurden die Morde als legitime Vergeltungsaktionen verbrämt, deren Unrechtmäßigkeit im Hassklima der Ostfront kaum noch störte. Jene Offiziere und Soldaten, die dem Befehl zuwiderhandelten, blieben demgegenüber eine verschwindende Minderheit. Wer seine Skrupel nicht überwinden konnte, dem stand ohnehin der Ausweg offen, die Todeskandidaten an andere Einheiten zu übergeben. Den Selektionen verweigerte sich indes kaum jemand, zu stark wirkte das dämonisierende Feindbild von den Politoffizieren.

Der wahre Kern der Unschuldsbeteuerungen

Dennoch wurde der Kommissarbefehl für Wehrmacht und NS-Regime zum Fehlschlag. Zum einen gelang es nur anfangs, überhaupt in größerem Umfang Kommissare gefangenzunehmen. Die Erschießungen machten beim Gegner schnell die Runde, und so kämpften die meisten Politoffiziere bis zum Letzten oder verübten in auswegloser Situation sogar Selbstmord. Sobald sie in Gefangenschaft gerieten, entledigten sie sich ihrer Rangabzeichen und waren für die überforderten deutschen Fronttruppen kaum noch zu identifizieren.

So registrierten die Verbände immer häufiger, dass "keine Kommissare gefangen genommen" werden konnten, wie etwa die 9. Infanteriedivision am 15. November 1941 meldete. Dass die Gefangennahme von Politoffizieren immer seltener wurde, bildet den wahren Kern in den vielen Unschuldsbeteuerungen der Veteranen nach dem Krieg: Viele Einheiten kamen erst gar nicht in die Situation, den Kommissarbefehl anwenden zu müssen.

Auch erwiesen sich die Erschießungen bald als höchst kontraproduktiv. Denn sie trugen keineswegs dazu bei, den Zusammenbruch der Roten Armee zu beschleunigen, wie Hitler und manche Generäle gehofft hatten. Im Gegenteil: Die Nachrichten von den Gefangenentötungen potenzierten den sowjetischen Widerstandswillen und halfen mit, die deutschen Verlustraten in Rekordhöhen zu treiben. Nach dem Scheitern des "Unternehmens Barbarossa" vor Moskau gab Hitler daher schließlich dem pragmatischen Drängen seiner Generäle nach und ließ den Kommissarbefehl im Juni 1942 aufheben.

Damit endete ein düsteres Kapitel deutscher Militärgeschichte. Die Umsetzung des Kommissarbefehls war sicherlich nicht das schwerste Verbrechen der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Doch bewies es, wie widerspruchslos und weitreichend sich das deutsche Militär in die Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten zu integrieren bereit war - und dies zu einem guten Teil aus eigener Überzeugung.

Dr. Felix Römer ist Autor der Studie "Der Kommissarbefehl. Wehrmacht und NS-Verbrechen an der Ostfront 1941/42", F. Schöningh Verlag, Paderborn 2008.


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1.
torsten steinbeck 12.12.2008
Warum wird in dem Artikel eigentlich verschwiegen was die Aufgabe der Politoffiziere war? Warum wird verschwiegen, dass diese Leute den Auftrag hatten rücksichtslos gegen jeden vorzugehen und sogar die eigenen Leute zu erschiessen wenn diese nicht bis zum Tode kämpften? Viele Politoffiziere wurden oft genug von den eigenen Soldaten erschossen weil die keinen Bock hatten in aussichtslosen Fällen in den Tod getrieben zu werden. Warum wird das nicht erwähnt? Die Sowjets traten aus guten Grund nicht der Haager Lanskriegsordnung bei, die den Umgang mit Kriegsgefangenen regelt. Massakrierungen und Folter bis zum Tod waren die Regel bei den Sowjets wenn sie Gefangene machten, der Kommissarbefehl war lediglich die hilflose Antwort auf einen unberechenbaren gnadenlosen Gegner. Warum muss für uns eigentlich die moralische Messlatte immer in unerreichbarer Höhe angelegt werden während die Armeen der Gegner offensichtlich tun und lassen können was sie wollten??? oder ist irgend jemanden bekannt, dass je "Kriegsverbrechen" bei den Alliierten angeklagt wurden??? Dieses Ansinnen wurde sogar ausdrücklich ausgeschlossen bei den Nürnberger Prozessen ! Und was soll dieser selektiv gemeinte dämliche Begriff Kriegsverbrechen überhaupt ??? Ist der Krieg selbst nicht schon schlimm genug und nichts in ihm kein Verbrechen ?!
2.
Hans Michael Kloth 12.12.2008
Der Kommissarbefehl war keine Reaktion auf das Verhalten der Roten Armee. Er wurde, wie man Felix Römers Text entnehmen kann, bereits vor dem Überfall Nazi-Deutschlands auf die Sowjetunion erlassen. Und "Kriegsverbrechen" ist auch kein dämlicher Begriff, sondern eine juristische Kategorie. Sie bezeichnet Verstöße gegen das Völkerrecht, die bei der Führung eines Kriegs von den Krieg führenden Parteien begangen werden. Was sowjetische Polioffiziere taten, mag fragwürdig oder sogar verwerflich gewesen sein - ihre Liquidierung rechtfertigt das in keinem Fall.
3.
A E 15.12.2008
Geehrter Herr Steinbeck, Sie sollten nicht versuchen die Sachen zu verdrehen. Erst auf das s.g. Komissarbefehl griefen die Russen zu den selben Waffen der Kriegsführung. Das war eine Gegenreaktion auf eine Aktion. Außerdem-was sollte denn ein Soldat von seinem Gegner erwarten, in dessen Land er verbrecherisch eingefallen war, die Kriegsgefangene als Tiere behandelte, Frauen und Kinder vergewaltigte und ganze Dörfer einschließlich alle Bewohner in den Kirchen lebend verbrannte (später als "verbrannte Erde" genannt)? Klar gab es in UDSSR auch Gegner der Kommunistischen Partei, der Bürgerkrieg lag nur 15 Jahren zurück. Aber man soll nicht alles in ein Topf reinschmeißen- die Gegner der Kommunisten nicht zwangsläufig Vaterlandverräter sein. Die deutschen Soldaten wurden auch viele Male in aussichtslose Fälle geschickt und dass deren Vorgesetzte von denen nicht erschossen wurden zeigt nur, dass die Wehrmachtsoldaten noch besser von der Propaganda bearbeitet wurden als die sowjetischen.
4.
Frank Neubauer 12.12.2008
Ich halte den Hinweis von Herrn Steinbeck für völlig korrekt und richtig. Kriegsverbrechen wurden nachweislich von allen beteiligten Seiten durchgeführt. Also muss auch auf allen Seiten, mit gleicher Messlatte, geurteilt werden. Wer eine vernünftige Aufarbeitung will darf auch nicht vor unbequemen Aufgaben halt machen.
5.
Frank Henning 12.12.2008
Das hier geschriebene halte ich für glaubwürdig. Beweise gibt es hinreichend. Ein Schandfleck in der deutschen Geschichte. Was mich jedoch immer wieder aufs Neue verwundert, ist die Einseitigkeit der Berichterstattung über diese traurige Epoche. Natürlich haben wir den Krieg vom Zaun gebrochen. Natürlich haben wir Schuld auf uns geladen. Aber das, was dann über Deutschland hereinbrach, war sicher nicht minder grausam und gegen jegliche nationale und internationale Gesetzgebung. Insbesondere die sich gern als "Ruhmreich" darstellende und bis heute in Rußland glorifizierte Rote Armee zog wie eine Herde Tiere durch Deutschland und beging grausamste Verbrechen an der Zivilbevölkerung. Durch den aktuellen Film "Anonyma" angeregt wurde auch im Spiegel dieses Thema zumindest kurz gestreift. Läßt man sich durch die Suchfunktion in die Tiefen der Beiträge entführen, findet man i.d.R. nur Artikel, die sich mit der unrühmlichen Rolle von Wehrmacht und SS beschäftigen. Ist das für eine realistische und umfassende Vergangenheitsbewältigung sowie journalistische Sorgfalt wirklich ausreichend? Mein Vater stand als 6 jähriger mit seiner Mutter an der Wand. Die Russen wollten sie erschießen. Es war nur einem 16-jährigen russischen Kindersoldaten zu verdanken, dass dies nicht geschah. Diese und viele weitere Begebenheiten zeichnen sicher ein realistischeres Bild von einem der grausamsten Ereignisse in der Geschichte der Menschheit, als Artikel, die den Eindruck erwecken, andere Armeen hätten ausschließlich mit Blümchen im Gewehr gekämpft. Wenn die Menschen auch oder gerade in Deutschland nicht langsam dieses Themas überdrüssig werden sollen, sollte man versuchen, sie nicht immer wieder kollektiv in die Ecke der Schuldigen zu schieben. Denn bezahlt haben mittlerweile viele Generationen insbesondere im Osten Deutschlands für diesen militärischen Wahnsinn. Keiner der nach 1935 geborenen war aktiv daran beteiligt. Doch noch immer wird es uns Deutschen vorgehalten. Nicht im Sinne objektiver Betrachtung der vielen Greueltaten sondern meist nur durch Berichte über deutsche Verbrechen. Die Russen weigern sich bis heute konsequent, kritisch mit ihrer eigenen Militärgeschichte umzugehen. Von dort ist also eine Aufarbeitung nicht zu erwarten. Ich würde mich freuen, auch über diesen Teil unserer Geschichte mehr zu erfahren. Insbesondere durch den Spiegel, den ich im www zu meinen wesentlichsten Informationsquellen zähle.
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