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ZWEITER WELTKRIEG

LEIPZIG

DIE TEILUNG

Die letzten Tage der NS-Diktatur: Die Wehrmacht kämpft auf verlorenem Posten, Hunderttausende Zivilisten sind auf der Flucht.

Als Hitler 1939 Polen angreift, ist Hans-Dietrich Genscher zwölf Jahre alt. Niemand in der Familie kann sich vorstellen, dass der einzige Sohn vielleicht in diesen Krieg ziehen muss.

Doch der Waffengang dauert länger als die meisten vorhersehen können: 1943 wird Hans-Dietrich Genscher als Flakhelfer eingesetzt und 1944 zum Reichsarbeitsdienst eingezogen. Im Januar 1945 muss er als Pionier der Wehrmacht antreten.

Frontverlauf am 15. April 1945

Im Westen und Süden stoßen die Alliierten schnell vor.

Die Rote Armee steht an der Oder.

Am 18. April rollen die ersten US-Panzer durch Leipzig. Die Soldaten finden eine Trümmerwüste vor.

Über Dresden warfen die Briten und Amerikaner insgesamt 6884 Tonnen Bomben ab. Auf Leipzig prasselten 11.428 Tonnen nieder.

Noch drei Tage kämpfen Hitler-treue Wehrmachtssoldaten und Mitglieder des Volkssturms in Leipzig gegen die US-Armee.

Das berühmteste Foto des Häuserkampfs in Leipzig macht der legendäre Kriegsfotograf Robert Capa. Er begleitet amerikanische Soldaten und wird Zeuge, als Private Raymond J. Bowman durch einen Kopfschuss getötet wird.

Capas Bild des sterbenden 21-Jährigen wird unter dem Titel ""Last man to die"", der letzte Tote, im ""Life""-Magazin veröffentlicht.

Dabei sind es noch 20 Tage bis zur Kapitulation.

Am 26. April zelebrieren Russen und Amerikaner bei Torgau ihr Zusammentreffen an der Elbe. Ein historischer Moment.

Der Sieg über Nazi-Deutschland ist greifbar nah.

Die sowjetischen Truppen erobern östlich der Elbe Dörfer und Städte.

Der Feind kommt Hans-Dietrich Genscher verstörend nah.

Die Elbbrücke bei Tangermünde ist für Tausende deutsche Soldaten die letzte Fluchtmöglichkeit.

Am 7. Mai 1945 erreicht Hans-Dietrich Genscher das Bauwerk. Die Eisenbahnbrücke ist schwer beschädigt.

Hans-Dietrich Genscher erreicht den Steg unverletzt. Mit der Überquerung der Elbe ist der Krieg auch für ihn endlich vorbei.

Nach kurzer amerikanischer und britischer Kriegsgefangenschaft kehrt Hans-Dietrich Genscher im Juli 1945 nach Halle zurück.

1952 verlässt er das sowjetischbesetzte Gebiet und siedelt in die Bundesrepublik über.

Frontverlauf am 1. Mai 1945

Die Rote Armee hat Berlin eingenommen, bis zur Kapitulation dauert es noch sieben Tage.

Am Ende des Krieges blicken die Deutschen auf Zerstörungen durch 1,4 Millionen Bomben, die auf ihr Land fielen. Dadurch starben 400.000 Zivilisten, 7,5 Millionen wurden obdachlos.


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